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03.08.2011


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Hiroshimatag 2011

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PM: Hiroshimatag 2011: Mehr als 70 Veranstaltungen fordern atomare Abruestung

Nuklearwaffenkonvention soll Atomwaffenzeitalter beenden

Netzwerk Friedenskooperative

An die Presse, 03.08.2011: Zum Hiroshimatag fordern Friedensorganisationen den Abzug der verbliebenen Atomwaffen aus Deutschland und Verhandlungen für eine Nuklearwaffenkonvention

Die Abrüstung und Ächtung aller Atomwaffen fordern Friedensinitiativen bei mehr als 70 zum Hiroshimatag am 6. August geplanten Veranstaltungen.

Vordringlich sei der Abzug der etwa 20 in Büchel/Eifel verbliebenen US-Atombomben und damit der Verzicht der Bundesrepublik auf die "nukleare Teilhabe", erklärte das Netzwerk Friedenskooperative in Bonn. Nach Angaben von Friedensorganisationen sollen die weiland für den Transport durch deutsche Tornados Richtung Polen vorgesehenen Bomben entgegen früherer Ankündigungen aus der Bundesregierung ab 2017 durch modernere ersetzt werden. "Mehr als 20 Jahre nach Ende der Blockkonfrontation auch militärisch ein absoluter Blödsinn und ein fatales Signal gegen alle Bemühungen um Stopp der Proliferation von Atomwaffen", kommentiert Netzwerk-Geschäftsführer Manfred Stenner.

Bei allen offiziellen Atomwaffenstaaten und bei den "Nachzüglern" Israel, Indien, Pakistan und Nord-Korea werde mittlerweile modernisiert statt abgerüstet. Weitere Regionalmächte könnten bald "die Bombe" anstreben und ein neues nukleares Wettrüsten anheizen.

Dagegen setzen Friedensorganisationen weltweit die Forderung nach einer Nuklearwaffenkonvention, die Atomwaffen ähnlich wie B- und C- Waffen ächten würde. Nur die im Atomwaffensperrvertrag eigentlich zwingend vorgeschriebene Abrüstung der noch immer über 20.000 Atomsprengköpfe der Atomwaffenstaaten könne die wachsende Gefahr der Verbreitung verhindern, betont die Friedenskooperative.

Mit der Nuklearwaffenkonvention und einer abgesicherten Zerstörung der Sprengköpfe könnte endlich das Zeitalter der Atomwaffen beendet werden.

Bei zahlreichen Aktionen, Kundgebungen, Mahnwachen und Friedens- Fahrradtouren zur Erinnerung an die Atombombenopfer von Hiroshima und Nagasak im August 1945 wird die Abschaffung der Atomwaffen verlangt. So trifft am 6. August eine in München gestartete Fahrradtour an der norditalienischen US-Basis Vicenza ein. Am Jagdbombergeschwader in Büchel/Eifel protestieren Friedensaktivisten mit einer Fastenaktion. Der "7. Pacemakers-Fahrradmarathon" macht in diesem Jahr während einer 344 km langen Rundstrecke durch viele Städte eine Zwischenstation an der US-Airbase Ramstein. Weitere Veranstaltungen sind u.a. in Augsburg, Berlin, Bonn, Brokdorf, Dortmund, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Kassel, Köln, München, Nürnberg, Potsdam und Schwäbisch-Gmünd geplant.

Eine Übersicht der Veranstaltungen findet sich unter
http://www.friedenskooperative.de/netzwerk/hir11ter.htm

Örtliche Aufrufe und Pressemitteilungen, Kundgebungsreden und Berichte stellt die Friedenskooperative unter
http://www.friedenskooperative.de/netzwerk/hiro2011.htm zur Verfügung.

Manfred Stenner (Geschäftsführer des Netzwerks Friedenskooperative)



E-Mail: friekoop (at) bonn (Punkt) comlink (Punkt) org

Website: www.friedenskooperative.de
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