Netzwerk Friedenskooperative



FF1/2001


vom:
Februar 2001

FF1/2001:

Kurzmitteilungen








  
Konflikte

Konfliktbarometer 2000

Der Konfliktbarometer 2000 die aktuelle, neunte Ausgabe dieser Publikation des Heidelberger Instituts für Internationale Konfliktforschung (HIIK) ist erschienen. Wie in den vergangenen Jahren dokumentiert auch diese Ausgabe die gewaltlosen und gewaltsamen inner- und zwischenstaatlichen Konflikte weltweit. Neben einer Printausgabe (32 Seiten) ist die Zusammenstellung auch im Volltext im Internet abrufbar. (http://www.hiik.de)

Unter http://www.konfliktbarometer.de kann auch die aktuelle Ausgabe mit weiterführenden Informationen eingesehen werden. Bei Nachfragen steht das HIIK selbstverständlich zur Verfügung: Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung (HIIK) am Institut für Politische Wissenschaft der Universität Heidelberg, Marsrallstraße 6, D 69117 Heidelberg, Tel.: 06221/543198, Fax: 06221/542896, e-mail: info@hiik.de













  
BSV

BSV-Jahrestagung: "Zukunftsprojekt Pazifismus" 2.-4. März Bonn

Freitag, 2.3.01

18.00 Uhr: Anreise und Abendessen

19.00 Uhr: Begrüßung

19.15 Uhr: Vorstellung der TeilnehmerInnen

19.30 Uhr: Einleitung ins Thema, Ablauf der Jahrestagung, Verweis auf MV, Vereinbarung von Kommunikationsregeln

20.00 Uhr: Was heißt für mich Pazifismus? Positionsbarometer und Kleingruppen zum Austausch über die verschiedenen Positionen

ca. 22.00 Uhr gemütliches Zusammensitzen

Samstag

08.00 Uhr: Frühstück

09.00 Uhr: "Herausforderung Pazifismus": Kurzstatements und Diskussion mit * Detlef Beck/Georg Hörnschemeyer, * Renate Wanie (angefragt)

10.30 Uhr: Kaffeepause

11.00 Uhr: Pazifistische Perspektiven und Handlungsansätze, Kurzstatements und Diskussion * Paul Russmann * Helga Tempel

12.30 Uhr: Mittagessen

14.30 Uhr: Vorstellung der Kleingruppen, Einteilung in die Gruppen, Kleingruppen zu:

-Die gewaltfreie Strategie der Sozialen Verteidigung

-Der nächste Nato-Krieg kommt bestimmt und wo sind wir?

-Friede und Recht

-Wie kommt der Pazifismus in die ´Spaßgesellschaft`?

Auf Wunsch: Gruppe(n) zum Weiterdiskutieren der Themen vom Vormittag

16.30 Uhr: Kaffee und Kuchen

17.00 Uhr: Abschlussplenum:

18.00 Uhr: Abendessen

20.00 Uhr: ´Forum Friedensprojekte` (Vorstellung von Aktivitäten der TeilnehmerInnen) und gemütliches Zusammensein für diejenigen, die zur BSV-Mitgliederversammlung bleiben

Sonntag

08.00 Uhr: Frühstück

09.00 Uhr: Mitgliederversammlung des Bund für Soziale Verteidigung, Berichte und Aussprache, Anträge, Neuwahlen zum Vorstand

12.30 Uhr: Abreise













  
Friedensritt

Nächster Friedensritt findet im Raum Göttingen-Kassel statt

Der Friedensritt 2001 wird vom 27. 7. - 6. 8. von Göttingen nach Kassel führen. Die Themen unserer Straßenmusik und unseres Straßentheaters werden sich, in Zusammenarbeit mit den örtlichen Initiativen, hauptsächlich um Rüstung und Rüstungsexport drehen. Zum Hiroshimatag am 6. 8. werden wir uns natürlich ebenfalls äußern.

