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Hiroshima- und Nagasaki-Tag 2004


vom:
13.07.2004


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Hiroshima- und Nagasaki-Tag 2004:

  Aufrufe, Stellungnahmen

Veranstaltungstage vom 6. -9 August 2004

Gewaltfreie Aktiongruppe DÜNE

Vor mehr als 50 Jahren löschten US-amerikanische Atombomben die japanischen Städte Hiroshima am 6. und Nagasaki am 9. August 1945 aus. Friedensgruppen in aller Welt führen. seitdem in diesem Zeitraum Veranstaltungen gegen Krieg und Unrecht durch. Die DÜNE schließt sich dem auch in diesem Jahr an.

Die Industriestaaten und ihre Bewohner sind an Armut, Hunger und Not in der Welt beteiligt, weil:

 unser Raubbau an der Natur zu wetterbedingten Katastrophen führt,

 unser Export von Waffen erst Kriege und Bürgerkriege in der Dritten Welt ermöglicht,

 unsere Erbarmungslosigkeit gegenüber Flüchtlingen diese Menschen zurück in ihren Hunger und ihre Not, zum Teil auch in ihren Tod schickt,

 unser Wirtschaftssystem zu steigender Verschuldung der wirtschaftlich von uns abhängigen Staaten führt.

Diese Einstellung der Industrieländer führte zu dem völkerrechtswidrigem Irakkrieg. An diesem Krieg war die Bundesrepublik durch eine Vielzahl von unterstützenden Aktionen beteiligt (z.B. Spürpanzer in Kuweit, AWACs-Flugzeuge, Freigabe des Luftraums für US-Kampfflugzeuge, die Bewachung der US-Kasernen, usw.). Dies geschah, obwohl das Grundgesetz jede Teilhabe an einem Angriffskrieg verbietet.

Seit 1994 fahren Ziwis aus den Diözesen Limburg, Mainz und Trier zu mehrwöchige Workcamps in Flüchtlingslagern auf dem Balkan. Nach Einsätzen in Kroatien und Bosnien werden sie in diesem Jahr zum dritten Mal in zvei Lagern in Serbien tätig sein. Sie gestalten die Freizeit für Kinder und Jugendliche, leisten humanitäre Hilfe, versuchen den tristen Lageralltag etwas aufzulockern.

Alois Bauer hat diese Einsätze mehrmals begleitet und wird am
1. Veranstaltungstag über seine Erfahrungen berichten.

Am
2. Veranstaltungstag wollen wir über verschiedene Möglichkeiten der Friedensarbeit sprechen, beginnend mit einem kleinen Rückblick auf die Weimarer Republik. Wir werden Schriften von Tucholsky und Brecht vorlesen oder vorspielen. Aus der Nazizeit wird der Anschlag auf Hitler 1939 im Bürgerbräukeller vorgestellt. Aus unserer Zeit gibt es einen Rückblick auf die großen Bonner Friedensdemonstrationen und die Friedensmärsche, zum Beispiel Mir Sada in Ex-Jugoslawien. Eine weitere Möglichkeit wird beispielhaft durch den Kriegssteuerboykott erläutert. Die August-Version von "Friederikes Wi(e)dersprüche" von der Hörfunkgruppe der DÜNE folgt. Den Bogen werden wir schließen durch eine Einführung in den am 3. Veranstaltungstag gezeigten Film.

Am
3. Veranstaltungstag zeigen wir den Film "Im Westen nicht Neues" aus dem Jahre 1930 in rekonstruierter Fassung, die weitgehend dem Original entspricht. Er zeigt das Schicksal des jungen Paul Bäumler im Grauen des 1 Weltkrieges, seine Konflikte und Ängste und schließlich seinen banalen Tod kurz vor Kriegsende. Der Film nach dem Roman von Erich Maria Remarque gilt als der bedeutendste und ehrlichste Antikriegsfilm der USA und dauert etwa 135 Minuten.

In der Bundesrepublik wächst der private Reichtum bei "leeren"öffentlichen Kassen. Mehr als 4 Millionen Menschen sind erwerbslos. Mit der Agenda 2010 werden die Leistungen der Arbeitslosenversicherung nochmals drastisch zusammengestrichen. Das Arbeitsamt verspricht schnellere Vermittlung. Vermittlung wohin? "Working poor" wie in den USA? Gibt es auch nur den Ansatz von Alternativen? Um diese Themen geht es am
4. Veranstaltungstag.

