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Kosovo-Krieg: 1 Jahr danach - Inhalt


vom:
21.03.2000


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Den 24. März nicht vergessen!

Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF)

Am 24. März 1999 begann die NATO ihren Angriffskrieg gegen Jugoslawien. Zum ersten Mal nach 1945 waren wieder deutsche Soldaten an der Bombardierung militärischer und vor allem ziviler Einrichtungen beteiligt. Inzwischen gibt es juristische Nachweise, dass mit diesem Krieg gegen viele internationalen völkerrechtlichen Verträge, aber auch gegen das Grundgesetz und das Soldatengesetz verstoßen wurde. Im Sommer des Jahres soll ein Internationales Tribunal die Rechtsverstöße und verbrecherischen Aktivitäten der für den Krieg Verantwortlichen klären und öffentlich machen.

Der 24. März 2000 fordert uns heraus, die Erinnerung wach zu halten an den Bruch des Friedens in Europa durch diesen Krieg
 PPF hat dazu aufgerufen, Partnerschaften mit Schulen in Jugoslawien zu schließen. Das betrifft in Deutschland vor allem einzelne Schulen, Schulkollegien oder Schülervertretungen: Wir können vertrauenswürdige Adressen von interessierten Schulen in Jugoslawien vermitteln.

 Die Realisierung von Schulpartnerschaften ist oft schwierig. Aber es gibt die Möglichkeit, gezielt Schulen in Jugoslawien wenigstens finanziell zu unterstützen. Dafür können Geldsammlungen unter Schülern und Schülerinnen, Eltern, Lehrerinnen und Lehrern organisiert werden.

 Es gibt die Möglichkeit, Aufklärungs- und Diskussionsveranstaltungen durchzuführen, für die PPF kompetente Fachleute, Informationen und Medien vermitteln kann.

 Auch außerhalb der Schule sind Kinder, Jugendliche und Eltern in Jugoslawien auf Hilfe "von unten" angewiesen. Dies betrifft insbesondere die Menschen in Serbien, die bisher von den Hilfsaktionen der "Sieger" ausgeschlossen sind. Die Gesellschaft für Friedenserziehung konnte bislang immerhin ca. DM 30.000 eingegangene Spenden für das blanke Überleben der Menschen bereitstellen.

 Arbeiter des zerstörten Fernsehsenders in Belgrad bitten darum, die hinterbliebenen Kinder von Bombenopfern mit längerfristigen Stipendien zu unterstützen (z.B. DM 50 oder DM 100 mtl. für ein Jahr). PPF kann vermitteln und Modalitäten regeln.

 In Siegen fordert die Friedensbewegung das Stadtparlament auf, aus Anlass des 24. 3. die Ausbildung ziviler Friedensfachkräfte zu unterstützen, indem die Stadt einen jährlichen Förderbeitrag an das "Forum Ziviler Friedensdienst" überweist. Dieser Vorschlag sollte auch in anderen Kommunen aufgenommen werden. Die Art, wie ein Stadtparlament auf einen solchen Bürgerantrag reagiert, kann offen legen, wie sehr sich Lokalpolitikerinnen und -politiker tatsächlich für die Not der durch den NATO-Krieg betroffenen jugoslawischen Bevölkerung interessieren.

Kontakt für Nachfragen: PPF - Bernhard Nolz/Wolfgang Popp, Kölner Str. 11, 57072 Siegen, Tel. 0271-20596 / 0171-8993637, Fax: 0271-2390985; Email: nolzpopp@t-online.de, http:/www.friedenskultur.de

Spenden: Sonderkonto PPF: Postgiro Dortmund (BLZ 440 100 46) Kto.-Nr.: 41818-464, Stichwort "Serbien-Hilfe" (wichtig!). Wer eine steuerlich absetzbare Quittung braucht, muss die volle Adresse deutlich lesbar auf dem Überweisungsträger angeben.



E-Mail:  nolzpopp@t-online.de
Internet: http://www.friedenskultur.de


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