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18.04.2014


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Ostermärsche und -aktionen 2014

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Pressemitteilung: Karfreitag, 18.04.2014 - 15.30 Uhr -

Ostermärsche: Vereinbarungen zur Ukraine beidseitig umsetzen!

Netzwerk Friedenskooperative

Am Karsamstag zahlreiche Ostermärsche u.a. gegen Auslands-Einsätze und Rüstungsexporte

Die vereinbarten ersten Schritte zur Deeskalation in der Ukraine sollten jetzt ernsthaft und zügig umgesetzt werden, kommentiert das Netzwerk Friedenskooperative die Nachrichten über bisherige Weigerungen von ukrainischen wie auch pro russischen militanten Nationalisten zur Entwaffnung und Rückzug aus besetzten Gebäuden und Plätzen.

"Die Vereinbarung gilt auch für den Maidan in Kiew", betont Netzwerk-Geschäftsführer Manfred Stenner. "Da ist die ukrainische Übergangsregierung gefordert, an der die Paten der Rechtsradikalen vom `Rechten Sektor` und Swoboda beteiligt sind. Dies mit Druck einzufordern ist auch Aufgabe der USA und der EU, statt sich in ihren öffentlichen Äußerungen mit Drohungen für Wirtschaftssanktionen gegen Russland zu überbieten". Spiegelbildlich müsse die russische Regierung den ihr durchaus möglichen Einfluss auf die Aktivisten und Milizen in der Ostukraine ohne Wenn und Aber ausüben.

Die Organisationen der Friedensbewegung fordern von EU und NATO ein Ende ihrer Expansionspolitik, die Mitursache der Ukraine-Krise sei. Die Ukraine sei prädisteniert für eine Brückenfunktion zwischen dem Westen und Russland. Dazu müsse die NATO verbindlich erklären, dass eine Mitgliedschaft der Ukraine ausgeschlossen bleibt, die Verstärkung der Präsenz in Polen und den baltischen Staaten unterlassen und auch durch einen Verzicht auf die umstrittene Raketenabwehr den Sicherheitsinteressen Russlands entgegenkommen. "Es gibt doch genug gemeinsame wirtschaftliche Interessen und auch bei den politischen Konflikten um den Syrienkrieg oder das iranische Atomprogramm ist Einvernehmen mit Russland unerlässlich", meint die Friedenskooperative.

Am Karfreitag hatten Ostermarschveranstaltungen neben der Ukraine-Krise auch den Atomausstieg, die notwendige Wende zu den erneuerbaren Energien und die Abschaffung der Atomwaffen in den Mittelpunkt gestellt.

Am Samstag finden in zahlreichen Orten Ostermärsche mit der Betonung auf weitere Themen statt. Eingefordert werden die Lehren aus "100 Jahre Krieg und Aufbegehren dagegen".Friedensgruppen kritisieren die weitere Ausweitung der Bundeswehr-Einsätze durch die Große Koalition, u.a. in Afrika, den Afghanistaneinsatz und die auch nach dem angeblichen Stopp der Panzerexporte nach Saudi-Arabien grassierenden deutschen Rüstungsexporte. Viele Initiativen wenden sich gegen die Rekrutenwerbung der Bundeswehr an Schulen und im öffentlichen Raum und verlangen Zivilklauseln an den Universitäten.

Im syrischen Bürgerkrieg fordert die Friedenskooperative die Beendigung der Unterstützung dschihadistischer Milizen. Die westlichen Staaten müssten ihre Bündnispartner Katar, Saudi-Arabien und auch der Türkei klarmachen, nicht weiter Öl ins Feuer zu gießen.

Am Karsamstag zielen viele Ostermarschaktionen auf Militärstützpunkte, so z.B. an der US-Kaserne Katterbach nahe Ansbach, am Logistikzentrum der Bundeswehr in Erfurt, im thüringischen Ohrdruf gegen den Drohnen-Übungsplatz, der Garnisonsstadt Sennelager und der US-Airbase in Ramstein.

Der baden-württembergische Ostermarsch beginnt am US-AFRICOM in Stuttgart-Möhringen. Der Berliner Ostermarsch unter dem Motto "Krieg wird gemacht - Wir stellen uns dagegen" führt am Samstag von der Weidendammbrücke zur Neuen Wache. In Duisburg startet die erste Etappe des dreitägigen Ostermarsches Ruhr "NATO und EU-Kriege stoppen, Atomkraft/waffen abschaffen - Für eine zivile EU" zur gemeinsamen Kundgebung mit dem Ostermarsch Rheinland in Düsseldorf.

Weitere Ostermärsche lokaler Friedensgruppen finden am Samstag u.a. in Augsburg, Braunschweig, Bremen, Bremerhaven, Ellwangen, Erbach, Erfurt, Erlangen, Flensburg, Fulda, Gießen, Gummersbach, Hannover, Kiel, Leipzig, Mannheim, München, Münster, Rostock, Saarbrücken, Traunstein, Wedel, Wiesbaden, Wismar und Wolfsburg statt.

Die gesamte Terminübersicht, Aufrufe der lokalen Veranstalter und Redebeiträge der Kundgebungen finden sich unter:
http://www.friedenskooperative.de/netzwerk/om2014.htm

Manfred Stenner (Geschäftsführer des Netzwerks Friedenskooperative)



E-Mail: friekoop (at) friedenskooperative (Punkt) de

Website: www.friedenskooperative.de
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