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vom:
01.09.2000


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GEW zum Antikriegstag am 1. September 2000

Mit Information und Aufklärung gegen Rechts

Hauptvorstand Gewerkschaft GEW

Anlässlich des Antikriegstages am 1. September 2000 ruft die GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange Pädagoginnen und Pädagogen auf, "mit Informationen und Aufklärung Position gegen Rechts zu beziehen". "Schule allein kann Rechtsradikalismus und Gewalt in der Gesellschaft nicht aufhalten. Sie kann aber platten Vorurteilen und stumpfen Stammtischparolen entgegentreten", verlangte die GEW-Vorsitzende.

Stange empfahl den Lehrkräften, verbreiteten Vorurteilen unter Jugendlichen zum Beispiel gegenüber Fremden mit "Daten und Fakten, Zeitzeugen und Experten" zu begegnen. So sollte die Ausbreitung von Unwahrheiten wie der "Überfremdung" mit konkreten Zahlen aus der Region widerlegt werden. Der Widerspruch zwischen dem Grundrecht auf Asyl und der tatsächlichen Asylpraxis müsse deutlich gemacht werden. Schulklassen sollten sich vor Ort in Aufnahmelagern, bei den Sozialdiensten an Flughäfen oder beim Bundesgrenzschutz über die Situation von Asylbewerbern informieren und mit deren Anwälten sprechen. Fachleute der Sozialämter sollten in die Schulen eingeladen werden, um zu informieren, welche Personen und in welchem Umfang Sozialhilfe bekommen.

Vor allem müsse auch der Beitrag ausländischer Mitbürger zur wirtschaftlichen Leistung des Landes transparent gemacht werden. Experten der Arbeitsämter müssten den Unsinn zurückweisen, Ausländer würden Deutschen die Jobs wegnehmen. "In Wirklichkeit sind gerade die ausländischen Jugendlichen am stärksten von der Arbeitslosigkeit betroffen", sagte Stange. Der im Zusammenhang mit der Green-Card-Debatte aufgekommenen Diskussion über "nützliche und weniger nützliche Ausländer" muss von den verantwortlichen Politikern scharf entgegengetreten werden.

Ausländische Eltern sollten zum Beispiel bei Elternabenden oder Schulveranstaltungen über ihre Erfahrungen im deutschen Arbeits- und Berufsleben, über rechtliche und faktische Diskriminierung im Alltag oder über besondere Schwierigkeiten bei Geschäftsgründungen berichten.

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"Wir müssen versuchen, dem künstlich geschürten Hass unter Jugendlichen gegenüber Ausländern durch die Verbreitung von Halb- und Unwahrheiten ein Stück den Boden zu entziehen", forderte die GEW-Vorsitzende. "Mit Appellen zur Toleranz in den Schulen ist nichts gewonnen, wenn in den Wohnstuben von Erwachsenen Vorurteile produziert werden", sagte Stange wörtlich.


Kontakt: GEW, Postfach 900409, 60444 Frankfurt, Tel.: 069/78973-0, Fax: 069/78973-201, http://www.gew.de, 30. August 2000
Internet: http://www.gew.de
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