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vom:
24.04.2000


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Ostermärsche und -aktionen 2000:

  Reden/Kundgebungsbeiträge

Ostermarsch 2000 Berlin, Sperrfrist 24.04.2000, 14 Uhr!, Es gilt das gesprochene Wort!

Rede in Berlin

Traudl Vorbrodt

2000 Jahre Christentum, die große Bewegung für Gewaltfreiheit, Versöhnung, Abbau von Feindbildern und Widerstand gegen Ausgrenzung.


Ist die Bewegung gescheitert?
Angesichts der drohenden Weltzerstörung, des erstarkenden Ethnozentrismus, der Dominanz des persönlichen Reichtums und der wachsenden Akzeptanz von Gewalt scheint es so.

Sind wir also Fossile, nur noch für Doktoranden der Geschichte von Interesse?

Wir sind es nicht. Wir sind nicht versteinert oder erstarrt, sondern sehr lebendig und beweglich.

Gewaltfreiheit ist Bewegung "aufeinander zu". Sie braucht keine Rüstung, keine Abschreckung, keine Vernichtung des Anderen.

Gewaltfreie Bewegung braucht Menschen aus allen Berufen und Lebenserfahrungen.

Konflikte zwischen Menschen, Gesellschaften und Ethnien wird es zwar immer geben, sie sind eine Gegebenheit des Zusammenlebens.

Konflikte sind mit zivilen Mitteln produktiv auszutragen, sollen sie zu Versöhnung und dauerhafter Verständigung führen.

Dazu bedarf es aber professioneller Unterstützung durch Fachkräfte.

Die Forderungen der 80er Jahre: "Gewaltfrei widerstehen, Kriegsdienste verweigern, Abschreckung überwinden", beschreiben zwar nach wie vor ethisch gebotene Handlungsweisen, reichen aber offensichtlich nicht mehr aus.

Wir brauchen jetzt Friedensfachschulen und keine Bundeswehrschulen.

Wir brauchen Verständigungspflicht und keine Wehrpflicht.

Wir brauchen kreative und inovative Politiker, die sich mit uns fundiert für soziale Gerechtigkeit in der Polis Berlin einsetzen und keine Stammtischparolen zur sozialen Hängematte.

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Wir wissen, unser aller Leben ist endlich und wird somit scheitern.

Gerade dieses Wissen berechtigt und verpflichtet uns zum Einsatz für eine hohe Lebensqualität und Lebensfreude für alle - ohne Ausnahme.

Wir brauchen Friedenserziehung und Konfliktlösungsstrategien als ordentliches Lehrfach

Erziehen wir unsere Kinder zu gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten.

Gemeinschaftsfähigkeit schließt Unterdrückung und Ausgrenzung aus.

Die Opfer von Krieg, Gewalt, Unterdrückung und Ausgrenzung, die in unserer Stadt Schutz suchen, sollen diesen Schutz auch dauerhaft von uns erhalten.

Vom Berliner Ostermarsch 2000 soll eine breite Bewegung zur Überwindung nationalstaatlicher Grenzen - die Quellen zahlreicher Konflikte - ausgehen.

Der Berliner Ostermarsch 2000 will ermutigen, gesetzlich abgesicherte, staatlich geförderte und international eingebundene Friedensfachdienste zu gründen und sich für eine Globalisierung der Humanität zu engagieren.

Pax Christi Berlin bittet die Bevölkerung der Stadt um Unterstützung.


Traudl Vorbrodt, pax christi Berlin
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