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vom:
28.08.2000


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Antikriegstag 2000:

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1. September Antikriegstag

Gedenkfeier und Kranzniederlegung

Friedensbündnis Esslingen

Freitag, 1. September 2000 um 17.00 Uhr

an der Nikolauskapelle auf der Inneren Brücke, Fußgängerzone Esslingen

Ansprache: Werner Pfennig (Landessprecher der VVN/BdA und ehem. Vorsitzender der IG Medien BaWü)

Kultur: Isabell Sandig und Ralf Gottesleben

Am Ende der Veranstaltung werden Kränze in der Nikolauskapelle niedergelegt.

Am 1. September begann vor 61 Jahren mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen der 2. Weltkrieg. Mit diesem Krieg zur Neuaufteilung der Welt brachte Deutschland zum zweiten Mal in diesem Jahrhundert ungeheures Leid über Millionen von Menschen, vor allem in Osteuropa. Den Höhepunkt fand die faschistische Barbarei in der systematischen und industriellen Ermordung von 6 Millionen Juden in den Vernichtungslagern. Aus all diesem Grauen zogen überlebende AntifaschistInnen die Konsequenz: "Die Vemichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel." (Schwur von Buchenwald) Im Potsdamer Abkommen der Siegermächte der Antihitlerkoalition ging es darum, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf.

Und dann?

24.3.1999:

Mit der Beteiligung der Bundeswehr am Angriffskrieg der NATO gegen Jugoslawien wurde dieses zentrale Ziel endgültig aufgegeben: Krieg ist wieder zum Mittel der Außenpolitik geworden: Die NATO brach das Völkerrecht, indem sie sich aus dem Recht des Stärkeren heraus sich selbst ein Mandat für einen Angriffskrieg gab. Die deutsche Beteiligung an diesem Krieg stellt einen Bruch des Grundgesetzes dar, das schon die Vorbereitung auf einen Angriffskrieg verbietet.

Es wurden jugoslawische Städte bombardiert, die wirtschaftliche Infrastruktur zerstört, Schulen, Krankenhäuser und andere zivile Ziele angegriffen. Durch die Bombardierung von Chemiefabriken und den Einsatz radioaktiver Munition wurden weite Landstriche verseucht. Selbst geächtete Waffen wie Splitterbomben wurden zahlreich eingesetzt und gefährden auch heute noch die Zivilbevölkerung durch Blindgänger.

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Neue Kriege werden vorbereitet

Die Umrüstung der Bundeswehr für weltweite Kriegseinsätze ist in vollem Gange. Daran wurden wir in den vergangenen Jahren schleichend gewöhnt. Insgesamt sieht die derzeitige Bundeswehrplanung mehr als 200 Waffenprojekte vor, die ca. 180 Milliarden DM verschlingen sollen (Quelle: Friedensnetz Ba-Wü). Die in den letzten Jahren aufgebauten sog. Krisenreaktionskräfte sollen "vitale deutsche Interessen" sichern, wie den "freien Zugang zu Rohstoffen und Märkten", wie es in den Verteidigungspolitischen Richtlinien heißt. Die Aufrechterhaltung des kapitalistischen Weltmarktes und damit die weitere Dominanz der Konzerne der G-7-Staaten soll auch mit militärischen Mitteln gesichert werden. Konzerne, die im 2. Weltkrieg hohe Profite einstrichen, verdienen auch heute wieder am Rüstungsgeschäft: Die deutsche Rüstungsschmiede Nr.1 Daimler-Chrysler oder die Blohm&Voss-Werft, die heute zum Thyssen-Konzern gehört.

Konflikte ohne militärische Gewalt lösen

Wir wehren uns gegen diese politischen Entwicklungen. Wir kämpfen für die zivile Gestaltung der gesellschaftlichen Verhältnisse. Wir wollen keine deutschen Kriegseinsätze und keinen Einsatz deutscher Soldatinnen im Ausland. Wir sind:

 für die Wiedergutmachung der im Krieg angerichteten Schäden in Jugoslawien

 für die Entschädigung der ZwangsarbeiterInnen des deutschen Faschismus

 für die menschenwürdige Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und Deserteuren

 für weitreichende Abrüstungsschritte und die Aufhebung der Verteidlgungspolitischen Richtlinien

 für das Verbot von Rüstungsexporten

Wir wollen, dass die finanziellen und materiellen Ressourcen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme und nicht für kriegerische Zwecke eingesetzt werden!

Veranstalter: Friedensbündnis Esslingen

Ökumenisches Friedensgebet; Verein Ausländer und Deutsche gemeinsam; Dritte-Welt-Laden; DGB-Jugend; DGB-Ortskartell Esslingen; Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes /Bund der Antifaschisten; Ohne Rüstung leben; Amnesty International; DGB-Kreis Esslingen; Pax Christi


Friedensbündnis Esslingen, Thomas Bittner, Julius-Motteler-Str.l2, Tel.: 0711/317626 (DGB)

E-Mail:  esslingen@dgb.de
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