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Eurofighter stoppen! - Inhalt


vom:
10.04.2001


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Eurofighter stoppen!:

  Wie ging es weiter?

Rechnungshof empfiehlt Verschiebung

Die Bundeswehr 4/2001

Kosten für Entwicklung und Beschaffung des Euroflghters steigen immer weiter

BERLIN/BIELEFELD. Wegen der Finanzprobleme der Bundeswehr nimmt der Bundesrechnungshof nach einem Zeitungsbericht jetzt das Kampfflugzeug Eurofighter ins Visier. Die Behörde empfahl der Bundeswehr, die Beschaffung von 40 Jets dieses Typs "auf spätere Jahre zu verschieben", schreibt die in Bielefeld erscheinenden "Neue Westfälische". Der Grund: Die Kosten seien gegenüber den Planungen deutlich gestiegen und immer noch nicht genau bekannt.

Die dem Blatt vorliegende vertrauliche Unterlage übe deutliche Kritik am Verteidigungsministerium, heißt es in dem Bericht. Die Finanzierung des europäischen Kampfflugzeugs Eurofighter bekommt vom Bundesrechnungshof in mehreren Punkten schlechte Noten: Die Kosten für Entwicklung, Beschaffung, Logistik und Bewaffnung seien entweder deutlich über dem ursprünglichen Ansatz, nicht eingeplant oder würden nur unvollständig wiedergegeben. Deshalb rät der Rechnungshof, "die Beschaffung der 40 mehrrollenfähigen Eurofighter zur Entlastung des Haushaltes auf spätere Jahre zu verschieben, zumal die in den kommenden Jahren mit hohem Aufwand umgerüsteten 200 Tornados noch deutlich länger als bis zum Jahre 2020 eingesetzt werden sollen."

Insgesamt wollte die Bundeswehr 180 Flugzeuge anschaffen, wovon 40 auch im Luft-Boden-Kampf einsetzbar (mehrrollenfähig) seien sollen. Noch im Haushalt 2001 seien die Entwicklungskosten auf 8,5 Milliarden Mark fortgeschrieben worden, schreibt die Zeitung. "Die tatsächlichen Entwicklungskosten für das Waffensystem liegen allerdings beträchtlich höher. Derzeit absehbar sind 11,4 Milliarden Mark." Entsprechend resümieren die obersten Rechnungsprüfer: "Der derzeitige Entwicklungsrückstand von mehreren Jahren ist besorgniserregend, die Gesamtbelastung zukünftiger Haushalte wird nur unvollständig wiedergegeben."

Die Beschaffungskosten seien momentan mit 24,7 Milliarden Mark veranschlagt. "Rund 32,7 Milliarden Mark sind aber einschließlich vollständiger Ausrüstung und Bewaffnung notwendig", stellt der Bericht zufolge fest. Was spätere Wartung und Logistik angehe, "besteht rund zwei Jahre vor Nutzungsbeginn des Eurofighters noch keine Klarheit über die Gesamtkosten des Systemzuschlages". Ferner seien die Kosten für die Bewaffnung "noch nicht vollständig bekannt bzw. unsicher". (dpa)

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Quelle: Die Bundeswehr 4/2001, Seite 38


Internet: http://www.bundeswehr.de
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