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Aktionstag gegen Irak-Krieg 26.10.2002


vom:
28.10.2002


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Aktionstag gegen Irak-Krieg 26.10.2002:

  Reden

Rede auf der Abschlußkundgebung der Demonstration der Achse des Friedens am 26.11.2002 in Berlin

Nadia Jasim

Ginge es nach dem Willen der Bush-Regierung, so soll die seit zwölf Jahren anhaltende US-Aggression gegen unser Volk zu einer Invasion und Besatzung ausgeweitet werden. Am 12. 0ktober erklärt der US-Außenminister, nach der Okkupation unseres Landes ein militärisches Besatzungsregime errichten zu wollen. Ein US-amerikanischen General soll uns regieren.

Wir Irakerinnen und Iraker der unterschiedlichsten politischen und religiösen Überzeugung sind uns in einem Punkt einig: Wir wollen keine US-amerikanische Invasion unseres Landes. Wir haben Angst um unsere Freunde und Verwandte, um ihre und unserer Kinder.

Wir wollen die sofortige Einstellung der seit Jahren fortgesetzten Luftangriffe der US- amerikanischen und britischen Luftwaffe.

Wir fordern die Beendigung der verbrecherischen Blockade gegen unser Volk. Über 1,5 Millionen Menschen sind dieser Blockade bisher zum Opfer gefallen.

All jenen, die um Demokratie und Menschenrechte besorgt sind, rufe ich zu: Dies ist ein Raubkrieg!

Nicht um Waffenkontrolle geht es - sondern um Ölkontrolle!

Nicht um Demokratie geht es - sondern um die Errichtung einer Militärdiktatur, die den Raub im Interesse der US-amerikanischen Konzerne sichert!

Gibt es in der ganzen Welt von heute eine gefährlichere Diktatur als die Bush-Regierung?

Die Kriegstreiberei von Bush stellt eine Gefahr nicht nur für die Menschen im Irak dar: Im besetzten Palästina verübt die israelische Besatzungsarmee täglich Verbrechen gegen die palästinensischen Bevölkerung. Bush nennt General Sharon, dessen Biographie eine ununterbrochene Kette von Kriegsverbrechen ist, einen Mann des Friedens. Dies zeigt mehr als deutlich, was Bush unter Friedenspolitik versteht.

Der zweite Verbündete im Bush-Kriegs Bündnis ist Tony Blair.

Wenige von euch wissen wahrscheinlich, daß Irak im ersten Weltkrieg ein Verbündeter Englands war. Doch statt die vertraglich vereinbarte Unabhängigkeit zu respektieren, errichtete England im Irak eine koloniale Militärdiktatur.

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Aktionstag gegen Irak-Krieg 26.10.2002
40 Jahre lang führten die Menschen unseres Landes einen ungleichen Kampfes gegen die Terrorherrschaft der britischen Kolonialherren.

Tausende Irakerinnen und Iraker fielen im Kampf für die Freiheit.

Nach 40 Jahren britischer "Zivilisation" waren 92 Prozent der Menschen in unserem - eigentlich wohlhabenden - Land Analphabeten, die Lebenserwartung der Menschen betrug durchschnittlich 35 Jahre. Erst nach der Befreiung Iraks von der Kolonialherrschaft und der Wiedererlangung der Souveränität über unsere Naturreichtümer war es dem irakischen Volk möglich, die Entwicklungsträume von Generationen Schritt für Schritt zu realisieren. Doch zeitgleich mit der Entmachtung der westlichen Ölkonzerne durch die Verstaatlichung 1972 begann die USA mit den Aggressionsvorbereitungen gegen unser Land: bereits drei Monate nach der Verstaatlichung wurde eine 300.000 Mann starke schnelle Eingreiftruppe geschaffen, mit dem erklärten Ziel, unser Land unter amerikanische Herrschaft zu zwingen.

Es ist an der Zeit, daß manche Berufs-Demokraten über den rassistischen Charakter ihres Zivilisationsverständnisses nachdenken:

Sie sagen "Menschenrechte" und meinen "Krieg".

Sie sagen "Demokratie" und meinen das Recht auf kolonialen Besitz und kolonialen Raub.

Beendet den Aggressionskrieg gegen unsere Völker!

Verhindert die Invasion Iraks!

Bush-Brand kann zum Weltbrand werden.

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