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vom:
18.07.2002


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Öffentliches Gelöbnis der Bundeswehr am 20. Juli in Berlin

Ja, Stören!

Mani Stenner

Zum Bundeswehr-Gelöbnis am 20. Juli erklärt der Geschäftsführer des Netzwerk Friedenskooperative, Manfred Stenner:

Antimilitaristische Gruppen werden am 20. Juli am Berliner Bendler-Block zum sechsten Mal das zentrale "öffentliche" Gelöbnis der Bundeswehr stören - und das ist auch gut so!

Die gewaltfreien Aktionen unter dem Motto "Gelöbnix6 - Wir stören gern!" machen dem mit Remineszenzen an den Putschversuch gegen Hitler aufgepeppten Ritual der Bundeswehr erfolgreich den öffentlichen Raum streitig. Der Image-Kampagne als für Menschenrechte einstehende Truppe in antifaschistischer Tradition, dieses Jahr unterstützt vom polnischen Staatsoberhaupt Alexander Kwasniewski, wird widersprochen. Die regierungsamtliche Demonstration für Kriegsbereitschaft und "humanitäre" militärische Intervention findet wieder hinter massiven Polizeisperren vor geladenen Gästen statt.

Die Proteste unter Federführung der Berliner "Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär" stellen massiv die Selbstverständlichkeit in Frage, mit der die rot-grün-gelb-schwarze Große Koalition die Truppe zur weltweiten Eingreifarmee ausbaut und in Kriege schickt. Eine erneute gesellschaftliche Debatte über Charakter und Einsatzzweck der Bundeswehr ist gerade nach den kriegerischen Reaktionen auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 und dem von den USA angekündigten neuen Golfkrieg überfällig.

Die Friedensbewegung will diese Auseinandersetzung führen - auch mit "unbotmäßigen" Protestformen wie jetzt in Berlin. Gegen den angekündigten Irak-Krieg bereiten Friedensgruppen bereits Aktionen Zivilen Ungehorsams an Militär- und US-Einrichtungen in der Bundesrepublik vor und sammeln Selbstverpflichtungserklärungen zur Beteiligung an solchen Aktionen. Seit dem 11. September fordern Organisationen der Friedensbewegung, GlobalisierungskritikerInnen und BürgerrechtlerInnen gemeinsam, die Ursachen des Terrorismus anzugehen, statt mit dem "Krieg gegen den Terrorismus" die Gewaltspirale weiter zu drehen. Globale Gerechtigkeit und Brücken bauen für eine neue Kooperation zwischen Nord und Süd sind die Alternativen zur Eskalation von Terror und Krieg. Für den Weg aus der Gewaltspirale ist die deutsche Außen- und Entwicklungspolitik gefordert, nicht Kriegshandlungen der Bundeswehr. Auch darauf machen die Protestaktionen in Berlin aufmerksam.

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Die Aktionen gegen das Berliner Militärritual beginnen am Samstag um 15.30 Uhr mit einer Demonstration ab Bahnhof Friedrichstraße.

Kontakte in Berlin:

Tel.: 030/61074411, DFG-VK Berlin

Tel.: 030/4401300, Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär,
http://www.geloebnix.de



E-Mail:   friekoop@bonn.comlink.org
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