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26.08.2011


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Antikriegstag 2011

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An die Presse, 26. August 2011

Antikriegstag: Afghanistankrieg und Rüstungsexporte beenden!

Netzwerk Friedenskooperative

150 Veranstaltungen zum Antikriegstag
Afghanistankrieg und Rüstungsexporte beenden!
Solidarität mit den Freiheitsaufständen in der arabischen Welt


Mit etwa 150 Veranstaltungen erinnern Gewerkschaften und Friedensgruppen zum Antikriegstag an den deutschen Überfall auf Polen am 1. September vor 72 Jahren, mit dem ein "Vernichtungskrieg ohne Beispiel" begann.

Die Aktionen wenden sich gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr und fordern "Truppen raus aus Afghanistan", einen Verhandlungsprozess und zivile Hilfe. Zur internationalen Regierungskonferenz Anfang Dezember in Bonn (,Petersberg II") sind unter dem Motto "Sie reden vom Frieden - sie führen Krieg" umfangreiche Protestaktionen geplant (siehe www.afghanistanprotest.de).

Vor allem auch gegen die deutschen Rüstungsexporte und die geplante Lieferung von 200 Kampfpanzern Leopard 2 an das saudi-arabische Regime wird protestiert: "Panzer und Waffenfabriken für despotische Regime sind die skandalöse Antwort der Bundesregierung auf die Freiheitsbewegungen im arabischen Raum. Und das Pulverfass Naher und Mittlerer Osten wird weiter gefüllt", erklärt das Netzwerk Friedenskooperative. Die "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel" sammelt zum Antikriegstag Unterschriften, dies im Grundgesetz zu unterbinden. Jürgen Grässlin, Mitinitiator der Aktion, wird am 1.9. mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.

Der Sturz des noch kürzlich umworbenen Gaddafi-Regimes mit massiver Hilfe durch die NATO zeige erneut, wie Kriege kaum verhüllt durch den Deckmantel der "humanitären Intervention" aus wirtschaftlichen Interessen geführt würden, kritisiert die Friedenskooperative. Netzwerk-Geschäftsführer Manfred Stenner: "Unser öffentlicher Protest gegen die brutale Niederschlagung von Freiheitsbewegungen durch despotische Regimes z.B. in Syrien, Bahrein oder Jemen ist für die betroffene Bevölkerung wichtig - NATO-Bomben nach selektivem Ermessen nicht."

Viele der örtlichen Veranstaltungen befassen sich mit den Veränderungen in Nordafrika und den arabischen Ländern, kritisieren die Doppelmoral der westlichen Staaten und deren weitere Stützung "befreundeter" Despoten.

Weitere Themen der Friedensgottesdienste, Mahnwachen, Friedensfeste, Diskussionsveranstaltungen und Demonstrationen im Umfeld des 1. September sind der Widerstand gegen neofaschistische und rechtsradikale Umtriebe, die Kritik an der nach Aussetzung der Wehrpflicht weiter zunehmenden Werbung der Bundeswehr in Schulen und im öffentlichen Raum, die Forderung nach Abzug der verbliebenen US- amerikanischen Atombomben und eine Friedenslösung für den Nahostkonflikt.

Manfred Stenner (Geschäftsführer des Netzwerks Friedenskooperative)



P.S.: Unter
http://www.friedenskooperative.de/akt11ter.htm sind die Termine der Antikriegstagsveranstaltungen verzeichnet. Auch Aufrufe der örtlichen Veranstalter und Reden bei den Kundgebungen dokumentiert das Netzwerk.

Zum Thema Panzerexport nach Saudi-Arabien ist ein Flugblatt unter
http://www.friedenskooperative.de/panzer.pdf abrufbar.

Ebenfalls über die website
http://www.friedenskooperative.de sind mit den Dossiers der "Kooperation für den Frieden" zu Afghanistan und zum Nahost-Konflikt umfangreiche Vorschläge für die zivile Konfliktbearbeitung veröffentlicht.



E-Mail: friekoop (at) bonn (Punkt) comlink (Punkt) org

Website: www.friedenskooperative.de
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