Ostermär-
sche 2002


vom:
27.03.2002

update:
30.03.2002


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Ostermärsche und -aktionen 2002

 Echo/Presse

Pressespiegel (Vorfeld) 27.03.02

Netzwerk Friedenskooperative

27.02.02

FR: Osterausflug "gegen Krieg und Terror"

jW: Hoffnung auf mehr Bewegung

ND: Kritik an Militäreinsätzen, Atomplänen der USA und an ungerechter Weltwirtschaftsordnung

taz: Friedensbewegte erwarten Zulauf

Saarbrücker Zeitung Friedensfreunde gehen auf die Straße

Sindelfinger Zeitung PDS mobilisiert für die Ostermärsche

Berliner MoPo Ostermarsch: Mehr Zulauf nach Terror-Anschlägen?

ND (Berlin/Brandenburg Teil): Deutliches Friedenszeichen zum Ostermarsch

Berliner Zeitung: "Achse des Friedens" plant Aktionen zum Bush-Besuch

Spiegel-online: Ostermärsche: Hoffen auf den Afghanistan-Effekt

KNA: Ostermarsch am Karsamstag

afp: Friedensbewegung hofft auf mehr Zulauf bei Ostermärschen - Terror und Krieg zentrale Themen in diesem Jahr (Vorbericht)

dpa: Friedensbewegung plant zu Ostern 60 Aktionen gegen Krieg und Terror

NHP: Am Samstag ist Ostermarsch

Hannoversches Wochenblatt: Ostermarsch findet statt

HAZ: Marschieren für den Frieden



Quelle: FR 27.03.02

Osterausflug "gegen Krieg und Terror"

Am Wochenende marschieren die Pazifisten - aus Tradition und diesmal vor allem gegen die US-Militärpolitik

Von Volker Trunk (Frankfurt a.M.)

Die US-Atomwaffenpolitik und die Angst vor einer Ausweitung des Krieges in Afghanistan auf andere Länder gehören bei den Ostermärschen am kommenden Wochenende zu den zentralen Themen. Einige Initiativen wollen die Aktionen auch als Testlauf für die Proteste zum Deutschland-Besuch von US-Präsident Bush im Mai nutzen.

Totgesagt wurde er schon oft, aber totzukriegen ist er nicht. "Der Ostermarsch ist doch nicht der Zählappell der Friedensbewegung", sagt Kristian Golla, der seit zwölf Jahren in Bonn im Netzwerk Friedenskooperative die regional organisierten Osteraktivitäten koordiniert. Mit seiner Einschätzung kontert Golla Kritiker, die die Protestform wegen der in den vergangenen Jahren geringen Teilnehmerzahl für überholt halten. Die bundesweit mindestens 50 Osteraktionen, die Friedensgottesdienste ebenso umfassen wie Fahrraddemos und Kundgebungen an Militärstandorten, spiegelten Themen wider, die für viele Friedensgruppen das ganze Jahr über Bestand haben, sagt Golla. Der Ostermarsch sei eben eine Traditionsveranstaltung, "mit allen seinen positiven und negativen Seiten".

Bei aller Tradition fehlt nicht der Bezug zum Aktuellen. So stehen am Wochenende die Konsequenzen aus den Anschlägen vom 11. September vielerorts im Blickpunkt: "Gemeinsam gegen Krieg und Terror" lautet beispielsweise das Motto, mit der die Veranstalter in Frankfurt am Main für die Abschlusskundgebung mit dem Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter werben. Neben Frankfurt sollen Berlin und Hamburg am Ostermontag die Hauptziele für Veranstaltungen der Friedensbewegung sein, berichtet das zentrale Ostermarschbüro. Bundesweit rechnet das Netzwerk Friedenskooperative mit zehntausenden Demonstranten.

Das große Thema ist klar: Militärische Interventionen und Krieg, so heißt es etwa im Frankfurter Aufruf, seien zu einem normalen Teil deutscher Politik geworden. Die Friedensbewegung, konstatiert Richter (78), Mitbegründer der bundesdeutschen Sektion der Ärzte für Frieden und soziale Verantwortung (IPPNW), "kommt wieder etwas in Bewegung". Dazu habe die Politik der Bundesregierung durchaus beigetragen. Die außerparlamentarische Atomprotestbewegung bekommt Richter zufolge immer dann einen Schub, "wenn die parlamentarische Politik sich an den Themen vorbeimogelt."

Dass Deutschland "alle Hemmnisse zur freien Verwendung des Militärs abgeschüttelt hat", beunruhigt auch Andreas Buro (73), der 1960 den ersten Ostermarsch organisierte. Warum der große Aufschrei in der Bevölkerung etwa gegen den Umbau der Bundeswehr zur "international interventionsfähigen Macht" ausbleibt, kann er nur vermuten: "Viele Leute haben Probleme, die Bedeutung der Umwandlungsschritte einzuordnen." Rot-Grün, schimpft Buro, mache militärisch und außenpolitisch "einfach alles weiter", was Schwarz-Gelb immer schon betrieben habe: "Da wird Protest zur Verpflichtung."