Die genaue Route wird noch in Zusammenarbeit mit den örtlichen Friedensinitiativen erarbeitet. Bisher ins Auge gefasste Stationen sind: Göttingen, Witzenhausen, Hann. Münden, Niederkaufungen, Marbachshöhe, Kassel. Wie in jedem Jahr sind nicht nur Reiter, sondern auch Fahrradfahrer eingeladen, am Friedensritt teilzunehmen. Seit 20 Jahren ist der Friedensritt eine sommerliche Veranstaltung von Pferdeliebhabern, die sich gleichzeitig der Friedensbewegung verbunden fühlen. Die Themen richteten sich dabei jeweils nach den aktuellen Erfordernissen: Im vergangenen Jahr waren EXPO und Gentechnologie, 1999 der Kosovokrieg Schwerpunkt.

Kontakt: Friedensritt 2001, c/o Gerd Büntzly, Waltgeristr. 56a, 32049 Herford, Tel.: 05221/380866, e-mail: GerdBuentzly@aol.com













  
Uranmunition

Informationsmaterial zum Thema DU-Munition

Papier:

 Reader "DU-Munition" ca 50 Seiten, Stand: 20.01.2001, Inhalt: Statements von NGOs, Parteien, Bundeswehr, .., Hintergrundmaterial, 5,- DM zzgl. Porto, Hrsg. Netzwerk Friedenskooperative

 Zusammenstellung "Munition mit abgereichertem Uran, 52 Seiten, Stand: 19. Mai 1999, Inhalt: Pressetexte, IPPNW-Pressemitteilungen, z.T. englisch sprachiges Hintergrundmaterial, Hrsg. IPPNW

 Unterrichtung des BMVg an die Mitglieder des Bundestages "Depleted Uranium (DU) - Dokumentation", 50 Seiten, Stand 8.1.2001, Hrsg. BMVg, Kopierkosten: 5,- DM

jeweils zzgl. Porto

Bezug: Büro Netzwerk Friedenskooperative, Römerstr. 88, 53111 Bonn

DU-Infos im Internet: http://www.friedenskooperative.de/themen/gifte-00.htm













  
Studienfahrt

Herzliche Einladung zu einer Studienfahrt nach Sarajewo, Belgrad, Kosovo 07.-14.04.2001

Winfried Nachtwei und das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk, Dortmund (IBB) laden sehr herzlich ein zu einer Studienfahrt nach Sarajewo, Belgrad und Kosovo.

Wir wollen uns ein Bild machen über Erfolge und Schwierigkeiten Ziviler Konfliktbearbeitung. Wir wollen in Gesprächen mit VertreterInnen von internationalen Friedensdiensten, OSZE, UNMIK, den internationalen Polizeiverbänden und KFOR sowie lokalen Friedensgruppen versuchen herauszufinden, wie Frieden - ohne Waffen - gemacht werden kann.

Das genaue Programm werden wir angesichts der konkreten Lage erst im Februar 2001 auf einem Vorbereitungsseminar vorstellen können. Dort können dann auch Wünsche der Teilnehmenden eingearbeitet werden. Der Teilnahmepreis beträgt 2.250 DM. Wer Interesse an einem detaillierten Faltblatt hat kann sich wenden an:

Wahlkreis Nachtwei, Bremer Str. 54, 48215 Münster, Tel.: 0251/66 22 80, Fax 0251/66 22 96, Email: winfried.nachtwei@wk.bundestag.de; http://www.nachtwei.de













  
Roma im Kosovo

Das Pogrom. 650 Jahre Roma-Kultur im Kosovo und ihre Vernichtung

Die Dokumentation ist soeben in einer Auflage von 15.000 Exemplaren erschienen; sie wird allen Ministerien, Ausländerämtern, Verwaltungsgerichten und Parteien als Materialsammlung und Entscheidungsgrundlagen zugehen. Sie dokumentiert die Vertreibung von über 100.000 Roma und Aschkali und die Plünderung und Zerstörung von ca. 15.000 Häusern. Im ersten Teil des 32-seitigen Heftes mit fast 200 Fotos wird ausführlich und erstmalig die jahrhundertealte Roma-Kultur des Kosovo einschließlich ihrer ökonomischen Leistungen vor Krieg und Vertreibung dokumentiert. Im zweiten Teil wird deren fast vollständige Zerstörung an Hand von neuem Bildmaterial gezeigt. Die Dokumentation kann hoffentlich dazu beitragen, dass das Ausmaß der Pogrome gegen die Roma endlich wahrgenommen wird und dass die sechs tödlichen Vorurteile über die Kosovo-Roma korrigiert werden..

