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31.08.2012


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Antikriegstag 2012

 Pressemitteilungen

Netzwerk Friedenskooperative

Friedensgruppen machen mobil gegen Panzerexporte

Antikriegstag/Weltfriedenstag 2012

Rüstungsexporte, der drohende Krieg im Nahen und Mittleren Osten und der Widerstand gegen Neonazi-Aufmärsche prägen die Aktionen zum Antikriegstag.

Gewerkschaften und Friedensgruppen erinnern zum 1. September an den Beginn des 2. Weltkriegs vor 73 Jahren, protestieren gegen deutsche Rüstungsexporte und neonazistische Gewalt und fordern zivile Konfliktbearbeitung statt militärischer Interventionen.

Nach Angaben des Netzwerks Friedenskooperative finden mehr als 180 Veranstaltungen statt. Dabei wird auch vor Rüstungskonzernen gegen die geplanten Lieferungen von Leopard 2-Panzern und die Waffenexporte in Krisengebiete und an autoritäre Regime demonstriert.

Eine Liste der Aktionen findet sich unter
http://www.friedenskooperative.de/netzwerk/akt12ter.htm.

"Der Panzerdeal mit Saudi-Arabien und Katar ist Teil der Aufrüstung sunnitisch-wahabistischer Regime für einen künftigen Krieg gegen den schiitisch geprägten Iran. Die Bundesregierung zündelt am Pulverfass Naher und Mittlerer Osten", erklärt Netzwerk-Geschäftsführer Manfred Stenner.

Saudi-Arabien und Katar seien mit der Bewaffnung der "Freien syrischen Armee" die treibenden Kräfte bei der Eskalation des von allen Seiten brutal geführten Bürgerkriegs in Syrien.

Wie in Libyen könnten westliche Staaten bald völkerrechtswidrig militärisch eingreifen, um den Verbündeten Irans zu stürzen.

Stenner: "Nur scheinbar absurd: NATO-Staaten würden dabei Seit an Seit mit Al-Qaida-Kämpfern und Salafisten agieren." Es drohe in Syrien ein langer blutiger Krieg, der schließlich in eine Teilung des Landes entlang ethnischer und religiöser Linien (Kurden, Alawiten, Sunniten) münden könnte und sich schon jetzt auf den Libanon ausweite.

Wie UN-Generalsekretär Ban Ki Moon befürchten Friedensorganisationen, dass der Krieg der Worte zwischen Israel und Iran bald in einen realen Krieg münden könnte. Statt sehenden Auges u.a. durch die Rüstungsexporte einen verheerenden Krieg in der ganzen Region zu befördern, müsste sich die Bundesregierung nach Ansicht der Friedensgruppen massiv für politischen Ausgleich und eine Konferenz für Frieden im Nahen und Mittleren Osten einsetzen, die auch über eine Atomwaffenfreie Zone in der Region verhandeln solle.

Manfred Stenner (Geschäftsführer des Netzwerks Friedenskooperative)



E-Mail: friekoop (at) bonn (Punkt) comlink (Punkt) org

Website: www.friedenskooperative.de
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