Roland Blach und Felix Oekentorp von der Deutschen Friedensgesellschaft warnen angesichts der jüngst bekannt gewordenen Neuausrichtung der US-Atomwaffenpolitik vor den Gefahren eines Atomkrieges. "Das Papier, wonach auch Länder atomar bedroht werden können, die selbst keine Atomwaffen haben, schafft neue Besorgnisse", betont auch Richter.

Eben wegen dieses Problemstaus hofft der Bundesausschuss Friedensratschlag, dass die Ostermärsche zum "Warmlaufen für den Bush-Besuch am 22. Mai in Berlin" werden. Peter Strutynski, Sprecher des Friedensratschlags, sieht die Friedensbewegung derzeit "vor einer der größten Herausforderungen der letzten zwanzig Jahre". Bushs Ankündigung, den "Krieg gegen den Terror" über Afghanistan hinaus auszuweiten und auch Irak ins Visier zu nehmen, wertet er als ernste Bedrohung der ohnehin zerbrechlichen Lage in Nahost und des Weltfriedens.

Noch aber ist der Bush-Besuch weit, und bei den Ostermärschen bestimmen nicht selten regionale Themenschwerpunkte die Dramaturgie. Schließlich ist die 1960 begründete Protestkultur (Sternmarsch zum Truppenübungsplatz Bergen-Hohne in Norddeutschland) dezentral ausgerichtet. Und, so ergänzt Golla: "Politik und Freizeit gehen vielerorts Hand in Hand." Die Aktionsform der Ostermärsche sei "tief ins Bewusstsein der Gesellschaft" eingedrungen, sagt Buro. Und Golla ist optimistisch, was die öffentliche Resonanz angeht: "Ostern ist ja eine medienarme Zeit, da kommen wir mit unseren Themen immer gut durch." Im Internet:
http://www.ostermarsch.de



Quelle: junge Welt 27.03.02

Hoffnung auf mehr Bewegung

Ostermärsche 2002 im Schatten der neuen US-Atomkriegspläne.

Daniel Behruzi

PDS unterstützt Aufruf "Krieg ist kein Mittel gegen Terror - Krieg ist Terror", unter dieser und anderen Parolen mobilisiert die Antikriegsbewegung zu den diesjährigen Ostermärschen.

Die Initiatoren kritisieren insbesondere "die systematische Vorbereitung der Ausweitung des Krieges über Afghanistan hinaus auf den Irak, der die Lage im Nahen Osten bis zur Unlösbarkeit verschärfen würde". Wie Ute Watermann, Vertreterin der Internationalen Ärzte für die Verhinderung eines Atomkriegs (IPPNW), am Dienstag in Berlin erklärte, sei zu "befürchten, daß die USA einen möglichen Krieg gegen den Irak dazu nutzen könnten, um neue Atomwaffen zu testen".

Laura von Wimmersperg, Sprecherin der Friedenskoordination Berlin, erklärte dazu: "Auch kleine Atomwaffen sind in ihren Folgen nicht zu kontrollieren. Ihr Einsatz verstößt gegen jede Vorstellung von Menschlichkeit."
Auch die PDS ruft zur Beteiligung an den Ostermärschen auf. Die Parteivorsitzende Gabi Zimmer erklärte am Dienstag, die Ostermärsche stünden heute für die Empörung der Menschen darüber, daß Krieg wieder zur politischen Normalität erhoben werde.

Die Proteste am Osterwochenende werden sich aber nicht nur gegen die USA richten, sondern auch die Politik der Bundesregierung kritisieren. So diene die Stationierung von Fuchs-Panzern in Kuwait und eines Flottenverbandes in der Region eindeutig der Vorbereitung eines Krieges gegen den Irak, so Watermann. "Deshalb fordern wir den sofortigen Abzug der Bundeswehrsoldaten aus der Region".

Die Initiatoren der Ostermärsche rechnen in diesem Jahr mit einer größeren Teilnahme an den Aktionen als in den letzten Jahren. "Wir hoffen, insbesondere Jugendliche zu einer Teilnahme zu motivieren", erklärte Heinrich Fink, Vorsitzender des Bundes der Antifaschisten, der wie viele antifaschistische Organisationen die Ostermärsche unterstützt. (Ostermarsch-Termine siehe unter Pinnwand)



Neues Deutschland (Politik Teil), 27.03.02

Friedensbewegung: Ostermärsche gegen den Krieg

Kritik an Militäreinsätzen, Atomplänen der USA und an ungerechter Weltwirtschaftsordnung

Von Reimar Paul

Die Friedensbewegung in Deutschland will mit den diesjährigen Ostermärschen vor allem gegen die Vorbereitung weiterer Kriege durch die USA demonstrieren.

