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10.05.2000


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Friedensinitiative Überlingen-Stockach

Die Friedenstaube will nicht mehr fliegen, ihre Flügel sind lahm geworden. Die alte Militärlogik beherrscht wieder die Politik. Mit unbeschreiblicher Schamlosigkeit missbrauchen die Mächtigen die Menschen und die Sprache für ihre Zwecke. Sie sprechen von Friedensmissionen, von humanitärer Hilfe, vom Schutz der Menschenrechte, und sie meinen Krieg. Zynisch verschleiern sie damit ihre machtpolitischen und wirtschaftlichen Interessen.


Gesellschaften und Staaten, die auf Macht, Machterhalt und Gewalt bauen, sind nach ihrer eigenen Logik gezwungen, sich in einer sich globalisierenden Welt ihre Anteile zu sichern. Die Kriege, die im globalen Verteilungskampf um die Ressourcen noch bevorstehen, werden schon vorbereitet.

Einst gingen Hunderttausende auf die Straße, um von den Regierenden ein Ende der atomaren Bedrohung, ein Ende des Wettrüstens und ein Ende von Krieg und Gewalt zu fordern. Die Überzeugungen der Menschen in der Friedensbewegung damals waren richtig. Nur wurden diese Überzeugungen nicht zu Ende gedacht:

Die Abkehr von Krieg und Gewalt verändert eine Gesellschaft grundlegend. Eine solche Gesellschaft ist einem entschiedenen Pazifismus verpflichtet, dem alle politischen und wirtschaftlichen Interessen untergeordnet sind.

Eine pazifistische Gesellschaft muß Strukturen einer neuen Politik entwickeln, die Kriegen den Nährboden entzieht und eine andere, menschliche Globalisierung zum Ziel hat. Nicht über Militärbündnisse muß nachgedacht werden, sondern über Lebensbündnisse. Wir brauchen internationale Gremien, die den Umgang mit den weltweit vorhandenen Ressourcen sinnvoll regeln. Die Entwicklung von Wirtschaft und Industrie muß ohne Ausbeutung der Lebenskraft von Mensch und Natur allen Menschen zugute kommen.

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In dieser pazifistischen Gesellschaft erst werden dem einzelnen seine Bedeutung und seine Würde zurückgegeben, da er nicht mehr zur Manövriermasse der Mächtigen gehört und nicht mehr willkürlich geopfert oder gerettet werden kann. In einer pazifistischen Gesellschaft wird dann, ohne die Begriffe zu missbrauchen, von Menschenrechten und deren Schutz geredet werden können.

Friedensinitiative Überlingen-Stockach, Postfach 101340, 88843 Überlingen, April 2000

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