Netzwerk Friedenskooperative



Antikriegs-
tag 2000
Inhalt


vom:
28.08.2000


 vorheriger

 nächster
 Artikel

Antikriegstag 2000:

  Aufrufe/Aktionshinweise

Gegen Krieg - Gegen Gewalt - Gegen Rechts

DGB - Bündnis gegen Rechts - Kasseler Friedenforum

Freitag, den 1. Septemher 2000

18 Uhr Opernplatz

Musik: Die Schnitter

Es spricht: Prof. Dr. Yaacov Ben-Chanan

Gegen 19.30 Uhr: Demonstration zum Mahnmal am Weinberg

20 Uhr: Mahnmal - Gedenken an die Opfer von Faschismus und Krieg

20.30 Uhr: Bilder vom Krieg - Abschluss (gegen 21 Uhr)

Zum Antikriegstag 2000

61 Jahre nach dem Beginn des 2. Weltkriegs ist der Antikriegstag 2000 eine besondere Herausforderung an uns alle. Die Zunahme rechtsradikaler Gewalt in unserem Land, die Verbreitung deutschnationalen Gedankenguts, Antisemitismus. Ausländerfeindlichkeit, Fremdenhass und Rassismus waren die geistigen Vorläufer und ideologischen Begleiter des Eroberungsfeldzugs der Hitler-Wehrmacht und der Ermordung von Millionen Menschen, Juden Sinti und Roma politische Gegner und andere zu "Volksfeinden" erklärte Menschen. Staatlich sanktionierte Aggressivität nach Innen und Außen sowie Angriffskriege gegen "verfeindete" Staaten und Völker sind die höchste, verbrecherischste und verheerendste Form von Fremdenfeindlichkeit.

Wir wenden uns gegen

 Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Neofaschismus und rassistisch motivierte Gewalt

Wir treten ein für

 die Beseitigung der Ursachen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

 eine Politik, die den Kampf gegen Armut, Arbeitslosigkeit und Ausbildungsnot in den Mittelpunkt stellt

Wir wenden uns gegen

 Menschenrechtsverletzungen, diskriminierende Gesetze und soziale Ausgrenzungen

Wir treten ein für

 eine solidarische Gesellschaft, in der Menschen jeglicher Herkunft, jeglichen Glaubens, jeglicher Hautfarbe und jeglicher sozialer Schicht gleich behandelt werden

Wir wenden uns gegen

 die Militarisierung und Verrohung der internationalen Politik. Von Deutschland darf nie wieder ein Krieg ausgehen.

Wir treten ein für

 die Stärkung des internationalen Rechts, internationaler Organisationen (z.B. UNO) und für eine Politik der nicht-militärischen, zivilen Prävention

Appelle an die Politik, Justiz und Polizei reichen nicht aus. Jetzt sind Zivilcourage und aktives Handeln jedes Einzelnen gefordert.

Die gemeinsamen Aktionen zum Antikriegstag 2000 werden unterstützt von Ausländerbeirat der Stadt Kassel * ALI Hochschulgruppe an der GhK * Arbeitskreis Rückblende gegen das Vergessen e.V. * Bündnis gegen Rechts * Bündnis 90/Die Grünen Kassel Stadt * Deutscher Gewerkschaftsbund DGB Kreis Kassel * DIDF Demokratischer Kulturverein * GEW-Gewerkschaft Erziehung u. Wissenschaft Bez. Nordhessen * Gew. HBV-Handel Banken und Versicherung * Gew. ötv Kassel * Gedenkstätte Breitenau * IG Medien * IG Metall Verwaltungsstelle Kassel * Jüdische Liberale Vereinigung Emet ve Shaloni * Jusos Kassel Land * Kasseler Friedensforum * KEI-Kasseler Erwerbslosen Initiative * Pfarrerin Eveline Valtink, Evangelisches Form * PDS Kassel * Richterinnen und Staatsanwältlnnen für den Frieden * Sozialistische Alternative (SAV) Kassel * Sozio-Kultur-Zentrum Werkstatt Kassel e.V. * SPD Kassel Land * Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- und der Antifaschisten (VVN-BdA)

Nicht wegschauen!

Neofaschistische Gewalt und rassistische Strukturen auch in Nordhessen

19.08.2000
Auf dem Anwesen des Naziterroristen Manfred Roeder in Schwarzenborn ist ein "Sommerfest" der "Deutschen Bürgerinitiative" mit einem Aufmarsch in Fritzlar geplant.
Die Veranstaltung wird durch den Landrat verboten.