Auf den geplanten Kundgebungen und Friedensmärschen soll vor allem die als "Kampf gegen den Terror" getarnte Kriegspolitik der USA und ihrer Verbündeten zur Verfolgung "vitaler Interessen" in aller Welt kritisiert werden, teilte das Ostermarschbüro in Frankfurt (Main) mit. Zu den Osteraktionen gehören Demonstrationen in zahlreichen Großstädten, der traditionelle mehrtägige "Ostermarsch Rhein-Ruhr" sowie die Protestwanderungen zur Freien Heide und zur Colbitz-Letzlinger Heide im Osten. Die Ostermarschierer wollen auch eine gerechtere Wirtschaftsordnung und eine faire Politik gegenüber den islamischen Ländern anmahnen. In der Kritik steht zudem die Bundeswehr wegen ihrer Kriegsbeteiligung, eigenen machtpolitischen Ambitionen und unbezahlbarer militärischer Beschaffungsvorhaben. Der Bundesausschuss Friedensbewegung warnte dieser Tage vor den "sich immer deutlicher auf den Irak zuspitzenden Kriegsvorbereitungen" der USA. Diese Politik bedeute eine Bedrohung des ohnehin nur sehr labilen Zustands des Nahen Ostens und darüber hinaus des Weltfriedens, sagte Sprecher Peter Strutynski. Die Friedensbewegung stehe vor einer der größten Herausforderungen der letzten 20 Jahre, weshalb neben den Ostermärschen weiterer Widerstand erforderlich sei. Die Friedensbewegung müsse den "Blick weiter nach vorn richten, zum Beispiel auf den bevorstehenden Besuch des US-Präsidenten George Bush am 23. Mai in Berlin". Auch die VVN-Bund der Antifaschisten ruft zur Teilnahme an den Ostermärschen auf und betrachtet sie als Beginn einer langfristigen Kampagne für Frieden, Abrüstung und Demokratie. Als einzige Bundestagspartei meldete sich die PDS in Sachen Ostermarsch zu Wort. PDS-Chefin Gabriele Zimmer ruft dazu auf, "zu Ostern ein klares Signal für eine andere Form internationaler Konfliktbeilegung" zu setzen. Die Bundesregierung solle gedrängt werden, sich bei den USA gegen eine Intervention in Irak sowie gegen die Entwicklung neuer Atomwaffen stark zu machen und sich der uneingeschränkten US-Gefolgschaft zu entziehen.

weitere Informationen im Internet u.a. bei
http://www.friedenskooperative.de, http://www.ostermarsch-ruhr.de, http://www.friedensnetz.de, http://www.ostermarsch.info (ND 27.03.02)



Quelle: taz, 27.03.02

Friedensbewegte erwarten Zulauf

(BERLIN epd) Angesichts einer drohenden atomaren Eskalation im Krieg gegen den Terrorr rechnet die Friedensbewegung in Berlin-Brandenburg mit einer starken Beteiligung bei den Ostermärschen. Nach vielen Jahren gebe es erstmals wieder eine reale Angst vor einem Atomkrieg, sagte Laura von Wimmersperg von der Berliner Friedenskoordination gestern. Der von über 20 Organisationen unterzeichnete Aufruf zu dem Ostermarsch fordert die Bundesregierung auf, die Kriegsbeteiligung der Bundeswehr sofort zu beenden und alle weltweit stationierten Truppen zurückzuholen. Die Route führt vom Alexanderplatz über Unter den Linden zum Pariser Platz, wo die Abschlussveranstaltung stattfindet. Mit rund 1.000 Teilnehmern erreichte der seit 1982 stattfindende Berliner Ostermarsch voriges Jahr seinen bisherigen Tiefpunkt. - taz Nr. 6711 vom 27.3.2002, Seite 7, 29 Zeilen (Agentur)



Quelle: Saarbrücker Zeitung, 27.03.02

Friedensfreunde gehen auf die Straße

Ostermarschierer für Ende der Gewalt-Spirale - Demonstrationen gegen Terror und deutsche Kriegsbeteiligung geplant

- Von ANDREAS REHNOLT, Bonn -

Das Netzwerk Friedenskooperative in Bonn ist zuversichtlich, auch in diesem Jahr wieder Zehntausende von Demonstranten für die Friedensmärsche, Protestkundgebungen und anderen Aktionen über die Osterfeiertage gewinnen zu können. Es gelte, den Widerspruch gegen Krieg und Machtpolitik nach außen und Einschränkung der Freiheitsrechte nach innen als untaugliche Mittel zur Verhütung von Terror stärker in die Öffentlichkeit zu tragen, heißt es in dem aktuellen Rundbrief der Friedensbewegung.

Zudem wird bei den Ostermarsch-Aktionen die Notwendigkeit einer gerechteren Weltwirtschaftsordnung und einer fairen Politik gegenüber den islamischen Ländern thematisiert. Auch der anhaltende blutige Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern ist Thema zahlreicher Veranstaltungen. Die Friedenskooperative fordert einen massiven Druck des Westens für eine Friedenslösung im Nahen Osten. Gleichzeitig warnen die Veranstalter der Ostermärsche vor den unabsehbaren Folgen eines US-Krieges gegen den Irak. Auch die Beteiligung der Bundeswehr am Anti-Terror-Krieg soll kritisiert werden.

