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vom:
02.08.2000


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Antikriegstag 2000:

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Braunschweiger Antikriegstag 1.9.2000

Braunschweiger Antimilitaristisches Bündnis

Deutsche Politik muss Friedenspolitik werden. Aber heute, 61Jahre nach dem Überfall des Naziregimes auf Polen, scheint sich auch Deutschland mehr den je von diesem Ziel zu entfernen.

Zur Zeit finden weltweit mehr als 40 Kriege und bewaffnete Konflikte statt, z.B. in Äthiopien/Eritrea, Kongo, Irak, Afghanistan, Indien/Pakistan, Indonesien ... - und auch in Europa:

 Russland führt Krieg in Tschetschenien und beruft sich dabei auf den NATO-Krieg gegen Jugoslawien

 Deutschland führte zum dritten Mal in diesem Jahrhundert einen Krieg gegen Serbien/Jugoslawien - diesmal im Bündnis mit der NATO und unter Bruch des Völkerrechts und des Grundgesetzes - und hinterließ eine Wüste der Zerstörung.

 Die Bundesregierung unterstützt ein unerbittliches Wirtschaftsembargo der EU und der USA, unter dem unzählige Menschen in Jugoslawien leiden und sterben.

 Statt endlich wenigstens schrittweise abzurüsten, will die Bundesregierung ihre Rüstungsanstrengungen verstärken für eine Armee, die überall in der Welt einsetzbar sein soll. Sie vergeudet dafür jene Mittel, die für die sozialen und solidarischen Aufgaben unserer Gesellschaft fehlen.

 Die Bundesregierung verspricht, bei ihrer Außenpolitik und Rüstungsexportpolitik das Kriterium der Menschenrechte zu berücksichtigen, genehmigt aber gleichzeitig die Lieferung eines Testpanzers an die Türkei und unterstützt damit ein weiteres mal das repressive türkische Regime insbesondere bei der Unterdrückung der Kurden.

Es ist Zeit, dass Deutschland aus seiner militaristischen Vergangenheit die richtigen Lehren zieht. Ein kleiner, aber wichtiger und längst fälliger Schritt wäre die angemessene Entschädigung aller Zwangsarbeiter aus dem Zweiten Weltkrieg durch Wirtschaft und Staat, deren Umsetzung immer noch nicht erfolgte..

Das 21. Jahrhundert muss zu einer Epoche des Friedens werden. Eine Welt ohne Krieg und Waffen bleibt unser Ziel. Deshalb rufen wir auf zum Antikriegstag 2000 und fordern mit Nachdruck:

 Keine weltweiten Kampfeinsätze der Bundeswehr

 Keine Panzer für die Türkei

 Keine Frauen in die Armee

 Abrüstung der Bundeswehr, statt Umrüstung zur weltweit einsetzbaren Interventionsarmee

 Beendigung des Embargos gegen Jugoslawien und Wiedergutmachung der angerichteten Schäden.

 Tatkräftige Initiativen zur weltweiten Ächtung und Abschaffung aller Atomwaffen.

 Politische Instrumente zur nicht-militärischen, zivilen Konfliktbearbeitung müssen gefördert, ausgebaut und eingesetzt werden.

Dafür setzen wir uns gemeinsam ein.

Aktuelle Liste der Unterzeichner: (01.08.2000)

Organisationen: Antimilitaristisches Bündnis-BS; Friedenszentrum e.V, DKP-BS, PDS-BS, Initiative zur Rehabilitierung der Opfer des Kalten Krieges, Kulturelle Begegnungsstätte Kurdistan, DGB-Ortskartell Braunschweig, Initiative BasisGrün-BS, Freidenkerverband-BS, Interkulturelle Forum (DIDF-BS),

Personen: Dr.Helmut Kramer, Richter am OLG a.D.; Barbara Kramer, Rechtsanwältin; Kurt + Isolde Fritsch, Mitgl. der I.z.Rehabilitierung der Opfer des Kalten Krieges; Bernd Fricke, Personalrat (GEW), verantw. Mitglied des Freidenkerverbandes; Sigrid Probst; (Stadt-)Ratsmitgl. Bündnis90/DIE GRÜNEN; Hans-Georg Hartwig, Betriebsrat (IG Metall), früheres (Stadt-)Ratsmitgl. d. Linken Liste BS, Mitgl. des PDS-Landesvorstand Nds.; Werner Hensel, DKP-Kreisvorsitzender; Udo Sommerfeld, Gisela Ohnesorge, Klaus Götza, Karl-Heinz Schmidt, Mitglieder des Sprecherrates der PDS-BS; Frieder Schöbel, SPD-Ortsvereins-Vorsitzender, Vorstand Friedenszentrum; Gabriele Thiel, Vorstand Friedenszentrum; Helmut Weidemeier; Renate Schöbel; Helmut Käss, Arzt, Sprecher der IPPNW-Regionalgruppe BS; Albrecht Fay, Pastor; Manfred Kemper, Fotograf; Prof.Georg Kiefer; Christan Schwarzenholz (MdL-PDS); Horst Vergin, (GEW-Kreisvorsitzender); Hermann Seeländer, (GEW); Andreas Klepp, Betriebsrat-VHS (GEW); Heide Janicki, Helga Laeseke, Jürgen Gerke, Holger Musiol, Werner Kratschmann. Inge Schamer, Betriebsräte (IG Medien); Frank-Georg Gozdek, Pastor; Gisela Pätzold (SPD); Manfred Kays, Mitgl. des Landesvorstand Nds. d. VVN/BdA;

Kundgebung und Demonstration werden unterstützt von der VVN/BdA-BS

Braunschweiger Antikriegstag 2000

Abrüstung statt Umrüstung

Auftakt: Freitag 01.09.2000 16.30 Uhr Braunschweig Kohlmarkt

Demonstration durch die Braunschweiger Innenstadt

Kundgebung 18.00 Uhr Kohlmarkt

Redebeiträge zu

 Lehren aus dem deutschen Faschismus und Militarismus

 Jugoslawienkrieg der NATO

 Bundeswehrumrüstung und neuer NATO-Doktrin

 Atomare Abrüstung und Atomaustieg

 Waffenexport, türkisches Regime und Kurdenunterdrückung

 Abrüstung und Arbeitsplätze - Rüstungskonversion

umrahmt und begleitet von Musikdarbietungen, Rezitationen und Infoständen zum Thema

Ende 20 Uhr

Kontaktadresse des Antimilitaristischen Bündnis BS zu dieser Aktion: Hans-Georg Hartwig, Tel/Fax 0531/578481, Email: h.g.hartwig@oln.comlink.apc.org Post: Friedenszentrum Braunschweig, Goslarsche Str.93, 38118 Braunschweig



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