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vom:
27.03.2002


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Ostermärsche und -aktionen 2002:

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Pressemitteilung

Ostermärsche: Stoppt die Spirale der Gewalt!

Netzwerk Friedenskooperative

Von Karfreitag bis Ostermontag finden im Rahmen der Ostermärsche mehr als 50 regionale Veranstaltungen statt - Wanderungen, Friedensgebete, Fahrradstafetten, Schiffsfahrten, Mahnwachen, Demonstrationen und Kundgebungen.

Im Mittelpunkt der Ostermärsche 2002 stehen die Konsequenzen aus den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und dem Bombardement Afghanistans seit dem 7. Oktober, die deutsche Kriegsbeteiligung sowie die Auswirkungen des "Kampfes gegen den Terrorismus" auf unsere Gesellschaft ("Sicherheitsgesetze"). Für die Gruppen der Friedensbewegung ist Krieg eine falsche und kontraproduktive Antwort auf Terrorismus, die neuen Hass und Terror erzeugt. Gemeinsam mit den GlobalisierungskritikerInnen werden Wege gesucht, die Gewaltspirale zu durchbrechen.

Die Friedensbewegung erwartet einen Dauerkrieg der USA über alle Grenzen hinweg, in dem es längst nicht mehr um Terrorismus sondern um globale Machtpolitik und Energiereserven geht - besonders in Südostasien. Diese Interessen sollen mit der Androhung militärischer Mittel bis hin zum Einsatz von Atomwaffen ("Mini-Nukes") und dem Aufbau von offensiven und defensiven Raketenabwehrsystemen durchgesetzt werden. In einem gemeinsamen Appell warnen Friedensorganisationen vor den Kriegsplanungen gegen Irak und fordern eine Absage der Bundesregierung an jede Art der Beteiligung und den sofortigen Abzug der Bundeswehr-Spührpanzer aus Kuweit.

Das Netzwerk Friedenskooperative weist zu den Osteraktionen darauf hin, dass der "Krieg gegen den Terrorismus" bereits gescheitert ist. Die USA haben in Afghanistan zwar vorgeführt, dass eine Supermacht mit massiven Bombardements, dem Einsatz geächteter Waffen, verbündeten Kämpfern am Boden und unter Inkaufnahme tausender Tote in der Zivilbevölkerung einen Krieg in einem Dritte-Welt-Land militärisch zunächst gewinnen kann. Erreicht ist damit weder ein dauerhafter Frieden in Afghanistan noch eine Eindämmung terroristischer Gefahren. Dem Beispiel der Supermacht folgen andere Staaten mit der Bekämpfung "ihrer" Terroristen durch Krieg und Unterdrückung - nicht nur in Tschetschenien oder Palästina. Die endlose Spirale von kriegerischer Gewalt und Gegenterror gerade in Israel/Palästina zeigt die Aussichtslosigkeit dieser Mittel, notwendige Friedenslösungen und Sicherheit herbei zu führen.

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Ostermär-
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Der Kampf gegen die neue Dimension des Terrorismus benötigt keine Bomben, sondern glaubhafte Signale der reichen und mächtigen Staaten für eine Änderung ihrer globalen Wirtschaftspolitik und Verzicht auf Durchsetzung von Machtinteressen zu Gunsten gleichberechtigter Kooperation, Linderung der sozialen Folgen der Globalisierung und Etablierung Internationalen Rechts. Nur so lässt sich die nötige breite Unterstützung innerhalb der verarmten Gesellschaften des Südens und der islamischen Welt erreichen. Westliche Politik muss sich also um Prävention, zivile Konfliktbearbeitung und Entwicklung bemühen und auf militärische Intervention verzichten.

Die regionalen Veranstalter kritisieren die deutschen Kriegsbeteiligungen im Jugoslawien- und Afghanistankrieg und den Umbau der Bundeswehr zur Interventionsarmee als Bruch des rot-grünen Versprechens "Deutsche Außenpolitik ist Friedenspolitik". Die Hoffnungen auf Politiker und Parteien sind in der Protestbewegung erschöpft. Ziel der Aktionen ist deshalb, die Kritik am Krieg als Mittel der Politik stärker in die öffentliche Diskussion zu tragen und die Menschen im Land zum Widerspruch zu ermutigen. "Eine bessere Welt ist möglich!" soll die Botschaft der Ostermärsche sein, "und eine friedlichere auch".

Die Aktionstermine, Aufrufe der Veranstalter und viele weitere Informationen zur Ostermarschbewegung stellt das Netzwerk Friedenskooperative im Internet zur Verfügung:

http://www.friedenskooperative.de/om02term.htm

Manfred Stenner
Geschäftsführer des Netzwerk Friedenskooperative




E-Mail:   friekoop@bonn.comlink.org
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