Die Friedenskooperative warnt zugleich davor, dass die furchtbaren Terroranschläge vom 11. September in eine Gewaltspirale mit unabsehbaren Folgen führen könnten. "Auf dem Weg zum Frieden sind Abrüstung und soziale Gerechtigkeit die wichtigsten Schritte", heißt es dazu in dem in Stuttgart veröffentlichten Aufruf zum Ostermarsch Baden-Württemberg. "Krieg ist Terror - Frieden ist machbar", haben die Veranstalter ihre Ostermarsch-Aktionen überschrieben.

In Dortmund steht nach Angaben der Veranstalter am Karfreitag ein Mahngang zum Mahnmal für die Hingerichteten vom April 1945 in der Bittermark auf dem Programm. Am Samstag beginnt in Duisburg die erste Etappe des Ostermarschs Rhein-Ruhr. In Hannover ist eine Kundgebung unter dem Titel "Eine Welt ohne Krieg ist möglich" vorgesehen. In Mainz findet der Ostermarsch unter dem Thema "Gegen Terror - gegen Krieg" statt, in München lautet das Motto "Krieg ist kein Mittel gegen Terror". Auch in Münster, Saarbrücken (Beginn der Veranstaltung am Samstag um 11 Uhr an der Johanneskirche), Stuttgart, Essen oder Bochum gibt es Protestwanderungen und Kundgebungen.

Am Ostermontag sind Aktionen in Nürnberg, Müllheim, Kassel, Hamburg, Frankfurt und Dortmund geplant. Auf dem Pariser Platz in der Bundeshauptstadt Berlin ist für Montagnachmittag die Abschlusskundgebung der Ostermarschierer vorgesehen. Im Londoner Hyde Park und im niederländischen Den Haag finden nach Angaben der Friedenskooperative ebenfalls Demonstrationen, Friedensfeste und Kundgebungen gegen Krieg, Aufrüstung und Terror statt.



Quelle: Sindelfinger Zeitung, 27.03.02

PDS mobilisiert für die Ostermärsche

Berlin (AP) - Die
PDS-Vorsitzende Gabi Zimmer hat am Dienstag zu einer breiten Beteiligung an den diesjährigen Ostermärschen aufgerufen. Die Ostermärsche stünden heute für die Empörung der Menschen darüber, dass der Krieg als Zustand wieder zur politischen Normalität erhoben werde, erklärte die PDS-Vorsitzende am Dienstag in Berlin.

Zimmer prangerte an, dass selbst der Einsatz von Atomwaffen heute wieder "öffentlich und ohne Scham" einkalkuliert werde. Die PDS-Chefin fragte weiter: "Was für ein Wahnsinn und welche Realitätsverzerrung offenbart sich hinter derartigen Kriegsplänen?"

Die PDS-Chefin forderte, bei den Friedensaktivitäten zu Ostern ein klares Signal dafür zu setzen, dass Konflikte zivil und auf Verhandlungsbasis gelöst werden sollten. Die Bundesregierung rief sie auf, sich bei den USA stark zu machen gegen eine Intervention im Irak und gegen die Entwicklung neuer Atomwaffen.

Zudem solle Deutschland seine uneingeschränkte US-Gefolgschaft aufgeben und stattdessen seine Außenpolitik auf mehr Konfliktprävention sowie Stabilitäts- und Entwicklungshilfe ausrichten.

Weitere Informationen zum Ostermarsch unter
http://www.pds-online.de



Quelle: Berliner MoPo, 27.03.02

Ostermarsch: Mehr Zulauf nach Terror-Anschlägen?

Nach den schrecklichen Ereignissen in den USA am 11. September rechnen die Initiatoren des Ostermarsches mit wesentlich mehr Teilnehmern als 2001. Die mehr als 60 Friedensinitiativen befürchten eine drohende Eskalation des "Krieges gegen den Terror".

"Uns liegen Pentagon-Papiere vor, nach denen die USA bei einem militärischen Konflikt im Irak Mini-Atombomben einsetzen wollen", sagt Dr. Uta Watermann vom Verein internationaler Ärzte gegen Atombomben. Den Besuch von US-Präsident George W. Bush Ende Mai in der Bundesrepublik wollen Friedensinitiativen ebenfalls zu Protesten gegen militärische Einsätze nutzen.

Am Ostersonntag treffen sich Initiativen von 13 Uhr an zur Mahnwache auf dem Linden-Boulevard. Gleichzeitig beginnen der Ostermarsch am Alexanderplatz sowie der Fahrrad- und Motorradkorso. Der Marsch geht in Richtung Bahnhof Friedrichstraße. Dort schließen sich Demonstranten aus Potsdam an. Gemeinsam geht es dann zum Pariser Platz. (rit)



Quelle: ND (Berlin/Brandenburg Teil) 27.03.02

Deutliches Friedenszeichen zum Ostermarsch

Zwischen Alex und Pariser Platz: Warnung vor neuen Kriegsabenteuern der USA

Von Peter Kirschey

20 Jahre ist der Berliner Ostermarsch alt. Immer wieder totgesagt, holte die alljährliche Mahnung gegen Krieg und Kriegsverbrechen zu den Ostertagen dennoch tausende Berliner auf die Straßen. In einem Jahr weniger, im anderen mehr. Für diesen Ostermontag nun hoffen die Berliner Friedenskoordination und ihre langjährige Sprecherin Laura von Wimmersperg, dass angesichts der globalen Gefahren für den Weltfrieden sich wieder mehr Menschen öffentlich gegen die Kriegsabenteuer der USA engagieren. Im vergangenen Jahr hatten sich nur 1.000 Berliner an der Friedensaktion beteiligt.

