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Hiroshima- und Nagasaki-Tag 2004


vom:
16.08.2004


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Hiroshima- und Nagasaki-Tag 2004:

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Grußbotschaft von Satoru Konishi (Assistant Secretary General) von Nihon Hidankyo, zur Einweihung des Hiroshima-Nagasaki-Parks, 7.8.2004, Köln

Grüße von den Überlebenden
Hiroshima = Nagasakis
An die Bürger der Stadt Köln


Nihon Hidankyo (Jap. Verband der Atombombenopfer)

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Bürger der Stadt Köln,

es ist uns eine große Freude, Euch mitten in der Gedenkwoche für Hiroshima = Nagasaki geschwisterlich begrüßen zu dürfen, und zwar zur heutigen Einweihung des neuen Friedensparks im Herzen der Stadt, der durch seinen Namen mit unseren Heimatstädten Hiroshima und Nagasaki fest verbunden ist.

"Hiroshima = Nagasaki" - dieser Doppelname war eigentlich die Benennung der abscheulichsten Mißgeburt des menschlichen Aberwitzes und der Technik atomarer Zerstörung, die ihrer äußersten Grausamkeit wegen niemals in der menschlichen Welt hätte sein sollen und nie in der Zukunft wieder angewandt werden sollte.

Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki waren das größte Kriegsverbrechen in der menschlichen Geschichte, zwei kleine primitivste Atombomben haben die beiden Städte zur Hölle gemacht.

Die Leute waren ihrer Menschenwürde beraubt, die Getöteten sowie die Überlebenden, was zur Natur der Kernwaffen, der teuflischen Ausrottungsmittel, gehört.

"Hiroshima = Nagasaki" ist jedoch heute gleichzeitig zum Symbol der Hoffnung auf eine friedliche Zukunft geworden, durch ihre ununterbrochene Mahnung vor der Drohung eines zweiten Atomkrieges, der mit Sicherheit die Menschheit zur totalen Ausrottung bringen würde.

"Nie wieder Hiroshima!", "Nie wieder Nagasaki!", "Nie wieder Hibakusha!" - das sind Rufe der Atombetroffenen und Wünsche der Atomgetöteten, deren Überreste heute noch in der Erde der beiden Städte ohne Totenfeier verstreut liegen.

An "Hiroshima = Nagasaki" muß ohne Verdeckung ihrer dunklen Seite immer wieder erinnert werden, und gerade heute, wo die absolute Mehrheit der Weltbevölkerung kaum eine Ahnung zu haben scheint, wie fürchterlich die Folgen eines dritten Einsatzes der Kernwaffen sein würden, zumal die Drohung eines solchen Einsatzes in den letzten Jahren durch Bushs Kernwaffenstrategie "NPR" aufs Äußerste wächst.

In diesem Zusammenhang wollen wir zu Eurer Arbeit, diesen schönen Friedenspark am angebrachtesten Platz eingerichtet zu haben, unsere Hochachtung aussprechen.

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Hiroshima- und Nagasaki-Tag 2004
Lasst uns hier anführen die letzte Strophe aus dem Gedicht "6. August" von dem von uns geschiedenen

Dichter Toge:

Wer könnte vergessen diese Wünsche, die aus den grauen
Augenhöhlen der geliebten Frauen und der geliebten Kinder,
Die nimmer mehr zurückkamen,
Uns die Seele zerspaltend ins Innere hineindrangen?



Liebe Freundinnen und Freunde,

liebe Bürger von Köln,

wir wollen uns fest verbunden bleiben für immer.
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