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10.04.2000
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Ostermärsche und -aktionen 2000:

  Echo/Presse

Ostermärsche 2000

Tickermeldungen im Vorfeld

Nachrichtenagenturen

dpa 10.04.: Ostermärsche gegen Tschetschenienkrieg und Rüstungsexporte

epd 10.04.: Friedensinitiativen rufen zu Ostermärschen auf

ap 11.04.: Ostermarschierer fordern "Schluss mit Rüstung und Krieg"

ap 17.04.: Ostermarschierer hoffen auf Zulauf

dpa 18.04.: Ostermarschierer wollen an Kosovo-Krieg erinnern

EPD 19.04.: Ostermärsche in 50 Orten





Ostermärsche gegen Tschetschenienkrieg und Rüstungsexporte
Bonn (dpa/lnv) - Der Krieg der NATO gegen Jugoslawien, Russlands Krieg in Tschetschenien sowie die angestrebte Öffnung der Bundeswehr für Frauen sind die Themen der diesjährigen Ostermärsche. Das bundesweite Netzwerk Friedenskooperative in Bonn kündigte an, von Karfreitag bis Ostermontag werde es in zahlreichen Städten in West- und Ostdeutschland Ostermärsche, Kundgebungen, Friedensfeste, Mahngänge und andere Aktionen geben. Größere Veranstaltungen sind nach Angaben des Netzwerks in Berlin, München, Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg, Saarbrücken, Chemnitz und dem Ruhrgebiet geplant.

Wie die Kooperative mitteilte, wollen Friedensgruppen an den vier Tagen unter anderem "an den Bruch des Völkerrechts im Krieg gegen Jugoslawien" erinnern. Russland soll bei den diesjährigen Ostermärschen wegen einer "Renaissance einer menschenverachtenden Großmachtpolitik" in Tschetschenien kritisiert werden. In der Ankündigung der traditionellen Ostermärsche heißt es außerdem, die rot-grünen Versprechungen zu einer konsequenten Friedenspolitik erwiesen sich als hohl.

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Im Ruhrgebiet stehen die Ostermärsch-Aktionen unter dem Thema "Eine Welt ohne Krieg, ohne Waffen wollen wir". In Leipzig lautet das Motto "Gegen deutsche Interventionstruppen - Für die Auflösung der Krisenreaktionskräfte". In Kassel wird am Ostersamstag unter dem Motto "Deutsche Politik muss Friedenspolitik werden" demonstriert. In München heißt das Thema "Wir bleiben dabei - Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen". In Berlin treten die Ostermarschierer unter dem Slogan "Wir wollen keine schnellen Eingreiftruppen -nirgendwo» an.

Am Ostermontag lautet das Motto in Frankfurt. "Wir bleiben dabei -Schluss mit Rüstung und Krieg". In Hamburg wird unter der Devise "Gegen die Militärlogik - Bundeswehr abrüsten - Keine deutschen Waffen an die Türkei" demonstriert. In Nürnberg lautet das Thema "Für ein Jahrhundert des Friedens und der Abrüstung" und beim landesweiten Ostermarsch in Stuttgart treffen sich die Teilnehmer unter dem Motto "Bewegung für den Frieden - Ohne Krieg ins neue Jahrtausend."

dpa/lhe ale zl yynw bw mb





epd 10.04.2000, 15:25 Uhr

Demonstrationen/Ostermärsche
Friedensinitiativen rufen zu Ostermärschen auf
Bonn (epd). Bei den bevorstehenden Ostermärschen soll der Protest gegen deutsche Rüstungsexporte sowie gegen die Kriege auf dem Balkan und in Tschetschenien im Mittelpunkt stehen. In 40 Orten seien an den Ostertagen Demonstrationen und Aktionen geplant, teilte das Netzwerk Friedenskooperative am Montag in Bonn mit.

In ihren Aufrufen zu den Ostermärschen kritisieren die Friedensgruppen unter anderem das "Versagen der Nato" bei der Förderung eines friedlichen Zusammenlebens der Völker im Kosovo. Weil die zivile Vorsorge vernachlässigt werde, drohten in Südserbien und Montenegro bereits neue Kriege. Zudem werfen die Friedensgruppen Russland eine "Menschen verachtende Großmachtpolitik" vor. Mit dem Krieg gegen Tschetschenien folge Russland dem Nato-Beispiel des "Rechts des Stärkeren", hieß es.

Die Initiativen wenden sich zugleich gegen eine Lieferung von Waffen aus Deutschland an die Türkei und an Staaten des Nahen Ostens. Die rot-grüne Koalition löse ihr Versprechen einer konsequenten Friedenspolitik nicht ein, kritisieren sie. Deutsche Außenpolitik orientiere sich weiterhin vor allem an wirtschaftlichen Interessen.

