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vom:
04.08.2000


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Hiroshima- und Nagasaki-Tag:

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PM zum Hiroshima- und Nagasaki-Tag:

Gedenkveranstaltungen mit Protesten gegen Atomwaffen und US-Raketenabwehr

Netzwerk Friedenskooperative

Zum "Hiroshima- und Nagasaki-Tag" am 6. bzw. 9. August erinnern weltweit Opfer, Hinterbliebene und NGOs an die Atombombenabwürfe von 1945 und fordern umfassende atomare Abrüstung. Mehr als 50 Veranstaltungen in der Bundesrepublik listet das Netzwerk Friedenskooperative in einer Hiroshimatag-Terminübersicht im Internet auf (www.friedenskooperative.de).

Verbunden mit der Erinnerung an die Opfer von 1945 ist in diesem Jahr der Aufruf zu Protesten gegen die US-Pläne für die Neuauflage des SDI-Raketenabwehrprogramms unter dem Namen NMD (National Missiles Defense), das ein neues nukleares Wettrüsten einleiten würde. Deutsche Friedensgruppen fordern unter dem Motto "Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen!" den Abzug der verbliebenen in Rheinland-Pfalz gelagerten 45 US-amerikanischen Atombomben und das Ende der dem Atomwaffensperrvertrag widersprechenden "nuklearen Teilhabe" durch deutsche Tornados als Trägersysteme. In Cochem/Mosel beim Standort Büchel des Jagdbombergeschwaders haben 10tägige Protestaktionen der "Gewaltfreien Aktion Atomwaffen abschaffen" (
http://www.gaaa.org) bereits begonnen.

Obwohl der Internationale Gerichtshof im Jahr 1996 einstimmig den Einsatz und die Androhung des Einsatzes von Atomwaffen für völkerrechtswidrig erklärte, ist die Androhung eines Ersteinsatzes von Atomwaffen noch immer Bestandteil der NATO-Politik und inzwischen auch Teil der russischen Militärdoktrin.

Die Bundesregierung wird aufgefordert, diese Ersteinsatzoption aufzukündigen und sich massiv für ernsthafte Verhandlungen aller Atomwaffenstaaten zur Abschaffung aller Atomwaffen einzusetzen. Nur bei einer Abrüstungsbereitschaft der nuklearen Grossmächte, die im Atomwaffensperrvertrag versprochen, aber nie eingelöst wurde, ließe sich nach Ansicht von Friedensbewegung und Friedensforschung auch das Schreckgespenst der atomaren Proliferation und die Gefahr einer Anwendung von Atomwaffen in regionalen Konflikten bannen.

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Die größte Gefahr sehen Friedensgruppen in der auch von Russland und China heftig kritisierten Nationalen Raketenabwehr der USA, die ein neues nukleares Wettrüsten geradezu erzwingen würde. Hier müsse auch die deutsche Bundesregierung mit ihrem grossen Verbündeten ohne diplomatische Rücksichten Klartext reden.

Am 6. und 9. August 1945 richteten die ersten US-amerikanischen Atombombenabwürfe über den beiden japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki verheerende Verwüstungen an. 150.000 Menschen starben sofort und weitere 250.000 an den Spätfolgen der radioaktiven Verseuchung. Jedes Jahr werden beim Gedenken in Hiroshima den Namenslisten der Opfer neue Einträge hinzugefügt.

In der Bundesrepublik haben sich zahlreiche Städte unter Koordination von
Hannover dem weltweiten Hiroshima/Nagasaki-Städtebündnis angeschlossen. In Dortmund z.B. wird am Samstag der "Platz von Hiroshima" in einer gemeinsamen Veranstaltung von Friedensorganisationen und Bezirksvertretung Dortmund eingeweiht.

Das Netzwerk Friedenskooperative hat im Internet einen Infoservice zum Hiroshima/Nagasaki-Tag eingerichtet, der neben dem Veranstaltungskalender auch Aufrufe, Stellungnahmen und Hintergundinformationen umfasst.

Manfred Stenner
Geschäftsführer des Netzwerk Friedenskooperative



E-Mail:   friekoop@bonn.comlink.org
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