16.08.2000
Im Stadtgebiet von Hofgeismar und an der Bahnhofsunterführung werden an fünf Gebäuden, unter anderem dem Rathaus, neofaschistische Parolen und Hakenkreuze aufgesprüht. Damit soll an den Todestag von Rudolf Heß erinnert werden.
Im Raum Hofgeismar agiert der "Gebietsleiter" der Jungen Nationaldemokraten (JN) NICO Giessler.

12.08.2000
In Oberkaufungen zetteln neofaschistische Skinheads vor der alten Reithalle am Lossetalstadion eine Schlägerei an, bei der vier junge Leute verletzt wurden Einer erlitt einen Messerstich.

25.07.2000
In Bad Wildungen wurden Haken kreuze und SS-Symbole auf Autos und die Wand des Amtsgerichts gesprüht.

15.07.2000
Der jüdische Friedhof in Liebenau-Niedermeiser wurde in der Nacht zum 16.07. geschändet. Ein Gedenkstein wurde aus der Verankerung gerissen und vor das Friedhofsgelände geschleppt.

14.07.2000
In Kassel ist ein Konzert der Gruppen "Death in June" und anderer Dark-Wave-Gruppen, die eine große Nähe zur faschistischen Symbolik und rechten Inhalten aufweisen, geplant. Nach Informationen des Kasseler "Bündnis gegen Rechts" wird dieses Konzert in letzter Minute abgesagt. Von Kassel aus agieren weitere Musikgruppen, die der neofaschistischen Skinhead-Szene zuzuordnen sind, zum Beispiel die Gruppen "Hauptkampflinie" (HKL) 1999 und 2000 fanden Skin-Musik-Konzerte In Albshausen und anderen Orten der Region statt.

22.06.2000
Polizei löst eine neofaschistische Sonnenwendfeier bei Bad Wildungen auf.

 zum Anfang


Antikriegs-
tag 2000
Inhalt
19.06.2000
Etwa 40 neofaschistische Skinheads aus dem Landkreis Kassel zetteln auf den Viehmarkt in Hofgeismar eine Schlägerei an. Angegriffen wurden von den Schlägern, die aus Calden, Nieste, Kaufungen, Bad Emstal und Söhrewald kamen, vor allem türkische und deutsch-russische Jugendliche. Erst nach massivem Polizeieinsatz konnte die Schlägerei beendet werden. In Nordhessen agieren die Skinhead-Gruppen "Blood & Honour - Sektion Nordhessen" und Kameradschaft "Gau Kurhessen".

28.-30.04.2000
Im Landkreis Kassel ist ein Kongress des neofaschistischen Ideologie-Netzwerkes "Synergies" geplant. Dies sollte das dritte Treffen nach zwei "Sababurger Gesprächsrunden" werden. Beteiligt waren die "Deutsch-Europäische Studiengesellschaft" (DESG) und die "Thule-Gesellschaft", die im ideologischen Netz der "Neuen Rechten" und des Neofaschismus agieren.

November 1999
Bei einem Fußballspiel des KSV Hessen Kassel randalieren Mitglieder des "Fanclubs" Kassel Bombers. Deren Anhänger, unter ihnen das ehemalige FAP-Mitglied Markus Eckel, verüben auch bei weiteren Spielen Gewalttaten.

Weitere Informationen auf der Internet-Seite des "Bündnis gegen Rechts"
http://www.is-kasseel.de/bgr/aktuell.html


V.i.S.d.P.: Stefan Körzell, DGB Kreis Kassel, Spohrstr. 6, 34117 Kassel

E-Mail:  kassel@dgb.de
 zum Anfang

 vorheriger

 nächster
  
Artikel

       
Einige weitere Texte (per Zufallsauswahl) zum Thema
Antikriegstag
Antikriegstag - Übersicht
Antikriegstag 1998 - Ticker
Aktag 99 - München
Aktag 1999 - Kassel
Ausstellung zum Antikriegstag in Erfurt
AKtg2000 Aufruf Hamburg

Bereich

 Themen 

Die anderen Bereiche der Netzwerk-Website
         
Netzwerk   F-Forum  Termine  Jugo-Hilfe Aktuell