Ostermärsche und -aktionen 2010

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07.04.2010


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Ostermärsche und -aktionen 2010

 Reden/Kundgebungsbeiträge

Redebeitrag für den Ostermarsch 2010 in Büchel am 4. April

It is a great pleasure to be here with you today,

Kate Hudson (in Büchel)



- Es gilt das gesprochene Wort! -



Englische Orginalmanuskript

Kate freut sich sehr darüber, hier heute bei uns zu sein und Grüße von der britischen Atom-Abrüstungskampagne, von CND, überbringen zu können. CND wünscht uns Erfolg in unserem Kampf, die Atomwaffen aus Deutschland loszuwerden, und sie werden in jeder Form mit uns zusammenarbeiten, um dieses Ziel zu erreichen.

CND begrüßt die wachsende Zusammenarbeit der Bewegungen auf europäischer und internationaler Ebene. Durch unsere Zusammenarbeit haben wir eine größere Erfolgschance für die Durchsetzung unseres Zieles der weltweiten nuklearen Abrüstung.

In Grossbritannien hat es eine große Veränderung in der Einstellung zu Atomwaffen gegeben. Heute spricht CND für die Mehrheit der Bevölkerung, wenn sie sagt, dass Großbritanniens Atomwaffen abgerüstet werden müssen. Dieser Widerstand gegen Atomwaffen geht quer durch die sozialen und politischen Spektren. Ältere Repräsentanten des Militärs beschreiben das britische Atomwaffenprogramm Trident als "militärisch unbrauchbar" und sagen, es sollte verschrottet werden.

Ein großer Faktor, der Leute gegen Atomwaffen angehen läßt, sind ihre Kosten. Großbritannien befindet sich in einer riesigen wirtschaftlichen Krise mit großen Beschneidungen der öffentlichen Ausgaben. Die Menschen wollen keine 100 Milliarden Pfund für Atomwaffen ausgeben, sie würden es lieber für Jobs, Unterkünfte, Gesundheit und Bildung einsetzen. Leider steht die britische Regierung in der Atomwaffenfrage nicht mehr in Verbindung mit den Ansichten der Briten und Britinnen, wie es auch zu anderen Themen über Krieg und Frieden in den letzten Jahren der Fall ist. Eine große Mehrheit der Bevölkerung war gegen den Krieg gegen den Irak und lehnt jetzt den Krieg gegen Afghanistan ab. Doch immer noch werden unsere Truppen dort zum Sterben hingeschickt, und um unschuldige Zivilisten zu töten. Die britische Regierung muss sich der Mehrheit der Bevölkerung anschließen - gegen Krieg und gegen Atomwaffen.

Zunehmend erkennen die Menschen, dass Atomwaffen uns weniger Sicherheit bringen, dass sie unsere Sicherheit unterminieren statt sie zu vergrößern. In der Tat gibt es die weitverbreitete Erkenntnis, dass das Versagen der Atomwaffen-Staaten in der Abrüstung zwangsläufig zur nuklearen Weiterverbreitung führt.

Wir begrüßen die Tatsache, dass Obama und andere führende Repräsentanten diese Fakten anerkennen und ihre Verpflichtung zur weltweiten Abschaffung aller Atomwaffen erklärt haben. Aber diesen netten Worten und guten Absichten müssen konkrete Aktionen folgen. Wir heißen den neuen Vertrag zwischen den USA und Russland zur Reduzierung ihrer Atomwaffen willkommen, aber wir sehen auch, dass dieses nur ein kleiner erster Schritt ist und dass da noch viel mehr geleistet werden muss. Es gibt heute weltweit 23.000 Atomwaffen. Jede einzige von ihnen muss abgerüstet werden. Nicht nur weggeschlossen werden - sie müssen abgerüstet werden. Und nicht nur die strategischen Atomwaffen - auch die taktischen Atomwaffen.

Auch andere Dinge sind nötig um eine Welt frei von Angst vor einem nuklearem Desaster garantieren zu können. Das provokative US-Raketenabwehrsystem - welches die Unterzeichnung dieses Vertrages verzögerte - muss verworfen werden. Die NATO muss ihre Atomwaffen, ihre nukleare Erstschlagspolitik, ihre aggressive Ausbreitung und ihre Absicht zur globalen Vorherrschaft aufgeben.

All dieses kann erreicht werden, aber ich (Kate) glaube, nichts davon wird ohne den Druck der Menschen weltweit geschehen. Regierende können schöne Erklärungen abgeben, aber sie müssen zur Verantwortung gezogen werden, sie müssen angehalten werden, ihr Versprechen einzulösen. Das ist unsere Rolle, wir müssen es möglich machen. Und wir werden es möglich machen. Gemeinsam werden wir uns durchsetzen.



Englische Orginalmanuskript

It is a great pleasure to be here with you today, and to bring greetings from the Campaign for Nuclear Disarmament. We wish you success in your struggle to rid Germany of nuclear weapons and we will work with you in whatever way we can to achieve that goal. We welcome the increased cooperation between the movements at European and international level. Working together we stand a greater chance of success in our goal of global nuclear disarmament.

In Britain we have seen a big change in attitudes towards nuclear weapons. Now, CND speaks for the majority of the population when it says Britain`s nuclear weapons should be disarmed. This opposition to nuclear weapons comes from across the social and political spectrum. Senior military figures describe Britain`s nuclear weapons system Trident as `militarily useless` and say it should be scrapped.

A big factor which is turning people against nuclear weapons is the cost of them. Britain is facing a major economic crisis and big public spending cuts. People do not want to spend around 100 billion on nuclear weapons. They would rather it was spent on jobs, homes, health and education. Unfortunately the British government is out of touch with the views of the British people on nuclear weapons as it has been on all issues of war and peace over the last few years. A big majority of the population opposed the war on Iraq, and now opposes the war on Afghanistan yet still our troops are sent there to die, and to kill innocent civilians. The British government must come in line with the majority of the British people - against war and against nuclear weapons.

Increasingly people are realising that nuclear weapons make us less safe, that they undermine our security, rather than increasing it. In fact there is a widespread recognition that the failure of nuclear weapons states to disarm will inevitably lead to nuclear proliferation.

We welcome the fact that President Obama and other world leaders have now acknowledged this fact, and state their commitment to the global abolition of nuclear weapons. But with these nice words and good intentions must come concrete action. We welcome the new treaty between the United States and Russia, to reduce their deployed nuclear weapons, but we also realise this is only a small first step, and there is much still to achieve. There are 23,000 nuclear weapons in the world today. Every single one ofthose must be disarmed. Not just put in the cupboard - they must be disarmed. And not just strategic nuclear weapons - also tactical nuclear weapons.

Other things are necessary too, to secure a world free from the fear of nuclear disaster. The provocative US missile defence system - which delayed the signing of the new Treaty - must be cancelled. NATO must abandon its nuclear weapons, its nuclear first strike policy, its aggressive expansionism and its bid for global dominance.

All these things can be achieved, but I believe that none of this will happen without pressure from the peoples of the world. Leaders may make fine statements, but they must be held to account, must be made to fulfil their pledges. That is our role, we must make it happen. And we can make it happen. Together, we will prevail.



Kate Hudson ist Vorsitzende der englischen Friedensorganisation "Campaign for Nuclear Disarmament" (CND).

E-Mail: kate (Punkt) hudson (at) lsbu (Punkt) ac (Punkt) uk

Website: www.cnduk.org
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