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vom:
08.08.2000


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Hiroshima-Gedenken in Wien:

Nicht nur Atomwaffen, Kriege müssen abgeschafft werden

Wiener Friedensbewegung - Friedensbüro

1030 Wien, Kölblgasse 18/1, Telefon und Fax (01) 796 50 21, E-Mail: pax.vienna@aon.at

Hiroshima und Nagasaki mahnen! Vor 55 Jahren, am 6. und 9. August 1945, wurden die ersten beiden Atombomben gegen Menschen eingesetzt. Die Wiener Friedensbewegung veranstaltete gemeinsam mit der Hiroshima-Gruppe Wien am Abend des 6. August auf dem Wiener Stephansplatz eine Gedenkkundgebung.

Großes Interesse fand die Ausstellung über die Folgen der Atombombenabwürfe und die Präsentation der 117 Grußadressen.

Frau Matsuda, Sprecherin einer Delegation der Lehrerinnen und Lehrer-Vereinigung Tokios, bezeichnete das Bundesverfassungsgesetz über das atomfreie Österreich, in dem die Atomwaffenfreiheit verankert ist, als vorbildlich.

Frau Isolde Schönstein, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung berichtete von einem Aufenthalt in Weißrußland, wo die Menschen an den Folgen des AKW-Unfalls Tschernobyl leiden. "Ein umfassender Lebensschutz, die Wahrung der Würde der Person und aller Lebewesen ist die Grundlage der Christlichen Schöpfungslehre", betonte die engagierte Christin.

Dr. Irmela Steiner (OMEGA, österreichische Sektion der IPPNW - Ärzte/Ärztinnen gegen den Atomkrieg) meinte: "Wer weiß, wie die Geschichte verlaufen wäre, wenn nicht unzähliche Einzelpersonen, viele NGOs und große Bewegungen in den letzten Jahrzehnten aktiv am Frieden und gegen Atomkrieg gearbeitet hätten? Vielleicht hätte es längst einen dritten, vierten oder fünften Atombomben-Angriff, einen Atomkrieg gegeben? Der Beweis steht aus! Glücklicherweise!"

Prof. Ernst Schwarcz (Versöhnungsbund) zog die Lehre aus seinem lebenslangen Engagement in der Friedensarbeit, die sich gerade angesichts des NATO-Bombardements gegen Jugoslawien bestätigt hat: "Es genügt nicht nur, die Atombomben abzuschaffen oder atomwaffenfreie Regionen zu etabilieren. Nein: der Krieg als Institution muß abgeschafft werden - oder die Kriege schaffen die Menschheit ab."

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Sonja Jamkojian (Hiroshima-Gruppe Wien) betonte, daß dem Militarisierungswahn eine patriachale Gesellschaftspolitik zugrunde liege, "eine Politik mit wenig Geist, aber viel Gewalt".

Ing. Helmut Kramer (Hiroshima-Gruppe Wien) forderte, daß man von einer Kriminalisierung der GegnerInnen militärischer Lösungen in der öffentlichen Meinung zu einer Kriminalisierung jener Regierungen und Menschen kommen müsse, die noch immer militärische Gewalt als legitim ansehen. Er forderte, daß in der UNO Charta auch die Kriegsvorbereitung verboten werden müsse.

Die Kundgebung wurde mit einem Laternenmarsch zum Teich vor der Karlskirche beendet.

Informationen:

Andreas Pecha, Sekretä, Telefon (01) 796 50 21

Alois Reisenbichler, Telefon (0664) 39 51 809



E-Mail:  pax.vienna@aon.at
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