Die Veranstalter rechnen nach eigenen Angaben damit, dass mehrere tausend Menschen den Aufrufen zu den Osteraktionen folgen. Die Ostermärsche seien jedoch nicht mehr der "Zählappell der Friedensbewegung". Die meisten Teilnehmer werden beim traditionellen "Ostermarsch Ruhr" von Duisburg nach Dortmund sowie bei den Kundgebungen von ostdeutschen Friedensgruppen erwartet.





11.04.2000 - 16:35

Ostermarsch
Ostermarschierer fordern "Schluss mit Rüstung und Krieg"
Frankfurt/Main (AP) Unter dem Motto "Schluss mit Rüstung und Krieg" stehen in diesem Jahr die traditionellen Ostermärsche der Friedensbewegung. Auf den rund 40 Veranstaltungen in ganz Deutschland wollen die Teilnehmer von Gründonnerstag bis Ostermontag eine friedenspolitische Wende in Deutschland verlangen. Die Bundesregierung solle aufgefordert werden, "den Anspruch der Koalitionsvereinbarung von 1998, wonach deutsche Außenpolitik Friedenspolitik sei, endlich" umzusetzen, erklärte das Ostermarschbüro am Dienstag in Frankfurt am Main. Die größten Verletzungen dieses Grundsatzes habe die Bundesregierung selbst betrieben. Die Friedensbewegung erinnerte an den Kosovo-Konflikt, der mit der direkten Beteiligung der Bundeswehr an einem Krieg eine einschneidende Veränderung in der deutschen Außenpolitik gewesen sei. "Der Militärlogik hält die Friedensbewegung entgegen: Krieg und militärische Intervention lösen keine Konflikte", erklärte das Ostermarschbüro.

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Ostermarschierer hoffen auf Zulauf
(17.April 2000)

Friedensbewegung ruft ab Karfreitag bundesweit zu Demos gegen Rüstungsexport und Tschetschenien-Krieg auf
Von AP-Korrespondent Andreas Rehnolt

DÜSSELDORF (AP). Die deutsche Friedensbewegung gibt sich wenige Tage vor den traditionellen Ostermärschen ab Karfreitag zuversichtlich, Zehntausende von Demonstranten für ihre Aktionen begeistern zu können. Insgesamt gibt es nach Angaben des Netzwerks Friedenskooperative in Bonn in West- und Ostdeutschland in diesem Jahr rund 40 Veranstaltungen, Protestkundgebungen, Friedensmärsche und sonstige Aktionen. Im Mittelpunkt der Kritik stehen die geplanten Rüstungsexporte der rot-grünen Bundesregierung, der Tschetschenien-Krieg und der bevorstehende Einsatz von Frauen an der Waffe.

Bis zum Ostermontag wollen die zahlreichen Veranstalter auch an den ihrer Ansicht nach erfolgten Bruch des Völkerrechts im Krieg gegen Ex-Jugoslawien erinnern, an die vielen Opfer sowie die materiellen und politischen Schäden und an, das Versagen von Nato und Kfor in der Förderung eines friedlichen Zusammenlebens der Völker im Kosovo. Die Ostermarschierer wollen zudem auch die Bundesregierung wegen "hohler Versprechungen" zur Friedenspolitik an den Pranger stellen. "Gerade auch bei der Praxis der Rüstungsexporte erweist sich: Deutsche Außenpolitik ist Wirtschaftspolitik kritisierten Sprecher der Friedenskooperative die geplanten Rüstungsexporte etwa in die Türkei oder den Nahen Osten.

Größere Friedensfeste, Mahngänge und Kundgebungen gibt es nach Angaben der Organisatoren in Berlin, München, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Dortmund, Hamburg, Saarbrücken, Chemnitz, Leipzig, Augsburg, Essen, Nürnberg, Stuttgart und Mannheim. Auch in vielen kleineren Städten sind Aktionen geplant, diese können im Internet (http://www.friedenskooperative.de) abgerufen werden .Die Veranstaltungen beginnen Karfreitag mit einem Ostermarsch in Chemnitz, einem Mahngang in Dortmund und einer Fahrradtour von Leipzig aus. Die Aktion dort steht unter dem Motto "Gegen deutsche Interventionstruppen - Für die Auflösung der Krisenreaktionskräfte".

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"Keine Pflugscharen zu Schwertern"
Am Ostersamstag findet in Augsburg unter dem Motto Wir haben nicht vergessen eine Kundgebung zu den folgen des Krieges gegen Jugoslawien statt. Auch im schweizerischen Basel gehen Demonstranten "Für die Uno - gegen die Nato. Für Abrüstung -gegen Terror" auf die Straße. In Duisburg beginnt der Ostermarsch Ruhr. Unter dem Motto "Eine Welt ohne Krieg, ohne Waffen" ziehen die Demonstranten bis nach Dortmund. In München lautet das Motto der Ostermarschierer "Wir bleiben dabei. Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen". In Saarbrücken heißt es "Keine Pflugscharen zu Schwertern.