Stimmen zur Broschüre:

"Ihre Dokumentation... berichtet in ausführlicher Weise über die Kultur und Geschichte der Roma im Kosovo und das Unrecht der Vertreibung. Ich kann nur hoffen, dass die Medien in ihrer Vielgestalt endlich von diesem Unrecht Kenntnis nehmen."

Günter Grass, 23.10.2000

"Die Bilddokumentation des Rom e. V ist eine äußerst wertvolle Hilfe in der Auseinandersetzung mit Ausländerämtern, Gerichten, Ministerien und PolitikerInnen usw. Sie sollte im Argumentations-Gepäck von Initiativen und Vereinen auf keinen Fall fehlen."

Wolfgang Müller, Flüchtllngsrat NRW, 6.12.2000

Bezug: Rom e.V. Bobstr. 6-8, 50676 Köln, Tel.: 0221/242536, Fax: 0221/2401715, Preis: 5,- DM zzgl Porto, Staffelpreise auf Anfrage













  
Buchhinweis

Gewalt überwinden

Am 29. März 2001 erscheint bei Erev-Rav ein Buch zum Thema "Gewalt überwinden". Titel: Träume einer gewaltfreien Welt. Bibel - Koran - praktische Schritte. Vorwort: Konrad Raiser. Autor/innen u.a.: Margot Käßmann, Frank Crüsemann, Erich Zenger, Klara Butting, Bas Wielenga, Hans-Martin Gutmann, Magdalene Frettlöh, Ulrich Duchrow ... Das Buch umfasst ca. 200 Seiten und kostet 19,80 DM.

Vorbestellungen: Erev-Rav, Verein für biblische und politische Bildung e.V., Luisenstraße 54, 29525 Uelzen, Tel./Fax 0581-77666, e-mail: Erev-rav@t-online.de






 zum Anfang


FF1/2001







  
AGDF

Dokumentation der Verabschiedung von Ulrich Frey am 27.6.2000 in Bonn erschienen.

Über 28 Jahre hat Ulrich Frey nicht nur die AGDF, sondern die kirchliche Friedensarbeit in Deutschland ganz wesentlich mit geprägt. Bei seiner offiziellen Verabschiedung am 27.6. dieses Jahres in Bonn wurden aber nicht nur seine persönlichen Verdienste gewürdigt, es wurde auch eine politische Bilanz gezogen und in die Zukunft geschaut. Dies ist für uns Anlass, die Beiträge zum Gottesdienst und zur anschließenden Feier zu dokumentieren und auch denen zugänglich zu machen, die damals nicht dabei sein konnten. (62 Seiten)

Bezug: AGDF- Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e.V., Blücherstraße 14, 53115 Bonn, Telefon: 0228/24999-0, Fax: 0228/24999-20, e-mail: agdf@friedensdienst.de













  
Komitee

Jahrbuch 1999/2000 des Komitees für Grundrechte und Demokratie erschienen:

Kinderrechte und Menschenrechte

Alljährlich erscheint das Jahrbuch des Komitees für Grundrechte und Demokratie. Es will Seismograph menschenrechtlicher Gefährdungen und politisch-bürgerrechtliches Gedächtnis über das kurzatmige politische Tagesgeschäft hinaus sein. In zwölf Aufsätzen werden exemplarisch Ereignisse des zurückliegenden Jahres (1999/2000) aus menschenrechtlicher Perspektive kommentiert und analysiert.

Zugleich wird in jedem Jahrbuch ein Schwerpunktthema von kompetenten Autorinnen und Autoren bearbeitet. Für das aktuelle Jahrbuch 1999/2000 haben wir den Themenschwerpunkt Kinderrechte und Menschenrechte gewählt.