Am Ostermontag treffen sich die Demonstranten ab 13 Uhr an zwei Orten. Wer an einer Friedenswache auf dem Boulevard Unter den Linden teilnehmen will, ist zum Brandenburger Tor gerufen. Zur gleichen Zeit treffen sich Friedensaktivisten an der Weltzeituhr zu einer Kundgebung. Aus Potsdam reisen Friedensgruppen an, die um 15.30 Uhr auf der Weidendammer Brücke am S-Bahnhof Friedrichstraße mit den anderen Friedensdemonstranten zusammentreffen. Auf dem Pariser Platz ist gegen 15 Uhr eine Abschlussveranstaltung mit Theater und Kabarett vorgesehen. Zwei Schauspieler werden Originalzitate von Politikern vortragen. Unterwegs durch Berlin ist der Motorradclub "Friedrich Angels", der für die Friedensbewegung wirbt.

Mehr als in den vergangenen Jahren sind die Bürger beunruhigt über die amerikanische Kriegspolitik. Die Drohungen gegen den Irak, kleine Atomwaffen einzusetzen, hat viele Menschen aufgeschreckt. Die deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung eines Atomkrieges (IPPNW) befürchtet, dass die Amerikaner den Irak als Testfall nutzen könnten. Die Gefahren, die von solchen Waffen ausgehen, schätzt die Ärztin Dr. Ute Watermann von IPPNW extrem ein. Von "begrenzten" oder bevölkerungsschonenden Wirkungen könne keine Rede sein. Die Androhung oder der Einsatz von Atomwaffen könnte das Pulverfass im Nahen Osten zum Explodieren bringen, befürchtet IPPNW. Zu den Forderungen der Friedensbewegung gehören der sofortige Stopp der Rüstungsproduktion und die Einstellung der Exporte. Die Aktion des Ostermarsches ist auch Aufruf gegen die Gleichgültigkeit, erklärten die Initiatoren.

Die Liste der Unterstützer des diesjährigen Ostermarsches ist lang: Friedensgruppen, studentische Kreise, Gewerkschaften, linke Parteien, Bürgerrechtsgruppen und antirassistische Initiativen. Können sie ihre Mitglieder mobilisieren, wird der Antikriegstag ein voller Erfolg. (ND 27.03.02)



Quelle: Berliner Zeitung, 27.03.02

"Achse des Friedens" plant Aktionen zum Bush-Besuch

(mm) Mehr als 60 Gruppen der Friedensbewegung rufen zum diesjährigen Ostermarsch auf. Die Veranstaltung steht unter dem Motto "Wir sagen Nein zu militärischen Einsätzen weltweit" und beginnt am Ostermontag um 13 Uhr an der Weltzeituhr am Alexanderplatz. Parallel gibt es einen Motorradkorso durch die Stadt und eine Mahnwache Unter den Linden. Um 15 Uhr ist auf dem Pariser Platz beim Brandenburger Tor eine Kundgebung vorgesehen.

"Es muss ein deutliches Signal gegen die Kriegspläne der USA geben", sagte am Dienstag Uta Watermann von der Vereinigung der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW). Das Pentagon plane, bei militärischen Aktionen in Afghanistan und Irak so genannte Mini-Atomwaffen einzusetzen. Da viele Menschen über die Militäreinsätze sehr beunruhigt seien, rechnen die Veranstalter mit einer größeren Beteiligung als im Vorjahr. 2001 hatten sich in Berlin nur rund tausend Teilnehmer an den traditionellen Ostermärschen beteiligt.

Am 21. Mai, dem Vorabend des Besuches von US-Präsident Bush, plant ein Bündnis "Achse des Friedens" eine Großdemonstration. Am nächsten Tag soll es dann von morgens bis abends "dezentrale, vielfältige" Aktionen geben. Anfang April will das Bündnis zur Koordinierung der Proteste ein eigenes Büro einrichten. (mm.)

Informationen im Internet unter:
http://www.friko-berlin.de



Quelle: SPIEGEL ONLINE - 27. März 2002, 14:42

Ostermärsche: Hoffen auf den Afghanistan-Effekt

Von Süleyman Artiisik

Zu Ostern werden sie wieder marschieren. Mütter mit Kindern, junge wie alte Menschen, mit Transparenten und beschrifteten Pappschildern in den Händen. Gegen ein Eingreifen der USA im Irak, gegen eine Umwandlung der Bundeswehr in eine Interventionsarmee, gegen Elend und Zerstörung und für Abrüstung und Frieden auf der Welt. Jetzt hoffen sie auf neuen Zulauf - wegen des Afghanistan-Einsatzes.

