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Hiroshima- und Nagasaki-Tag 2004


vom:
05.08.1994


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Presseerklärung, 5. August 2004

Friedensaktionen zum Hiroshimatag: Weiterverbreitung durch Abschaffung aller Atomwaffen verhindern

Netzwerk Friedenskooperative

In zahlreichen Städten erinnern Friedensinitiativen an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 59 Jahren und fordern einen verbindlichen Zeitplan zur Abschaffung aller Atomwaffen. Ein Meilenstein dahin könnte die Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags (NPT) im Mai 2005 werden. Friedensorganisationen und die internationale Organisation "Mayors for Peace" (Bürgermeister für den Frieden) rufen dazu im Vorfeld zu einem weltweiten Jahr des Gedenkens und der Aktionen für eine atomwaffenfreie Welt auf. (siehe auch: http://www.atomwaffenfrei.de und die neue "Lexikon"-Seite: http://www.AtomwaffenA-Z.info)

Die Friedensbewegung macht immer wieder darauf aufmerksam, dass die Gefahr atomar geführter Kriege seit dem Ende des Kalten Krieges stark verdrängt wird. Insbesondere die verbliebene Supermacht USA vertritt offen die Doktrin nuklearer Erstschläge auch auf Staaten ohne eigene Atomwaffen und senkt mit der Entwicklung von bunkerbrechenden "Mini-Nukes" und dem geplanten Raketen-Schutzschirm die Einsatzschwelle. "Noch nie war die Gefahr (eines Atomkrieges) so groß wie heute. Ein Atomkrieg rückt näher, wenn wir uns nicht auf ein neues internationales Kontrollsystem besinnen", sagt der Chefwaffeninspekteur der IAEO Mohammed al-Baradei.

Alle atomwaffenbesitzenden Staaten werden kritisiert, ihre im Atomwaffensperrvertrag eingegangenen Verpflichtungen zu atomaren Abrüstungsverhandlungen zu verletzen und damit auch der Weiterverbreitung von Atomwaffen Vorschub zu leisten. Das Netzwerk Friedenskooperative erinnert an die "neuen" Atommächte Israel, Indien und Pakistan sowie die realistischen Befürchtungen um atomare Programme von Nordkorea und Iran. Chancen für die Eindämmung sehen Friedensorganisationen in der Bereitschaft zu allgemeiner nuklearer Abrüstung, einer "Atomwaffenkonvention" nach dem Vorbild der Chemiewaffenkonvention und dem Beginn der Einrichtung atomwaffenfreier Zonen - am dringendsten im Nahen Osten, wo Bestrebungen nach einer "arabischen" oder "islamischen" Bombe oft mit Israels Atombomben gerechtfertigt werden.

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Hiroshima- und Nagasaki-Tag 2004
Bei uns anfangen!

Die deutsche Bundesregierung ist aufgefordert, durch die Beendigung der "nuklearen Teilhabe" an den US-Atombomben im Luftwaffenstandort Büchel ein eigenes positives Zeichen zu setzen und alle verbliebenen ca. 65 Atombomben von deutschem Boden zu verbannen.

In Japan und auf der ganzen Welt rufen zu den Hiroshima- und Nagasakitagen am 6. und 9. August Initiativen zu Gedenkfeiern für die mehr als 200.000 Opfer und Aktionen gegen Atomwaffen auf. Oft werden bei den Mahnwachen, Informationsständen und Kundgebungen nach einer Tradition der Kinder von Hiroshima kleine Papierkraniche gefaltet. Am Atombomben-Fliegerhorst Büchel in der Eifel findet am 6. August eine Nacht-Wache statt. Auch an "zivilen" Atomstandorten wie Brokdorf und Gundremmingen fordern Initiativen den Ausstieg aus ziviler und militärischer Nukleartechnik. In Köln wird am 7. August offiziell der vom Kölner Friedensforum initiierte "Hiroshima/Nagasaki-Park" eingeweiht. In Genf findet eine "Antinuclear" Demonstration zur dort tagenden Abrüstungskonferenz statt. Veranstaltungen und Gedenkfeiern finden in der Bundesrepublik auch statt u.a. in Berlin, Bochum, Bonn, Braunschweig, Bremen, Darmstadt, Dortmund, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt, Fürth, Gammertingen, Hamburg, Hannover (Partnerstadt von Hiroshina), Heilbronn, Karlsruhe, Kassel, Kiel, Köln, Mannheim, München, Nürnberg, Oberhausen, Oldenburg, Regensburg, Saarbrücken, Schwäbisch Gmünd und Wedel.

Liste von Veranstaltungen siehe:
http://www.friedenskooperative.de/hir04ter.htm.

Manfred Stenner (Geschäftsführer des Netzwerk Friedenskooperative)



E-Mail:   friekoop@bonn.comlink.org
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