Kinderrechte und Menschenrechte? Alle Menschenrechte sind Menschenrechte nur dann, wenn sie für Kinder und Jugendliche vom ersten Tag an in gleicher Weise gelten: Die Würde der Kinder und Jugendlichen; die Integrität der Kinder und Jugendlichen an Körper Geist und Seele zuallererst. Wie wenig die Bedingungen unter dem Diktat der Globalisierung kind- und menschengerecht, vielmehr wie inhuman und menschenrechtswidrig sie sind, verdeutlicht eine Pressemeldung dieser Tage: Laut Unicef sterben elf Millionen Kleinkinder jährlich durch Armut, Gewalt und an vermeidbaren Krankheiten. Heute über Kinder in all ihren riesigen Unterschieden zu reden, bedeutet an erster Stelle immer auch über den kapitalistischen Herrschaftszusammenhang zu sprechen.

Wir haben viele Autorinnen und Autoren eingeladen, einen Artikel zu dem einen oder anderen Aspekt des Themas beizusteuern. Und dankenswerterweise haben etliche nicht nur zugesagt, sondern geschrieben. So finden sich im Jahrbuch "Kinder und Menschenrechte" einige Facetten der schier unübersichtlichen Probleme und Aspekte des Themas.

Im dokumentarischen Anhang des Jahrbuchs sind, wie in all den Jahren zuvor, Stellungnahmen, Aufrufe, politische Einmischungen und Arbeitsberichte des Komitees abgedruckt, die einen Einblick in die alltägliche Arbeit einer kleinen Bürgerrechtsorganisation gewähren.

Komiteejahrbuch Kinderrechte und Menschenrechte (Kt. mit Einband, 448 Seiten, 56 Abbildungen, Preis: 30,- DM; ISBN 3-88906-087-0, Bezug: Buchhandel oder Komitee für Grundrechte und Demokratie e. V., Aquinostr. 7-11 50670 Köln, Tel.: 0221/97269-20, Fax: 0221/97269-31, Email: Grundrechtekomitee@t-online.de, http://www.grundrechtekomitee.de






 zum Anfang


FF1/2001







  
GHI

Gustav-Heinemann-Initiative: Menschenrechte - keine Altlasten, sondern Zukunftsperspektive

Der neue Band dokumentiert die wichtigsten Vorträge und Aktivitäten der Jahrestagungen 1998 und 1999 der GHI. Sie orientiert ihre Arbeit an der Forderung des Grundgesetzes, das rechtsstaatliche Verfahrensweisen verlangt, sowie einen demokratischen und sozialen Bundesstaat, in dem alle Gewalt an die verfassungsmäßige Ordnung gebunden ist. Da darf der Markt nicht allein bestimmen. Wo die Parteiführungen versagen, müssen wir erst recht unsere Stimme erheben, sei es in den Parteien, sei es im gesellschaftlichen Diskurs.

Die Autoren: Elmar Altvater, Ilse Bechthold, Ulrich Finckh, Heiner Flassbeck, Renate Jäger, Manfred Wichelhaus

Gustav-Heinemann-Initiative: Menschenrechte - keine Altlasten, sondern Zukunftsperspektive, 160 S., DM 20,-, RADIUS-VERLAG, ISBN 3-87173-213-3













  
Bleiberecht

Unterschriften-Kampagne "Bleiberecht für Traumatisierte"

Überlebende von Folter, Vergewaltigung und Krieg finden in Deutschland nur selten den notwendigen Schutz und die Sicherheit, um ihr Trauma aufzuarbeiten. Daran ändert auch die Ausnahmereglung für traumatisierte bosnische Flüchtlinge durch die Innenministerkonferenz vom November 2000 nichts. Aus humanitären, medizinischen und rechtlichen Gründen ist es daher nach wie vor geboten, für alle traumatisierten Flüchtlinge unabhängig von ihrer Herkunft ein gesetzlich verbrieftes Bleiberecht zu erwirken.

Gestartet haben wir als IPPNW eine bundesweite Unterschriftenaktion "Bleiberecht für traumatisierte Flüchtlinge" bereits auf dem Gesundheitstag 2000 in Berlin. Mittlerweile haben sich über 10.000 Personen durch ihre Unterschrift unserer Forderung angeschlossen. Ziel ist es, Ende September über 50.000 Unterschriften in einer Öffentlichkeitswirksamen Aktion dem Bundestagspräsidenten zu übergeben.

