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Hiroshima- und Nagasaki-Tag 2004


vom:
05.08.2004


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Presseinformation: Weltweite Kampagne für die Abschaffung aller Atomwaffen gestartet

59. Hiroshima-Gedenktag: IPPNW fordert Atomwaffen-Verbot

IPPNW

Berlin, den 04.08.2004: Am Freitag den 6. August, jährt sich zum 59. Mal der Atombombenabwurf auf Hiroshima. In Gedenken an die über 200.000 Opfer ruft die IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges) gemeinsam mit der Organisation Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden) zu einem weltweiten Jahr des Gedenkens und der Aktionen für eine atomwaffenfreie Welt auf. Die internationale Abrüstungskampagne hat eine atomwaffen-freie Welt bis zum Jahr 2020 zum Ziel. "Wir sehen es als Pflicht an, die Völker zum Widerstand gegen die fortdauernde nukleare Bedrohung aufzurufen", sagt Prof. Horst-Eberhard Richter, Ehrenvorstandsmitglied der IPPNW.

Bürgermeister, Nichtregierungsorganisationen und Bürger werden sich im nächsten Jahr in die festgefahrenen Abrüstungsverhandlungen bei den Vereinten Nationen einmischen. Die Forderungen: Die verbindliche Vereinbarung eines Zeitplans für die Abschaffung aller Atomwaffen bei der Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages im Mai 2005, der Abschluss einer Atomwaffenkonvention auf der Konferenz 2010 (ähnlich der Chemiewaffenkonvention) und eine atomwaffenfreie Welt bis 2020.

Im Falle eines Atomangriffs oder eines terroristischen Anschlags mit Atombomben sind die kommunalen Katastrophenschutzpläne nutzlos. Einzig ein vollständiges und überprüfbares Verbot von Atomwaffen kann die Bürger und Bürgerinnen vor diesen nuklearen Gefahren schützen und die Weiterverbreitung von atomaren Materialien verhindern. Aber: "Die Atomwaffen-besitzenden Länder weigern sich gegen die Einhaltung ihrer Verpflichtung aus dem Atomwaffensperrvertrag von 1979, Verhandlungen mit dem Ziel einer allgemeinen und vollständigen atomaren Abrüstung unter strenger Kontrolle einzuleiten", sagt Richter.

Weltweit gibt es noch 30.000 Atomwaffen. Knapp siebentausend werden in ständiger Einsatzbereitschaft gehalten. Die Atommächte entwickeln gar neue Atomwaffen und planen, sie auch gegen Nicht-Atomwaffenstaaten einzusetzen. Auch Deutschland ist an Atomwaffen beteiligt: In Deutschland lagern noch circa 65 US-Atombomben. Im Ernstfall kann die deutsche Luftwaffe diese Bomben unter amerikanischem Befehl einsetzen ("nukleare Teilhabe"). Im Luftwaffenstandort Büchel werden deutsche Soldaten für diesen Einsatz ausgebildet.

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Hiroshima- und Nagasaki-Tag 2004
"Die Menschheit darf die Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki nicht vergessen. Atomwaffen müssen von den Vereinten Nationen verboten werden", sagt Prof. Ulrich Gottstein, Ehrenvorstandsmitglied der IPPNW. Auch die deutsche Regierung ist gefordert. Deutschland muss atomwaffenfrei werden. Das wäre ein international vielbeachtetes Abrüstungssignal.

Mehr zur Kampagne finden Sie unter
http://www.atomwaffenfrei.de.



Pressekontakt: Dr. Ute Watermann, Tel.: 030/698074 - 0 oder -14

Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, Tel.: 030/698074-0, Fax: 030/6938166

E-Mail:   ippnw@ippnw.de
Internet: http://www.ippnw.de
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