Berlin - Laura von Wimmersperg ist mit den Jahren vorsichtiger geworden. "Ich hoffe natürlich sehr, dass die Menschen zahlreich an den Märschen teilnehmen", sagt die Sprecherin vom Bündnis Achse des Friedens in Berlin. Wie viele es genau sein werden, könne sie jedoch nicht sagen. Seit mehr als 20 Jahren ist sie nun als Friedensaktivistin tätig und hat das Auf und Ab der Bewegung miterlebt. Prognosen über Teilnehmerzahlen abzugeben, das ahnt Wimmersperg, kann schnell zu hämischen Reaktionen in der Öffentlichkeit führen.

Erst vor wenigen Monaten hatte sich die Friedensorganisation gründlich überschätzt. Nach dem Beginn der US-Luftangriffe auf Afghanistan rechneten die Berliner Aktivisten mit mehreren zehntausend Demonstranten - am Ende versammelten sich lediglich 5.000 Menschen am Brandenburger Tor. "Das war schon deprimierend", gesteht die 66-Jährige. Auch der Ostermarsch im Jahr 2001 war kaum mehr als eine Randnotiz in den Medien. Nur eintausend kamen in Berlin zusammen, in anderen großen Städten lagen die Zahlen ebenfalls kaum höher. Dieses Jahr sind in mehr als 60 bundesdeutschen Städten Demonstrationen angemeldet. Höhepunkt werden Veranstaltungen am Ostermontag in Hamburg, Frankfurt, Nürnberg und Berlin sein.

Ostern 2002 setzt die Friedensbewegung auf den Afghanistan-Effekt. "Viele Menschen fühlen sich persönlich angesprochen und bedroht", meint Kristian Nolle, Sprecher des Netzwerks Friedenskooperative in Bonn. Zwar will auch er keine genauen Zahlen nennen, doch er ist optimistisch: "Das Interesse wird in diesem Jahr deutlich höher sein."

Ein massenhafter Zulauf wie noch in den achtziger Jahren ist jedoch unwahrscheinlich. Damals gingen über Ostern Hunderttausende auf die Straße, um gegen den Nato-Doppelbeschluss zu protestieren. Kurz zuvor hatte die Sowjetunion SS-20-Mittelstrecken-Raketen in Mitteleuropa stationiert. Nach der Einigung zwischen den USA und der UdSSR über den Abbau der atomaren Mittelstrecken-Waffen 1987 verlor die Ostermarsch-Bewegung eines ihrer Hauptthemen. Jedes Jahr folgten weniger Menschen den Aufrufen der Friedensaktivisten. Lediglich während des Golf-Kriegs vor zwölf Jahren erlebte die Bewegung noch einmal eine kurze Blütezeit.

Mit den Grünen verbindet die Protagonisten der Friedensbewegung nur noch wenig. Zu groß ist die Enttäuschung darüber, dass viele Regierungsmitglieder, die einst mit auf die Straße zogen, heute die Beteiligung Deutschlands an Auslandseinsätzen verteidigen.

Folglich richtet sich der Protest der Friedensbewegung auch dieses Jahr gegen die Politik der rot-grünen Bundesregierung: "Die Mehrheit der Parteien nehmen von einer friedensorientierten Politik immer mehr Abstand", sagt Horst Trapp, Sprecher des Ostermarschbüros in Frankfurt. Um so mehr sei nun die Friedensbewegung gefordert, die außerparlamentarischen Kräfte zu stärken.

Die Forderungen der Friedensbewegung sind die alten geblieben: Die Rüstungskosten in Milliardenhöhe sollten in zivile Projekte wie Bildung, Erziehung, Wohnungsbau und kommunaler Infrastruktur investiert werden. Mit Rot-Grün geht Trapp dabei hart ins Gericht. Deutschland solle "wieder als `normale` Militärmacht dabei sein, wenn es um geopolitische Interessen, um Militärstützpunkte, um die Kontrolle der Bodenschätze, der Energiequellen, um Erdöl und Erdgas geht". Soldaten der Bundeswehr hätten bei solchen Einsätzen nichts zu suchen, lehnt er jede Beteiligung kategorisch ab. Das Nein zum Krieg sei eine "grundsätzliche Absage aus humanitären, moralischen, politischen und auch aus wirtschaftlichen Gründen".

PDS setzt auf Ostermärsche

Die
PDS ruft in diesem Jahr die Bevölkerung auf, sich an den Ostermärschen breit und aktiv zu beteiligen. Das war im vergangenen Jahr anders. Da waren erstmals kritische Töne von PDS-Funktionären zu vernehmen. Der Berliner Aufruf sei "verquast und undifferenziert", monierte im Frühjahr 2001 die damalige Berliner Landeschefin Petra Pau. Der Protest richte sich gegen alles und jeden.