Schwerpunkte der DÜNE

Im Rahmen der kleinen Gruppe, die die Gewaltfreie Aktionsgruppe DÜNE heute ist, beteiligen wir uns an Friedensaktivitäten anderer Gruppen. Wir unterstützen dabei auch Aufrufe und Blockaden, soweit uns das möglich ist. Da wir uns weigern fürss Militär Steuern zu bezahlen, stehen wir mit dem Finanzamt in ständiger Diskussion.

Unter dem Namen "Friederike und Anton - die Hörfunkproduktion der Gewaltfreien Aktionsgruppe DÜNE" produzieren wir monatlich ein friedenspolitisches Gespräch von etwa acht Minuten Länge für lokale nichtkommerzielle Radiosender. Wir wollen dabei informativ und interessant sein, aber kein Infotainment produzieren. Wir bemühen uns ständig, weitere Sender für diese kleine Sendung zu interessieren, die zur Zeit noch monatlich kostenlos abgegeben wird. In Düsseldorf wird sie von der Radiowerkstatt Bilk im Bürgerfunk über Antenne Düsseldorf (104,2 Mhz) gesendet.

Die Tradition der Veranstaltungstage, die seit mehr als zehn Jahren auf die Tage der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Fallen - eine weltweite Tradition -, führen wir fort. Dabei ist uns auch wichtig, dass wir "vergessene" Probleme der Menschheit unseren Zuhörern zugänglich machen.



Veranstaltungstage vom 6.-9. August 2004

  6. August - 18.30 Uhr, Franziskanerkloster
Gehversuche - Friedensschritte
Zivis für Kinder in Serbien
Referent: Alois Bauer, Pax Christi Mainz

  7. August - 16.30 Uhr, Markuskirche
Kleine Schritte zum Frieden
Friedensarbeit - was`n das?
Referent: Klaus Hecker, Mainz

  8. August - 16.30 Uhr, Markuskirche
Im Westen nicht Neues
Antikriegsfilm von 1930 nach dem Roman von Erich Maria Remarque

  9. August - 18.30 Uhr Franziskanerkloster
"Arm" in einem reichen Land
Sozialabbau am Beispiel Arbeitsloser in der BRD
Referentin: Ursula Löw, Düsseldorf



Die Veranstaltungen finden mit anschließender Diskussion an den folgenden Orten statt:

  Gemeindehaus der Markuskirche, Düsseldorf-Vennhausen, Sandträgerweg 101 (Buslinien 721, 722 und 736 "In den Kötten")

  Saal des Franziskanerklosters, Oststraße/Seiteneingang Immermannstraße



Am 6. August findet eine Mahnwache vor dem Hauptbahnhof (Konrad-Adenauer-Platz) von 16 bis 18 Uhr statt: "Nie wieder Hiroshima - Atomwaffen abschaffen!"



Die Gewaltfreie Aktionsgruppe DÜNE besteht seit mehr als 15 Jahren. Wenn wir auch zur Zeit eine sehr kleine Gruppe sind, wollen wir uns gemeinsam unter gewaltfreien Grundsätzen dafür einsetzen, dass die Welt wieder etwas friedlicher und menschlicher wird. Gewaltfreiheit bedeutet für uns, Konflikte konstruktiv und in Achtung vor dem Anderen zu lösen, so dass die Menschenwürde und die körperliche Unversehrtheit anderer Menschen nicht angetastet werden. Dagegen ist jede Anwendung militärischer Gewalt und jeder Krieg ein Verbrechen.

Kontaktadresse der DÜNE:

Ursula Löw, Kopernikusstr.53, 40225 Düsseldorf, Tel: 0211/346206, email:
01725772637@vodafone.de

In Kooperation mit:

Menschen für den Frieden
Dreherstr. 193, 40625 Düsseldorf
Tel: 0211/234908 fax: 0211/ 2304661
http://www.antikriegsbuendnis-duesseldorf.de

Ökumenisches Friedensnetz Düsseldorfer Christinnen und Christen
c/o P. Bürger, Kiefernstr.33, 40233 Düsseldorf
Mali:
post@oekumenisches-friedensnetz.de
http://www.ofcd.de

Pax Christi - Gruppe Düsseldorf
Kontakt: Dr. Ulrich Decking
Nievenheimer Str. 97, 40221 Düsseldorf
Tel.: 0211/763397
email:
ulrich.decking@t-online.de



E-Mail:   01725772637@vodafone.de


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