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Erstellt:
14.04.1999


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zu: Kosov@: Erklärungen gegen den Krieg

Aufruf zur gewaltfreien Aktion am Sonntag 18.4.99 am britischen Luftwaffenstützpunkt Brüggen bei Mönchengladbach

Die NATO-Mitgliedsstaaten führen einen seit langem sorgsam vorbereiteten Angriffskrieg gegen die BR Jugoslawien. Dieser Krieg soll die faktische Anerkennung einer neuen Doktrin über die Vorherrschaft der NATO bewirken. Das Leiden der Menschen im Kosov@ wird mißbraucht, um Krieg politisch durchsetzen zu können. Mit Krieg läßt sich Krieg nicht beenden.

In Deutschland sind mittlerweile zwei Luftwaffenstützpunkte zur Bombardierung von Jugoslawien einbezogen: Die Militärflughäfen Spangdahlem (bei Trier; US-Airforce) und Brüggen (bei Mönchengladbach, British Airforce). Am vergangenen Samstag wurde der Stützpunkt Spangdahlem gewaltfrei blockiert.

Wir rufen auf, am kommenden Sonntag, den 18. April am Luftwaffenstützpunkt Brüggen durch gewaltfreien Protest und zivilen Ungehorsam zu zeigen: wir wollen keinen Krieg erlauben, wollen die Waffen auf allen Seiten zum Schweigen bringen. Wir verurteilen Vertreibungen, Menschenrechtsverletzungen, Waffengewalt und Bombardierungen in gleicher Weise. Mit dieser Aktion wenden wir uns an die NATO und an die deutsche Bundesregierung.

Nach unseren Informationen fliegen von Brüggen täglich Bomber der britischen Luftwaffe zur Bombardierung von Zielen in Jugoslawien.

Wir planen eine gemeinsame Mahlzeit auf der Zufahrt zum Flughafen. Dabei wollen wir uns austauschen über die Bilder und über die Haltungen, die der Krieg bei uns wachruft und welche Handlungsspielräume wir für unsere Arbeit am Frieden sehen.

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Kosov@: Erklärungen gegen den Krieg
Wir wollen uns nicht von der Zufahrt wegschicken lassen, vielmehr wollen wir sie blockieren. Einige von uns möchten in dieser Zeit versuchen, in die Airbase zu gelangen, um britischen Luftwaffensoldaten unser Anliegen zu erklären und sie zur Dienstverweigerung aufzurufen. Wir halten es für wichtig, die Bestimmungen zum ungestörten Ablauf der Kriegsmaschine nicht zu respektieren. Wir rechnen damit, daß, wer auf der Fahrbahn sitzen bleibt oder wer in das Militärgelände zu gelangen versucht, vorübergehend festgenommen und strafrechtlich verfolgt werden wird. Es ist uns wichtig, in dieser Aktion ruhig, überlegt und übersichtlich zu handeln. Wir möchten auch Menschen die Teilnahme ermöglichen, die sich dem Risiko einer strafrechtlichen Verfolgung nicht aussetzen wollen und hoffen auf zahlreiche Teilnehmende.

Bitte laßt Euch, wenn Ihr teilnehmen möchtet, unbedingt von der Graswurzelwerkstatt das Blatt mit der Anfahrtbeschreibung, Treffpunkt vor Beginn, Nachweis von Übernachtungen etc. zufaxen: Tel.: 0221/765842, Fax: 0221/765889, e-mail: graswurzelwerk@oln.comlink.apc.org

Wir treffen uns spätestens 12.30 Uhr. Wir werden vor Beginn der Aktion ca. 1 Stunden zum Kennenlernen, zur Einbindung neuer TeilnehmerInnen, für Absprachen und zur Vereinbarung einer tragfähigen Verständigungs- und Entscheidungsstruktur benötigen. Gegen 14 Uhr wollen wir dann zum Haupttor der Airbase gehen. Wir freuen uns auf Eure Rückmeldung über die Teilnahme oder eventuelle Bedenken.

Es rufen auf aus dem Bundesweiten Aktionsbündnis: Stopp dem Krieg

Hagen Berndt, Kirchstr.14, 29462 Wustrow; Martin Singe, Lennéstraße 45, 53113 Bonn; Wilfried Kerntke, Lehrstr. 8, 63075 Offenbach; Andreas Speck, Nikolausstr. 9, 26135 Oldenburg; Jörg Rohwedder, Güntherstr. 94, 22087 Hamburg; Kerstin Niederheide, Melkbrink 67, 26121 Oldenburg; Ilka Anger, Gensemer Str. 52, 53225 Bonn; Elke Steven, Landgrafenstr.47, 50931 Köln; Renate Maurer-Hein, Am Rinkenbühl 38, 64807 Dieburg

Patchwork-Verein zur Förderung demokratischer Selbstorganisation, Kaiserstrasse 24, 26122 Oldenburg Tel: 0441/17111 Fax: 0441/2489661, email: patchwork@oln.comlink.apc.org, http://www.comlink.apc.org/patchwork/







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