Am Ostersonntag ziehen im Ruhrgebiet die Teilnehmer von Essen nach Bochum. Am letzten Tag der diesjährigen Ostermärsche wollen die Teilnehmer in Berlin Unter den Linden unter dem Motto "Wir wollen keine schnellen Eingreiftruppen - nirgendwo" die Aktionen fortsetzen. In Berlin wollen sie zu einem auch die sofortige Abschaltung der Atomkraftwerke in Deutschland fordern, wie Sprecher der Friedenskooperative mitteilten. In Stuttgart soll es ein gewaltfreies "Go in - sit out" an der US-Kommandozentrale für Europa geben. Und in München ziehen die Teilnehmer des Ostermarsches zur US-amerikanischen Abhöranlage in Bad Aibling, die umwandert werden soll.

Entstanden ist die Ostermarsch-Bewegung in England, wo sich unter der Regie des britischen Philosophen Bertrand Russel am Karfreitag 1958 in London erstmals etwa 10.000 Menschen versammelten, um für die atomare Abrüstung zu demonstrieren. In Deutschland wurde der erste Ostermarsch 1960 organisiert und durchgeführt.







Ostermarschierer wollen an Kosovo-Krieg erinnern
Frankfurt/Main (dpa) - Die Erinnerung an den Kosovo-Krieg vor einem Jahr steht im Mittelpunkt der diesjährigen Ostermärsche. In mehr als 30 Orten sind Veranstaltungen geplant.

Anhänger der Friedensbewegung wollen damit auch gegen künftige Beteiligung der Bundeswehr an NATO-Kampfeinsätzen demonstrieren Das Ostermarschbüro im Frankfurter Gewerksschaftshaus erwartet Tausende von Teilnehmern.

Am Karfreitag sind Kundgebungen in Dortmund und im hessischen Bruchköbel geplant. In Leipzig startet eine dreitägige Fahrradtour, die unter dem Motto «Krieg dem Kriege» ins sächsische Schneeberg führt, wo Krisenreaktionskräfte der Bundeswehr stationiert sind. Am Samstag haben regionale Veranstalter zu Kundgebungen in Augsburg, Bremen, Duisburg, Lüdenscheid, Mainz, München, Rostock, Saarbrücken, Suhl, im Baden-württembergischen Überlingen und im holsteinischen Wedel aufgerufen. Auch im schweizerischen Basel ist eine Veranstaltung geplant.

Am Ostersonntag startet eine zweite Fahrradtour von Essen aus durch das Ruhrgebiet. Die Teilnehmer fordern: «Atomwaffen abschaffen.» Ein anderer Schwerpunkt am Ostersonntag ist die Heide. Dort wird an verschiedenen Orten «für eine atomwaffenfreie Heide» demonstriert.

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Am Montag sind Ostermärsche in zahlreichen großen Städten geplant. Unter dem Motto «Eine Welt ohne Krieg, ohne Waffen wollen wir!» wollen Menschen in Berlin, Dortmund und Düsseldorf auf die Straße gehen. In Frankfurt/Main heißt es: «Wir bleiben dabei: Schluss mit Rüstung und Krieg», in Hamburg fordern die Teilnehmer «Bundeswehr abrüsten!» und «Keine deutschen Waffen an die Türkei!», in Kassel heißt es «Deutsche Politik muss Friedenspolitik werden!». Auch in München, Nürnberg und Stuttgart sind Ostermarsch-Aktionen geplant.

Die Ostermarsch-Bewegung entstand vor gut 40 Jahren in London. In ihren Hoch-Zeiten demonstrierten Hunderttausende gegen die atomare Rüstung. Als geistiger Vater gilt der britische Philosoph Bertrand Russel. Im vergangenen Jahr gaben der Kosovo-Krieg und der Bundeswehreinsatz auf dem Balkan der Friedensbewegung in Deutschland neuen Auftrieb. Zu den traditionellen Ostermärschen gingen schätzungsweise 50.000 Demonstranten auf die Straße.







Mainpost: 20.04. (
http://www.mainpost.de/nl2view/?id=9UN21)

Ostermärsche in 50 Orten
BONN (EPD) Die Friedensbewegung will in rund 50 Orten ihre traditionellen Ostermärsche und Kundgebungen veranstalten. Wie das Bonner Netzwerk Friedenskooperative mitteilte, werden die meisten Teilnehmer beim Ostermarsch Ruhr, bei Demos an Militär-Standorten in den neuen Bundesländern sowie beim Berliner Ostermarsch erwartet. Inhaltliche Schwerpunkte seien die Erinnerung an den Krieg der Nato gegen Jugoslawien, die Forderung nach einem Verbot von Rüstungsexporten in die Türkei sowie die Ablehnung eines Waffendienstes für Frauen in der Bundeswehr.

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