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vom:
13.07.2000


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Hiroshima- und Nagasaki-Tag:

  Aktionsaufrufe, Stellungnahmen

Eine Aktion der Kieler Friedensbewegung am 6. August

Lotusblüten für Hiroshima und Nagasaki

Benno Stahn

Seit den Atombombenabwürfen durch die USA auf Hiroshima und Nagasaki zünden Menschen jedes Jahr am 6. und 9. August in den beiden Städten Kerzen und Lampions an und setzen sie auf das Wasser der Flüsse, die jeweils beide Städte durchfließen: den Opfern der Atombombenabwürfe zum Gedenken und der Welt zur Mahnung, dass dieser Wahnsinn nicht wieder geschehe.


Auch in Kiel wird in jedem Jahr am 6. August an die Atombombenopfer gedacht. In diesem Jahr ruft die Kie1er Friedensbewegung zur mittlerweile 14. Lotusblütenaktion im Hiroshimapark, der mitten im Stadtzentrum von Kiel liegt, auf. Getragen wird diese Aktion von der Hiroshima-Arbeitsgemeinschaft, wo neben Friedensgruppen auch die Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD mitarbeiten. Den Vorsitz hat die Stadtpräsidentin der Stadt Kiel.

Die Aktion beginnt mit Informationsständen und dem gemeinsamen Basteln der Lotusblüten. Es folgt eine Ansprache der Stadtpräsidentin, sowie weitere Rede- und Kulturbeiträge. Zum Abschluss der Veranstaltung werden die Lotusblüten auf den Kleinen Kiel gesetzt, ein Binnengewässer der Stadt, welches direkt am Hiroshimapark liegt.

In dem diesjährigen Aufruf zum 6. August heißt es:

Hiroshima und Nagasaki mahnen

Seit 55 Jahren, seit dem Abwurf der ersten Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki sterben Menschen an den Folgen dieser Katastrophe. Und die Gefahr, dass sich dieses atomare Inferno noch einmal wiederholt, ist nicht gebannt. Trotz des Endes des Kalten Krieges existieren 30.000 Atomsprengköpfe auf unserem Globus.

Das vergangene Jahr hat viele Gefahren aufgezeigt:

Der Kosovo-Krieg und die Gefahr einer Eskalation bis hin zum Atomkrieg, die verweigerte Ratifizierung des Atomteststopp-Vertrages durch den US-Senat und der ständig schwelende Konflikt der beiden Atommächte Pakistan und Indien haben wieder deutlich werden lassen, welche Bedrohung durch Atomwaffen auch heute noch besteht. Wir sind weit davon entfernt Konflikte friedlich zu lösen. Enttäuscht haben wir die Ergebnisse der UN-Abrüstungsverhandlungen in New York im Frühjahr dieses Jahres zur Kenntnis genommen: In einer gemeinsamen Erklärung bekräftigen die fünf Atommächte zwar ihre Unterstützung für den Nichtweiterverbreitungsvertrag, ohne jedoch Maßnahmen zur Umsetzung atomarer Abrüstung anzukündigen. Zwar wird die Zahl der Sprengköpfe reduziert, zugleich aber entwickeln die Atommächte neue und verbesserte Atomwaffen.

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Immer noch ist die Androhung eines Ersteinsatzes von Atomwaffen Bestandteil der NATO-Politik. Bedauerlicherweise ist dies inzwischen auch Teil der russischen Militärdoktrin.

Um so wichtiger ist es, dass wir an die Öffentlichkeit gehen, um vor dieser Bedrohung zu warnen.

Nicht länger Atomwaffen auf deutschem Boden!

Zehn Jahre nach Ende des Kalten Krieges lagern noch immer Atomwaffen auf deutschem Boden. Gegen wen sind sie gerichtet? Atomare Massenvernichtungswaffen bedrohen die Menschheit, sie müssen abgeschafft werden. Die Bundesrepublik Deutschland soll mit gutem Beispiel vorangehen. Wir fordern die Bundesregierung auf,

 von den Verbündeten zu verlangen, die Lagerung von Atomwaffen auf deutschem Boden zu beenden,

 die sog. "nukleare Teilhabe" der Bundeswehr endlich aufzugeben und

 sich international für die Abschaffung aller Atomwaffen einzusetzen.

Eine Welt ohne Atomwaffen ist ein visionäres, aber politisch erreichbares Ziel.


Benno Stahn, Kieler Arbeitskreis für Frieden und Abrüstung
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