Die Kritik hat die PDS dieses Jahr nicht wiederholt. Wohl auch, um nicht in Argumentationsnöte zu geraten. Denn während des Wahlkampfes zum Berliner Abgeordnetenhaus im Herbst 2001 ließ die Partei stadtweit Plakate mit der Friedenstaube auf blauem Grund kleben. Das Ziel der demokratischen Sozialisten: enttäuschte rot-grüne Wähler zu gewinnen. Daher ist es nur konsequent, dass die PDS ihren Aufruf zu den Ostermärschen mit der Kritik an der Außenpolitik der Bundesregierung verknüpft.

So verlangt denn auch die PDS-Bundesvorsitzende Gabi Zimmer von Außenminister Joschka Fischer und Kanzler Gerhard Schröder, "sich bei ihrem Bündnispartner USA gegen eine Intervention in Irak, gegen die Entwicklung neuer Atomwaffen und deren Anwendung stark zu machen". Die uneingeschränkte US-Gefolgschaft solle aufgegeben und stattdessen viel stärker als bisher auf diplomatische, völkerrechtliche, wirtschaftliche Instrumente in der Konfliktlösung gesetzt werden.

URL:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,189128,00.html



Quelle: Kath. Nachrichten Agentur, 27.03.02, 10.36 Uhr

BAD-WÜRTT/Gesellschaft/Ostermarsch

Ostermarsch am Karsamstag

Stuttgart (KNA) Der traditionelle landesweite Ostermarsch gegen Gewalt und Krieg findet am Karsamstag in Stuttgart statt. Das dortige Büro des Friedensnetzes Baden-Württemberg rief am Mittwoch dazu auf geplanten Kriegen entgegen zu treten. "Mit den jerzeit vorbereiteten Kriegen in Somalia und gegen den Irak, wird ganz offensichtlich nicht der internationale Terrorismus bekämpft, sondern wird der Terror des Krieges zur internationalen Politik geweiht" hieß es. Mit dem diesjährigen Ostermarsch solle auch einer "weiteren Militarisierung" der Außenpolitik entgegengetreten werden. Veranstalter des Marsches sind neben dem Friedensnetz unter anderen der Deutsche Gewerkschaftsbund, die ökumenische Aktion "Ohne Rüstung Leben" und die Deutsche Friedensgesellschaft. (thi) - 271036 MÄR 02 nnnn



Quelle: Agence France Press, 27.03.02, 14.16 Uhr

D/Ostern/Friedensbewegung

Friedensbewegung hofft auf mehr Zulauf bei Ostermärschen - Terror und Krieg zentrale Themen in diesem Jahr (Vorbericht)

Berlin, 27. März (AFP) - Angesichts der Terroranschläge vom ~ September und des Krieges in Afghanistan hofft die Friedensbewegung wieder auf mehr Zulauf bei ihren traditionellen Ostermärschen. Von Karfreitag bis Ostermontag sind zwischen München und Kiel, Saarbrücken und Chemnitz mehr als 60 Veranstaltungen geplant. Zentrale Themen sind in diesem Jahr, geprägt durch die Ereignisse des 11. September, Terror und Krieg. "Krieg ist kein Mittel gegen den Terror" hat sich etwas das Münchner Friedensbündnis für den Ostermarsch am Samstag auf die Fahnen geschrieben.

Seit Anfang der 90er Jahre sind die Teilnehmerzahlen bei den Ostermärschen rückläufig. Zuletzt fanden teilweise nur noch Kundgebungen zu bestimmten Themen statt, etwa gegen den Krieg im ehemaligen Jugoslawien. "Ja, es war ruhiger;, sagt Petra Metsch Vorstandsmitglied im Friedensbüro Hannover. Die Menschen fühlten sich nicht mehr direkt von den Konflikten betroffen. Zudem seien sie komplizierten Sachverhalte und Zusammenhänge immer schwerer zu erklären gewesen, meint Metsch. Für dieses Jahr zeigt sie sich angesichts des militärischen Vorgehens der USA und ihrer Verbündeten zuversichtlicher: "Wir wollen deutlich machen, dass Terror nicht mit Krieg bekämpft werden kann."

"Wir dürfen uns nicht von der Kriegshysterie anstecken lassen", sagt Renate Kirstein vom Hamburger Forum. Eine zentrale Forderung der Aufrufe zu den diesjährigen Ostermärschen ist daher, Terror mit zivilen Mittel zu bekämpfen. Beispielweise mit dem Einsatz von Polizei Justiz, Internationaler Strafgerichtshof, wirtschaftlichen oder diplomatischen Mitteln.

Scharfe Kritik übt die Friedensbewegung auch an der Bundesregierung. "Die Menschen sind einfach wütend", sagt Kirstein. Viele hätten gehofft, unter einer sozialdemokratischen Regierung werde es Kriegsbeteiligungen wie die in Afghanistan nicht geben. Neben gutem Wetter hoffen nicht nur die Hamburger Organisatoren daher auf einen Ostermarsch wie 1990, als 2.000 Teilnehmer angemeldet und schließlich 45.000 erschienen waren. (kb/ul) - AFP - 271416 MRZ 02



Quelle: dpa, 27.03.02, 09.38 Uhr

Gesellschaft/Demonstrationen/Ostermärsche/

Friedensbewegung plant zu Ostern 60 Aktionen gegen Krieg und Terror

Frankfurt/Main (dpa) - Mit rund 60 Ostermärschen, Festen, Radtouren und Kundgebungen demonstriert die Friedensbewegung an Ostern gegen Krieg und Terror. Die meisten Teilnehmer erwartet das Zentrale Qstermarschbüro in Frankfurt am Main zu den Veranstaltungen n Berlin, dem Ruhrgebiet, Frankfurt, München, Stuttgart und Potsdam.

