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Ostermär-
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vom:
23.03.2002


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Aufruf zum Ostermarsch 2002 in Landshut

Krieg ist kein Mittel gegen Terror! Krieg ist Terror!

FI Landshut

Wir hören Völkerrecht und sehen Krieg

Die Achtung der Souveränität der Staaten könnte ein Schritt sein zu einer friedlicheren Welt, aber die Realität sieht anders aus:

Nach wie vor blüht der globale Waffenhandel, auch in Krisengebiete, auch aus Deutschland. Die UCK ist als Kriegspartei in Jugoslawien durch Deutschland militärisch und politisch gestärkt worden, die Taliban wären ohne Geheimdienstunterstützung aus den USA in Afghanistan niemals an die Macht gelangt. Die reichsten und mächtigsten Länder der Welt, allen voran die USA, haben unzählige Regierungen anderer Länder gestürzt und durch ihnen genehme Machthaber ersetzt. Die neuen Verbündeten waren dabei oftmals schlimmste Diktatoren. Krisen und Konflikte werden zusehends nicht mit dem Interesse einer friedlichen Lösung auf zivilem Weg und auf Grundlage des Völkerrechts gelöst. Stattdessen verschlimmert der durch eigene ökonomische und politische Interessen motivierte Weg des Krieges, dem stets Unschuldige zum Opfer fallen, die Situation in den betroffenen Regionen weiter. Die Frauen und Kinder Afghanistans, einem der ärmsten Länder der Welt, haben nichts mit Terrorismus zu tun, sondern werden abermals Opfer von Krieg und Gewalt, erst durch die Taliban, jetzt durch US-Bomben auch mit deutscher Unterstützung!

Wir hören Menschenrechte und entdecken Wirtschaftsinteressen

Wer definiert eigentlich, was Menschenrechte sind? Haben die NATO-Staaten das alleinige Recht dazu? National und global geraten auch in den Industrienationen mehr und mehr Menschen auf die Verliererstraße. Täglich verhungern nach UNO-Angaben 24000 Menschen. Das ist keine Naturkatastrophe, sondern könnte durch die mächtigen Länder der Welt verhindert werden. Die USA geben an die 400 Mrd. Dollar für Rüstung aus, obwohl beispielsweise die Analphabetenquote im eigenen Land 11% beträgt. Wie vielerorts wird in den USA die Todesstrafe praktiziert.

Der Umbau der Bundeswehr zu einer überall in der Welt einsetzbaren Armee verschlingt ernorme Steuergelder, während in Deutschland offiziell weit über 4 Millionen Menschen ohne Arbeit sind. Zusehends wächst auch bei uns die Kluft zwischen arm und reich. 50% der Deutschen besitzen nur 4,5% des gesamten Privatvermögens. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Burkhard Hirsch nennt das Schily-Sicherheitspaket demokratiefeindlich, "gegen das sich die Notstandsgesetze wie Träumereien am Kamin ausnehmen. (...) Keine einzige der in Schilys Gesetzentwurf vorgeschlagenen Maßnahmen wäre geeignet gewesen, das Attentat von New York zu verhindern." (Süddeutsche Zeitung, 2.11.01)

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Wir hören von der zivilisierten Welt und gemeint sind die mächtigsten Länder

Der Krieg gegen Afghanistan "und eine Reihe anderer Länder" (G. Bush) dient nicht der Terrorismusbekämpfung, denn hierfür müsste die weltweite "extreme soziale Ungerechtigkeit als Nährboden für Gewalt" (Kardinal Wetter) bekämpft werden. Dazu aber fehlt der politische Wille. "Dass alle zwei Minuten ein Kind an Hunger sterbe, liegt daran,
dass die Mächtigen der Welt frei sind, während die Ohnmächtigen in Abhängigkeit gefesselt bleiben." (Manfred Kock, Vorsitzender der evangelischen Kirche in Deutschland, in der LZ vom 2.1.02). Die multinationalen Konzerne der USA, der EU, auch Russlands und Chinas lockt in Zentralasien und am Persischen Golf "der süße Duft des Petroleums". (Süddeutsche Zeitung). Die Wochenzeitung "Die Woche" titelt am 19.10.2001: "Triebfeder des Krieges. In Afghanistan wird nicht nur gegen den Terror, sondern auch um Öl und Gas gekämpft - von einer US-Regierung, die eng mit der Öl-Industrie verbunden ist."

Globalisierung wird nicht verstanden als Handel zum gegenseitigen Vorteil, sondern als Auseinandersetzung um Weltmarktanteile, Rohstoffe, Höchstprofite. Die Attentate vom 11. September, deren Opfern genauso wie allen Kriegsopfern unsere tiefe Anteilnahme gehört, sind nicht der Grund, sondern der Vorwand für zukünftige Kriege.

Gewaltlosigkeit ist nicht Tatenlosigkeit! Wir stehen ein für soziale Gerechtigkeit und Demokratie und fordern unabhängig von jeder Regierung:

1.Sofortiger Stopp aller Kriegshandlungen gegen Afghanistan! Keine Vorbereitung von Kriegen gegen andere Länder!

2.Rückzug aller deutschen Soldaten - keine Frau, keinen Mann und keinen Cent für den Krieg! Abbau der Interventionsstreitkräfte!

3.Sofortige Veröffentlichung der Beweise gegen die Drahtzieher der Terroranschläge vom 11.September!

4.Achtung der Souveränität der Staaten!

5.Keine Steuererhöhungen für Krieg und Demokratieabbau! Arbeitsplätze statt Kriegseinsätze!

6.Solidarität nicht mit den NATO-Mächtigen, sondern mit allen friedensbewegten Menschen in aller Welt.

7.Bekämpfung des Hungers und der sozialen Ungerechtigkeit in der Welt! Alle Anstrengungen für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung!



Kontakt:FI Landshut, Marion Kroiß, Höglberg 32, 84028 Landshut, Tel: 0871/29871

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