60 Jahre
Hiroshima


 voriger

 nächster

Hiroshima- und Nagasaki-Tag 2005

 Aufrufe, Stellungnahmen

60 Jahre Hiroshima - Nagasaki, Aktionstag der Berliner Friedensbewegung

60 Jahre Hiroshima - 6. August 1945; 60 Jahre Nagasaki - 9. August 1945

Berliner Friedensbewegung

Eine Welt gestalten, frei von Atomwaffen

Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki waren das menschenverachtende Finale des 2. Weltkrieges und wurden zugleich zum opferreichen Einstieg in die atomare Schreckensherrschaft des Kalten Krieges. Selbst heute, lange nachseinem Ende, reicht die Sprengkraft der verbliebenen 28.000 Atomwaffen aus, alles Leben auf dieser Welt auszulöschen.

Zwei Generationen nach ihrem ersten Einsatz erhält die Bedrohung durch Atomwaffen eine neue Qualität: Immer mehr Staaten streben nach einfachen Atomwaffen als Faustpfand ihrer Macht. Zugleich plant die Atomwaffenmacht USA eine neue Generation Atomwaffen, deren Folgen angeblich kontrollierbar sein sollen.Es droht die Hemmschwelle des Einsatzes von Atomwaffen drastisch zu sinken.

Statt ihre endgültige Verschrottung erleben wir die weitere AufundUmrüstung der Atomwaffen. Sie drohen in das Zentrum von immer mehr Konflikten zu rücken, wenn militärisch-machtpolitische Interessen und ein sich über Menschenrechte stellen der Liberalismus weiterhin die internationalen Beziehungen bestimmt. Die vertragliche Grundlage der Nichtverbreitung, der Atomwaffensperrvertrag, ist bereits in Frage gestellt. Sein Grundkonsens, wonach keiner nach Atomwaffen greift und ihre Besitzer sie abrüsten, wird nicht mehr geteilt.

Atomwaffen abzurüsten ist nicht nur eine Sache ihrer "legalen" Besitzer. Auch die deutsche Regierung kann durch die Ablehnung der militärischen und politischen Rolle der Atomwaffen für die NATO, ihres angedrohten Ersteinsatzes und der Unterlassung, Bundeswehrsoldaten ihren Gebrauch zu trainieren, einen wesentlichen Beitrag zur weltweiten Abrüstung leisten.

Atomwaffen sind eine Missachtung unserer elementarsten Menschenrechte. Sie ignorieren unser Recht auf unversehrtes Leben und verknechten uns, wenn wir uns ihrer falschen Sicherheit unterwerfen. Wollen wir eine für alle frei gestaltbare Zukunft, müssen wir die Atomwaffen beseitigen.

Die 60. Jahrestage der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki mahnen uns nachdrücklich, wie alle Opfer des Atomzeitalters, uns von militärischer Eskalation und Rüstung abzuwenden. Auf der Grundlage von Multilateralismus, Achtung der Menschenrechte, Demokratie und nachhaltiger Entwicklung fordern wir eine Kultur des Friedens, die Sicherheit, Gesundheit und soziale Gerechtigkeit für alle bringt.

Atomwaffen abrüsten - in Deutschland anfangen!

Solange Atomwaffen existieren, kann weder ihre Weiterverbreitung noch ein absichtlicher oder versehentlicher Einsatz wirksam verhindert werden. Ein deutscher Beitrag für eine atomwaffenfreie Welt ist daher von höchster Bedeutung. Am 6. August startet ein Appell an die neu gewählte Bundesregierung, die deutsche Teilhabe an US-Atomwaffen zu beenden.
Mehr unter:
http://www.atomwaffenfrei.de

Programm 6. August 2005

10 Uhr:

"Aus den Schatten von Hiroshima zur Zukunft mit Sonnenergie"
Eine Fahnen- und Musikinstallation. Heilig-Kreuz-Kirche, Kreuzberg; Pfr. Jürgen Quandt - Dr. Ing. Brigitte; Schmidt - Dr. Seltsam

11 Uhr:

Friedensglocke zur Erinnerung und Mahnung an der japanischen Friedensglocke, Volkspark Friedrichshain (Großer Teich)

13 Uhr:

"Target Berlin: Zielscheibe für Atomwaffen", Street-Action der Medizinstudierenden der IPPNW, Alexanderplatz

21 Uhr:

bis Mitternacht "Nacht der 100.000 Kerzen", Gedenken auf dem Breitscheidplatz, Kerzen erhalten SIe für eine Spende vor Ort. Ausstellungen - Aktionen - Kunst - Filme - Lesungen - Informationen - Redebeiträge - Musik

22 Uhr:

Hiroshimakonzert (Benefiz), Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Werke von Bach, Schubert, Schostakovitsch - Bischof Wolfgang Huber - Professor Dr. Ulrich Gottstein, IPPNW - Chihoko Nakata - Alban Gerhardt - Ensemble Incendo

Die Mitveranstalter



Bürgermeister für den Frieden ("Mayers for Peace")



Deutsche Sektion des Europäischen Friedensforums



Deutscher Friedensrat e.V.



Deutsch-Japanisches Friedensforum Berlin e.V.



Friedensglockengesellschaft Berlin e.V.



Friedensinitiative Zehlendorf e.V.



Gruppen der Berliner Friedenskoordination



Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung




Kontakt: IPPNW, Xanthe Hall, Körtestr. 10, 10967 Berlin, Tel.: 030/698074-0, Fax: 030-6938166

Flugblatt als pdf: http://www.friedenskooperative.de/gifs/hir05bln.pdf



E-Mail: ippnw@ippnw.de

Website: www.ippnw.de
 voriger

 nächster




       
Bereich:

Netzwerk
Die anderen Bereiche der Netzwerk-Website
          
Themen   FriedensForum Ex-Jugo Termine   Aktuelles