In Frankurt spricht am Ostermontag der Psychoanalytiker Horst-Eberbard Richter. Neben Frankfurt steht am Ostermontag auch Kassel auf dem Programm der Friedensbewegung. "Den Terror bekämpfen - Kriege verhindern" lautet das Thema des Ostermarschs, zu dem der DGD aufgerufen hat.

In Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist der Samstag vor Ostern der wichtigste Tag der Friedensbewegung. Der Ostermarsch Rhein-Ruhr zieht sich von Samstag bis Ostermontag unter dem Motto "Schluss mit der Kriegspolitik! Den Frieden vorbereiten!" durch das Ruhrgebiet.

Der Ostermarsch in Potsdam am Karsamstag führt vom Bahnhof zum NATO-Koordinierungsstandort in der von Tresckow-Kaserne. "Eine Welt ohne Krieg ist möglich" lautet das Thema des Ostermarsches am Samstag in Hannover. In München heißt es bei einem Demonstrationszug: "Krieg ist kein Mittel gegen Terror - Krieg ist Terror." Das Friedensnetz in Stuttgart ruft ebenfalls am Samstag zu einem Ostermarsch mit dem Thema "Stoppt die Spirale der Gewalt" auf Bei einem Ostermarsch in Bremen unter dem Motto "Für eine Welt des Friedens" spricht Horst Schmitthenner vom Vorstand der IG Metall.

Berlin und Hamburg sind neben Frankfurt am Ostermontag die Hauptziele der Friedensbewegung. In Hamburg lautet das Thema des Ostermarsches "Aufstehen für den Frieden! Eine andere Welt ist möglich". In Berlin sind Mahnwachen, Rad- und Motorrad-Fahrten und Demonstrationen geplant.
(Achtung: Dazu bietet dpa einen Hintergrund Ostermärsche an.) - 270938 Mrz 02



Quelle: Hannoversche Neue Presse 27.03.02

Am Samstag ist Ostermarsch

HANNOVER. Das Friedensbüro haucht einer alten Bewegung neues leben ein: Erstmals nach mehr als zehn Jahren soll es wieder einen Ostermarsch in Hannover geben.

"Eine Welt ohne Krieg ist möglich" - so lautet das Motto. Am Ostersamstag um zwölf Uhr erwarten Jörg Schulz-Trieglaff und Petra Metsch vom Friedensbüro rund 1000 Teilnehmer zum Veranstaltungsauftakt am Opernplatz. Der Marsch führt vorbei an Aegidienkirche und Rathaus zur Marktkirche. Dort ist um 14 Uhr die Abschlusskundgebung. (mj)



Quelle: Hannoversches Wochenblatt, 27.03.02

Ostermarsch findet statt

Nach mehr als zehn Jahren Pause ist es wieder soweit. Am Ostersonnabend, 30. März, wird es wieder einen Ostermarsch geben. Organisiert wird er vom Friedensbüro Hannover. Zu der zentralen Veranstaltung in der Region Hannover rufen über 40 Gruppen, Organisationen und Initiativen auf, darunter der DGB, attac und der Stadtschülerrat. Etwa 1000 Teilnehmer werden zu der Veranstaltung, die unter dem Motto "Eine Welt ohne Krieg ist möglich" läuft, erwartet, Auftakt ist um 12 Uhr auf dem Opernplatz. Von dort zieht der Zug zur Aegidienkirche, zum Neuen Rathaus, Innenministerium und zur Gedenkstätte Synagoge in der Roten Reihe. An der Marktkirche findet gegen 14 Uhr die Schlusskundgebung statt.



Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung, 27.03.02

Marschieren für den Frieden

Zehn Jahre lang war es still um sie geworden. Jetzt meldet sich die Friedensbewegung in Hannover zurück - mit einem traditionellen Ostermarsch. Am kommenden Sonnabend will ein breites Bündnis aus DGB, ver.di, Jusos, Dritte-Welt-Gruppen und Kirchen sowie den Globalisierungsgegnern von Attac in der Innenstadt gegen Krieg und Gewalt und für mehr soziale Gerechtigkeit in der Welt demonstrieren. Zentrale Aussage: "Terror lässt sich nicht mit Krieg überwinden." Mitveranstalterin Petra Metsch vom Friedensbüro Hannover rechnet "angesichts der Entwicklung nach dem 11. September mit mindestens 1.000 Teilnehmern." Der Demonstrationszug startet um 12 Uhr am Opernplatz und endet um 14 Uhr an der Marktkirche. (mac)



E-Mail: friekoop@bonn.comlink.org

Website: www.friedenskooperative.de
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