Materialien:

* Unterschiftenliste (DIN A4); Unterschiftenliste als DIN A0-Plakat; * Infoheft "Zuwendung hilft heilen. Für ein Bleiberecht traumatisierter Flüchtlinge" (DIN A6); * Plakat "Zuwendung hilft heilen" (DIN A2 quer); * Reader "Bleiberecht für traumatisierter Flüchtlinge" (DIN A4); * Plakat "Menschenwürde ist unteilbar - Gesundheit für alle" (DIN A2)

Bezug/Kontakt: IPPNW, Körtestr. 10, 10967 Berlin, Tel.: 030/6930244, Fax: 030/6938166, e-mail: ippnw@ippnw.de, http://www.ippnw.de













  
Medien

IPPNW-Medienpreis für menschenwürdige Medizin

Einen Medienpreis für Menschenrechte, Technikfolgenabschätzung und Gesundheitspolitik hat die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung e.V (IPPNW) ausgeschrieben. Der Preis wendet sich an Journalisten, die sich kontinuierlich und differenziert um eines der Themengebiete bemüht haben. Der Preis ist mit 10.000 DM dotiert und wird in den Kategorien Print, Hörfunk, Film und Fernsehen voraussichtlich auf dem Kongress "Medizin und Gewissen: wenn Würde ein Wert würde..." im Mai 2001 in Erlangen erstmals vergeben werden. Einsendeschluss für Arbeiten, die bis zum 15. Dezember 2000 erschienen sein müssen, ist der 15. Februar 2001. Kontakt: Angelika Wilmen, IPPNW, Körtestr. 10, 10967 Berlin, Tel.: 030/6930244, e-mail: wilmen@ippnw.de, http://www.ippnw. de






 zum Anfang


FF1/2001







  
Buchhinweis

Stefan Gose, Wehrpflicht am Ende. Fakten und Argumente zur Abschaffung der allg. Wehrpflicht in der BRD

Aus aktuellem Anlass, bevor es zu spät ist, bringt der "Arbeitskreis für Friedenpolitik -Atomwaffenfreies Europa" diese Ausarbeitung an die Öffentlichkeit: Es geht um die demnächst zu entscheidende Frage der künftigen Gestaltung der Bundeswehr und um eine Schicksalsfrage für die heranwachsenden Generationen. Beide Fragen drohen bei Minister Scharping im taktischen Kalkül unterzugehen.

Die Arbeit von Stefan Gose, einem Kenner der Problematik, schafft hier Klarheit: Sie zeigt, dass die allgemeine Wehrpflicht in unserer politischen Situation keinerlei Legitimationsgrundlage mehr besitzt.

Es ist ein Skandal, wie Scharping die Ergebnisse der vorliegenden "Reform"-Pläne der öffentlichen Diskussion entzieht. So bleibt auch weithin unbemerkt, dass die Wehrpflicht, von vielen Bündnispartnern inzwischen abgeschafft, kaum noch rational gerechtfertigt werden kann.

Der Arbeitskreis hofft, noch vor der parlamentarischen Beratung das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Verfassungswidrigkeit einer (durch Notwendigkeiten der "Landesverteidigung" nicht mehr gerechtfertigten) wehrpflichtgestützten Bundeswehrstruktur zu schärfen.

Bezug: Arbeitskreis für Friedenspolitik - Atomwaffenfreies Europa - e.V., c/o Steffen Rogaiski, Kilstetter Str. 48, 14167 Berlin, Tel.: 030/8113249, Preis: 6,50 DM; ab 5 Ex. 6,00 DM













  
Buchhinweis

Erinnerunsgsarbeit, Grundlagen einer Kultur des Friedens

In der Reihe FRIEDENSKULTUR IN EUROPA. Materialien zur Friedenserziehung herausgegeben von Bernhard Nolz und Wolfgang Popp (Universität-Gesamthochschule Siegen) in Verbindung mit Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF), Lit-Verlag, 328 S. DM 39,80 DM, ISBN 3-8258-4611-3

