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Erstellt:
März 1998


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FriedensForum 2/1998


Im Mai steigt das bislang größte Treffen europäischer Friedensbewegter und Kriegsdienstverweigerer

European Peace Congress Osnabrück `98

Paul Betz

Zu einem großen Treffen kommen bald Zivildienstleistende, Kriegsdienstverweigerer und Friedensbewegte aus ganz Europa zusammen: Aus Anlaß des 350jährigen Jubiläums des Westfälischen Friedens, mit dem 1648 der dreißigjährige Krieg beendet wurde, findet vom 29.-31. Mai 1998 (Pfingsten) in Osnabrück der "European Peace Congress Osnabrück `98" statt. Der Kongreß soll sich jedoch nicht - wie der Anlaß vielleicht vermuten läßt - mit geschichtlichen Fragen befassen, sondern Alternativen zur gegenwärtig herrschenden militärisch orientierten Sicherheits- und Verteidigungspolitik aufzeigen. Neben der Politik soll die Kultur nicht zu kurz kommen: Am Pfingstsamstag findet am Osnabrücker Schloß ein großes "World-Music" Open Air Festival zum Kongreß statt. Angefragt sind dafür Youssoun Dur und Miriam Makeba, daneben zahlreiche weitere, vorwiegend afrikanische Bands.

Im thematischen Mittelpunkt des Kongresses stehen die europäischen Krisen- und Konfliktherde mit ihren spezifischen Problemen. Beim Kongreß sollen vor allem die Opfer von Krieg und Repression zu Wort kommen, z.B. verfolgte Kriegsdienstverweigerer aus der Türkei oder Flüchtlinge und Deserteure aus dem ehemaligen Jugoslawien. Positive Ansätze friedlicher Konfliktlösung soll die Vorstellung beispielhafter Friedensinitiativen vermitteln, etwa der "Soldatenmütter Rußlands", die sich mutig gegen den Tschetschenienkrieg und für Kriegsdienstverweigerer eingesetzt haben, oder der Freiwilligen, die im ehemaligen Jugoslawien im aktiven Friedensdienst deeskalierend tätig waren oder sind. Bereits zugesagt hat für den Kongreß Uri Avnery, aktiv in der israelischen Friedensbewegung Gush Shalom und Träger des Aachener Friedenspreises 1997.

 zum AnfangErmäßigte Kosten für Zivis

Veranstalter des Kongresses ist ein Trägerverein von zur Zeit 47 deutschen und internationlen Organisationen aus dem Friedens- und Menschenrechtsbereich. Insgesamt werden ca. 400 Teilnehmer/innen aus ganz Europa erwartet. Die Kongreßteilnahme wird Zivildienstleistende 50,- DM kosten, darin inbegriffen sind die Tagungsunterlagen, einige Mahlzeiten und hoffentlich (die Verhandlungen laufen noch) der Eintritt für das Open Air Festival. Übernachtungsmöglichkeiten bestehen in der Jugendherberge Osnabrück und in Privatquartieren.

Weitere Informationen um das Kongreßprogramm gibt es bei: European Peace Congress Osnabrück `98, Postfach 4124, D-49031 Osnabrück, Tel.: 0541-260650, Fax: 0541-260680, E-Mail: PeaceCongress1998@t-online.de; Internet: http://www.dfg-vk.de/peace-congress1998

Kongreßprogramm (Planung)

Fr., 29.5.98:

14 Uhr: Kongreßeröffnung (mit Ansprachen prominenter Vertreter der internat. Friedensbewegung, Moderation: Friedrich Schorlemmer)

16 Uhr: Beispiele für Friedensarbeit (Stasa Zajovic, Women in Black, Belgrad; Sergej Sorokin, Bewegung gegen Gewalt, Moskau; Bob Muller - angefragt, Vietnam Veterans against war, USA)

ab 19 Uhr: Gala "Frieden `98" (Diskussions- und Kulturveranstaltung, Moderation: Roger Willemsen)

Sa., 30.5.98:

9-17.30 Uhr: Foren und Arbeitsgruppen (inhaltliche Arbeit/ Diskussion zu den drei übergreifenden Themen der Kongreßforen "Pazifistische Handlungsperspektiven", "Kriegsdienstverweigerung als Menschenrecht" und "Kriegszustände: Sich dem Militarismus widersetzen Situation von KDVern und Deserteuren in Südost-/Osteuropa")

ab 17.30 Uhr: Sonderveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, "World Music" Open Air Konzert

So., 31.5.98:

9-11 Uhr: Vorstellung der Ergebnisse der drei Kongreßforen vom Samstag

11-13 Uhr: Abschlußveranstaltung (u.a. mit Prof. Horst-Eberhardt Richter)

Paul Betz ist Koordinator des Kongresses.

E-Mail:   PeaceCongress1998@t-online.de
Internet: http://www.dfg-vk.de/peace-congress1998
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