Hiroshima- und Nagasaki-Tag 2003


vom:
31.07.2003

update:
05.08.2003


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Hiroshima- und Nagasaki-Tag 2003

 Echo/Presse

Pressesplitter Hiroshima-Tag 2003 - Vorfeldberichterstattung

div. Zeitungen

30.08.03

WAZ Hiroshima-Tag: Friedenskreis bastelt Kraniche

01.04.03

zdf-online Brandstiftung im Friedenspark von Hiroshima?

04.08.03

NRZ Friedenslichter für Hiroshima

05.08.03

WR "Hiroshima darf sich nie mehr wiederholen"



Quelle: WAZ, lokales, 30.07.03

Hiroshima-Tag: Friedenskreis bastelt Kraniche

Mit einem Info-Stand auf dem Lambertusplatz beteiligt sich der Friedenskreis Castrop-Rauxel am Samstag, 2. August, an den Aktionen zum "Hiroshima-Tag".

Kinder und Erwachsene sind von 10 bis 12 Uhr aufgerufen, Kraniche aus Papier zu falten, damit an die Opfer des Atombomben-Abwurfs zu erinnern und die immer noch aktuelle Forderung nach weltweiter Ächtung von Atomwaffen zu unterstützen.

"Das Falten der Origami-Kraniche ist weltweit zum Symbol für eine Welt ohne Atemwaffen geworden", so der Friedenskreis. Am Info-Stand gibt es eine Origami-Anleitung mit der Geschichte von den Kranichen und dem japanischen Mädchen Sadako.

Der Abwurf der ersten amerikanischen Atombombe über der japanischen Stadt Hiroshima am 6. August 1945 forderte mindestens 100.000 unmittelbare Todesopfer.



zdf-online.de 01.08.03

Brandstiftung im Friedenspark von Hiroshima?

140.000 Papierkraniche zur Erinnerung an Atombombe verbrannt

Etwa 140.000 Papierkraniche, die an die Opfer der Atombombe von Hiroshima erinnern sollten, sind einem Feuer zum Opfer gefallen. Vermutlich habe ein Brandstifter das Feuer an der Gedenkstätte der Kinder im Friedenspark in der japanischen Stadt gelegt, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. Passanten hätten den Brand am Morgen entdeckt.

Medienberichten zufolge nahm eine Überwachungskamera drei junge Männer auf, kurz bevor das Feuer ausbrach. Die Kamera war installiert worden, nachdem es im Februar vergangenen Jahres bereits schon einmal an der Gedenkstätte gebrannt hatte.

Brauch geht auf kleines Mädchen zurück

Der Brauch, mit Papierkranichen an die Toten des Atombombenabwurfs zu erinnern, geht auf das Mädchen Sadako Sasaki zurück. Sadako war zwei Jahre alt, als die USA am 6. August 1945 die tödliche Bombe abwarfen und erkrankte später an Blutkrebs. Das Mädchen faltete unermüdlich Kraniche aus Papier gemäß dem japanischen Volksglauben, dass bei tausend Papiervögeln ein Wunsch in Erfüllung geht.

Sadakos Wunsch erfüllte sich nicht: Nach neun Monaten im Krankenhaus starb sie. 1958 wurde das Monument zu ihren Ehren in dem Park errichtet. Seither bringen Besucher aus dem In- und Ausland Papierkraniche zu der Stätte. Die Atombombe tötete in Hiroshima rund 200.000 Menschen.

Mit Material von dpa



Quelle: NRZ, 04. August 2003

Friedenslichter für Hiroshima

AKTION / Zum Gedenken an die Atombombenopfer lädt die GEW auf den Friedensplatz ein.

Tausende Menschen fielen den Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki zu Opfer. Die Oberhausener Friedensinitiative und das Bündnis für den Frieden wollen am Mittwoch, 6. August, an die grausamen Folgen der Bombardierung erinnern: Ab 21 Uhr rufen sie die Bürger auf, am Brunnen auf dem Friedensplatz schwimmende Kerzen zum Gedenken an die Opfer anzuzünden - ein Symbol für die vielen Menschen, die im kühlenden Wasser des Meeres Rettung vor dem Feuer suchten. Cornelia Schiemanowski von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hält die Ansprache.

In Japan und auf der ganzen Welt rufen an diesem Tag Initiativen zu Festen der tausend Lichter auf. Überlebende von Hiroshima und Nagasaki haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschheit vor den Folgen der Atombomben zu warnen. Die Oberhausener Veranstalter wollen diese Bemühungen unterstützen.

Während der Veranstaltung werden kleine Papierkraniche gefaltet. Sie werden dann zum Mahnmal der Kinder in Hiroshima geschickt. Dort hängen sie als Girlanden und werden dann in die Welt geschickt als Mahner für den Frieden.

Der Papierkranich - ursprünglich ein altes japanisches Symbol - bekam zusätzliche Bedeutung durch ein leukämiekrankes Mädchen, das hoffte, seine Krankheit durch das Falten von 1000 dieser Papiertiere zu besiegen. Als sie zu schließlich schwach wurde, halfen ihr andere Kinder beim Falten. Das Mädchen Sadako starb im Oktober 1955, als sie erst 665 Papier-Kraniche gefaltet hatte.



Quelle: Westfälische Rundschau, 05.08.03

"Hiroshima darf sich nie mehr wiederholen"

Hagen. (Sch.) Die Apokalypse jährt sich ihrem 58. Jahrestag: Am 6. August 1945 zündeten die US-Amerikanischen Streitkräfte die erste Atombombe über der japanische Stadt Hiroshima.

Damit nicht genug: Weniger Tage später brach der atomare Sturm auch über Nagasaki herein - Hundertausende starben in beiden Städten.

An diese unfassbaren Tragödien erinnert seit gestern ein Plakat, dass Mitglieder der Hagener Gruppe "Ärzte gegen den Atomtod" für zehn Tage am Wasserlosen Tal aufhängten. "Als Mahnung vor Atomkriegen", sagen die Ärzte Dieter Buchholz, Claudia Fibahn-Rehm und Johann-Christopher Specht. "Doch selbst heute, mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Abwürfen ist die Umwelt radiokativ versucht", erläutert Johann-Christopher Specht.

Gelernt hätten die Verantwortlichen bis heute noch nichts. "Weltweit gibt es mehr als 40.000 Atomwaffen." Neben Atomwaffen prangern die "Ärzte gegen den Atomtod" auch die Gefahren an, die ihrer Meinung nach von Atomkraftwerken ausgehen. "Tschernobyl ist dafür das traurigste Beispiel." Dieter Buchholz und Johann- Christopher Specht waren vor Ort, haben das unendliche Leiden Ungezählter mit eigenen Augen gesehen. Fast 20 Jahre nach diesem Supergau sterben immer noch Menschen an Krebs. "Viele leiden wie bei AIDS an Immunschwächen und sterben beispielsweise an einer einfachen Grippe."

Kommt es erst einmal zur Katastrophe, ist die Umwelt für unvorstellbar lange Zeit radioaktiv versucht. "Die Halbwertzeit für das Supergift Plutonium beträgt 23.800 Jahre", mahnen die Ätzte.

Die Gefahr atomarer Verseuchung werde heutzutage zu sehr unterschätzt. "Schützen kann man sich nur dadurch, dass Atomwaffen verschrottet und Atomkraftwerke vom Netz genommen werden. Es gibt unweltfreund- liche- und verträgliche Alternativen zu AKWs", finden die Mediziner.



E-Mail: friekoop@bonn.comlink.org

Website: www.friedenskooperative.de
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