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Ostermär-
sche 2001


vom:
07.02.2001


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Konzept Ostermarsch EUREGIO/Heerlen (NL):

Nato, Krieg oder Frieden?

Ostermarsch EUREGIO

Der neunte Ostermarsch für Abrüstung und Frieden findet am Ostermontag, dem 1604.2001 in der niederländischen Stadt Heerlen (Provinz Süd-Limburg) und Umgebung statt.


Der internationale Marsch, die anschließende Demonstration und das Oster-Friedensaktionscamp in der Region stehen im Zeichen der Demilitarisierung und der Rückgabe militärischen Geländes an die Natur und die Zivilbevölkerung.

Militarisierte Euregio

Die Euregio Limburg, gelegen in Deutschland, Belgien und den Niederlanden, ist hochgradig militarisiert.

Neben Zentren der militärischen Produktion gibt es dort eine Anzahl Kasernen, Waffenlager und Militärflugplätze. Das wichtigste militärische Objekt befindet sich in Brunssum (Niederlande, Süd-Limburg): AFNORTH, das NATO - Kommandozentrum für Nord - Mittel und Westeuropa. Während der Osteraktionen gilt der AFNORTH und den Argumenten Pro und Contra NATO besondere Aufmerksamkeit. Die Streitkräfte von Deutschland, Belgien und den Niederlanden sind Teil der NATO-("Verteidigungs") Bündnis unter Leitung des großen Bruders Amerika. Außer den USA, Kanada und der Türkei sind 16 europäische Staaten Mitglied. Die NATO, mächtigste militärische Organisation der Welt, nennt ihre Soldaten "Profis für Frieden und Sicherheit". Ihr Einsatz wird vorzugsweise, Friedensoperation genannt.

Nato - Pro und Contra

Viele Europäer finden das Friedensimage der NATO glaubwürdig. Seit der Gründung der NATO 1949 konnten sie in Frieden leben. Für sie kann auch zählen, daß die NATO den Status Quo garantiert, das wirtschaftliche und politische Eigeninteresse der Mitgliedsstaaten, meist die reichsten Länder der Welt. Doch darf man nicht vergessen, daß

 der nukleare Abgrund oft beängstigend nah war.

 Einzelne oder Gruppen von NATO - Ländern unter anderem in Korea, Vietnam, Nicaragua, Irak und Kurdistan Krieg führten und führen.

 die gesamte NATO Krieg gegen Jugoslawien führte.

Haben die NATO und die Mitgliedsstaaten damit zu demokratischen Verhältnisse in der Welt beigetragen? Wegen ihrer militärischen Überlegenheit können die NATO-Länder ihren Willen durchsetzen. Es wird oft nicht verstanden, daß dies alles auf Kosten von Menschen in anderen Ländern geht - vor allem in der "Dritten Welt".

Atomwaffen sind illegal

Die NATO-Mitglieder USA und Großbritannien haben zusammen fast 13.000 Atomwaffen. Ein ansehnlicher Teil davon steht zur Verfügung der NATO, unter direktem Befehl der USA.

In der Befehlskette ist die AFNORTH eine unersetzliche Schaltstelle. Die NATO-Staaten mit Atomwaffen haben sich in einem UN-Vertrag dazu verpflichtet, diese Massenvernichtungswaffen abzuschaffen, aber sie tun dies nicht. Ebensowenig respektieren sie die höchste juristische Instanz, den internationalen Gerichtshof.

Dieser beschloß 1996, daß die Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen illegal ist. Dadurch, daß sie amerikanische Atomwaffen auf ihrem Hoheitsgebiet akzeptieren, schänden auch die Niederlande, Belgien und Deutschland internationales Recht. Atomwaffen stehen jedem Friedensimage entgegen, ebenso wie die enorme Auswahl an "normalen" Mordwerkzeugen. Offensichtlich hält die NATO dies alles für eine regelrechte Kriegführung in Bereitschaft.

Der Krieg um das Kosovo 1999 - scharf kritisiert durch Amnesty International - war ein Beispiel dafür.

Ideal:

Die Teilnehmer an den Osteraktionen 2001 finden, daß der Ruf nach Abrüstung nicht verstummen darf. Sie plädieren für Konfliktprävention und den Aufbau von zivilen Friedensteams. Gerechte Verhältnisse in der Welt und Atomrüstung sowie andere Kriegsvorbereitungen schließen sich gegenseitig aus. Sie setzen sich für das Ideal einer friedlichen Welt ohne Waffenproduktion, Hunger, Unterdrückung und Umweltzerstörung ein. Die großen Geldbeträge, die allein bei der Demilitarisierung von Limburg freigesetzt würden, könnten für sinnvolle Gemeinschaftsaufgaben wie z.B. Bildung und Gesundheitswesen eingesetzt werden, in der Euregio und anderswo.



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