Ostermärsche und -aktionen 2010

update:
05.03.2010


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Ostermärsche und -aktionen 2010

 Aufrufe der Veranstalter

50 Jahre Ostermarsch: ... für eine Welt, die von Kriegen nichts mehr hält!

Frieden ist das mindeste - la paix au minimum

Friedensrat Markgräflerland

Bundeswehr raus aus Afghanistan! Für eine bundeswehrfreie Schule!

Seit 50 Jahren gehen an Ostern Menschen auf die Straße, um für Frieden, Verständigung und sozialen Fortschritt zu demonstrieren, gegen Atomwaffen, Rüstung und gegen Krieg.

Hat es was gebracht?

Der Rüstungshaushalt ist - obwohl Deutschland von Freunden umgeben ist und trotz der Wirtschaftskrise - der höchste in der Geschichte der Bundesrepublik. Atomwaffen bedrohen auch von deutschem Boden aus die ganze Menschheit. Dies ist die Außenpolitik der Regierenden: Eingreif- und Interventionstruppen in alle Teile der Welt zu schicken, um die Interessen der Herrschenden durchzusetzen. Mit Waffengewalt. Die meisten Menschen aber sehen das anders.

Die Mehrheit ist für Frieden!

Die Mehrheit der Bevölkerung in unserem Land hat gelernt, Militär und Krieg als politischem Allheilmittel gründlich zu misstrauen. Niemals in den Jahren der neuen Kriege gab es in Deutschland eine mehrheitliche Zustimmung zu aktuellen Aufrüstungs- und Kriegsprojekten. Nicht immer gingen die Menschen mit uns auf die Straße, aber immer lehnten sie mit großer Mehrheit Aufrüstung, Krieg und Militarisierung der Gesellschaft ab.

Das gibt uns Mut.

Deshalb demonstrieren wir auch in diesem Jahr. Gerade hier in Müllheim haben wir allen Grund dazu. Seit 1993 sind in Müllheim wieder Soldaten stationiert, die überall auf der Erde eingesetzt werden. Es sind Einheiten der Deutsch - Französischen Brigade. Die Deutsch-Französische Brigade ist DIE Kerntruppe zur Führung rein EU-europäischer Kriege und zur Durchführung weltweiter militärischer Interventionen, wenn die Interessen der Herrschenden es denn geboten erscheinen lassen. Auch für die NATO.

Für Frieden in Afghanistan!

Soldatinnen und Soldaten dieser Brigade waren im Krieg in Afghanistan eingesetzt und sollen es in diesem Jahr wieder werden. Wir fordern dagegen: Kein Soldat mehr. Deutsche Soldatinnen und Soldaten sind keine Entwicklungshelfer in Uniform. Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr töten am Hindukusch und werden dort getötet. Nach dem Bombenabwurf in Kunduz wissen das alle. Dennoch haben die Regierenden schon wieder nicht das Ende, sondern die Ausweitung des Krieges beschlossen. Wir dagegen beharren darauf: Kein Soldat mehr - Frieden für Afghanistan!

Für eine bundeswehrfreie Schule!

Statt die Forderung der Menschen nach Ächtung der Kriege ernst zu nehmen, soll das Militärische verstärkt in die Schulen getragen werden: In einer Vereinbarung mit der Bundeswehr hat die Landesregierung ausgerechnet das Militär mit Schulunterricht und Lehrerbildung zu den Themen "Sicherheitspolitik", globale Konfliktverhütung", Krisenbewältigung" und "nationale Interessen" betraut. Gerade das kann die Bundeswehr nicht, denn sie steht für Krieg, militärische Intervention, Krisenverschärfung. Mit Militär lässt sich keine Friedenspolitik führen. Die Bundeswehr hat in Klassenzimmern und in der Lehrerbildung so wenig zu suchen wie in Afghanistan. Wir wehren uns gegen die Militarisierung der Schulen und der Gesellschaft.
Deshalb rufen wir zum Protest gegen das Auftreten der Deutsch-Französischen Brigade am 15. Mai in Hof des Markgräfler Museums auf.

Für eine atomwaffenfreie Welt!

Wir wollen, dass die atomare Bedrohung endlich beendet wird. Notwendige Schritte dazu sind der Verzicht auf den Ersteinsatz von Atomwaffen und der längst überfällige Abzug der Atomwaffen aus Büchel. Atomwaffen müssen geächtet werden und von unserer Erde verschwinden. Eine Welt ohne Atomwaffen ist möglich.

Abrüstung statt Sozialabbau

Immer wieder dasselbe Muster: Für den Krieg ist Geld genug da, nur der Frieden ist den Regierenden zu teuer. Statt Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und der Armut ist die Bekämpfung der Arbeitslosen und Armen Regierungsprogramm. Von denjenigen, die noch Arbeitsplätze haben, wird verlangt, länger für weniger Geld zu arbeiten und auf Arbeitsplatzsicherheit und soziale Rechte zu verzichten.

Deshalb gehen wir Ostern in Müllheim auf die Straße. Für Frieden und sozialen Fortschritt. Wir wollen eine drastische Verringerung der Militärausgaben und ein Verbot des Waffenhandels. Wir setzen uns für eine Außen- und Entwicklungspolitik ein, die auf den Einsatz militärischer Macht verzichtet.



Kontakt:

Friedensrat Markgräflerland, Lindenstr. 23, 79379 Müllheim, Tel.: 07631/13902



Konto für Organisationsbeiträge zum Ostermarsch:

Ulrich Rodewald, Kto-Nr.: 183 354 758 bei der Postbank Karlsruhe (BLZ 660 100 75), Stichwort Ostermarsch



Flyer zum Ostermarsch siehe hier



E-Mail: ulrichrodewald (at) t-online (Punkt) de
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