Die Frage nach einer Friedenskultur in Europa hat eine historische, eine gegenwartskritische und eine zukunftsorientierte Dimension. In der offiziellen Europapolitik sind Anzeichen für die Ausbreitung einer Gewaltkultur unübersehbar. Dieser Entwicklung sollen Projekte und Initiativen zur Verwirklichung einer nachhaltigen Friedenskultur in Europa entgegen gestellt werden. Unter friedenspädagogischer Perspektive geht es dabei nicht um Patentrezepte für den schulischen Unterricht, sondern um dauerhafte Lern- und Aneignungsprozesse der Individuen in allen Altersstufen und unterschiedlichen sozialen Lebenszusammenhängen.

 zum Anfang


FF1/2001
Die politische Kultur einer Gesellschaft lässt sich daran erkennen, wie diese mit ihrer eigenen Vergangenheit umgeht. Dies gilt für die deutsche Gesellschaft in besonderer Weise. Wollen wir am Beginn des 21. Jahrhunderts eine Kultur des Friedens entwickeln, dann dürfen wir dunkle und helle Erfahrungen des 20. Jahrhunderts nicht verdrängen, vergessen oder umdeuten. In diesem Sinne benennen die Beiträge dieses Buches wesentliche Felder in der notwendigen Erinnerungsarbeit: Erinnerungsarbeit im Museum, Gedenkstättenarbeit, Medienöffentlichkeit und Friedenskultur, das provokative Thema Deserteure u. a.













  
Kairos / WEED

Kapital braucht Kontrolle - Die internationalen Finanzmärkte: Funktionsweise - Hintergründe - Alternativen

August 2000, 68 Seiten, Preis: 15 DM zzgl. Versandkosten; AutorInnen: Anja Osterhaus, Kai Mosebach, Peter Wahl, Peter Waldow

Die Finanzkrisen der vergangenen Jahre haben weit über die Fachwelt hinaus die Aufmerksamkeit auf das internationale Finanzsystem gelenkt. Im Rahmen des Globalisierungsdiskurses beschäftigen sich auch NGOs verstärkt mit den Entwicklungen auf den internationalen Finanzmärkten. Kairos Europa und WEED tragen dieser Entwicklung mit der Herausgabe der Broschüre Rechnung. Warum brach die Währungsordnung von Bretton-Woods zusammen? Was sind Hedge Funds und Derivate? Wieso sind kapitalgedeckte Renten unsicher? Was sind Offshore Zentren? Wo liegen sie? Wie können die Finanzmärkte reguliert werden?

Die Broschüre informiert über die Entstehung der heutigen Finanzordnung, ihre politischen Konstellationen und institutionellen Entwicklungen. Ein Kapitel widmet sich den zahlreichen Finanzkrisen der neunziger Jahre und ihren Folgen für die Bevölkerung. Der Zusammenhang zwischen neoliberaler Liberalisierung der Finanzmärkte und Abbau des Sozialstaates, mit den Implikationen für die Arbeitsmärkte und die sozialen Sicherungssysteme, wird erläutert. Schließlich werden Alternativansätze in die Diskussion gebracht und somit eine Handreichung für praktische Politik gegeben.

Bestellung gegen Rechnung bei: WEED, Bertha-von-Suttner-Platz 13, 53111 Bonn, Tel.: 0228/76613-21, Fax: 0228/696470, E-Mail: weed@oln.comlink.org, http://www.weedbonn.org








 zum Anfang

 vorheriger

       
Einige weitere Texte (per Zufallsauswahl) zum Thema
Friedensbewegung und ihre Aktionen
FF 4/97 - Kirchentag Leipzig
Publikationen/Informationsmaterial
FF5/98 - Friedensritt 1998
FF1/2000: Friedensratschlag Kassel
ff3/2000: Einleitung zum Schwerpunkt
ff3/2000: Friedenspolitische Positionen 2000

Bereich

FriedensForum

Die anderen Bereiche der Netzwerk-Website
         
Netzwerk  Themen  Termine  Jugo-Hilfe Aktuell