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vom:
28.03.2002


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Presseerklärung, Berlin, den 28.3.02

Keinen Krieg gegen den Irak! Stoppt den atomaren Wahnsinn! Eine andere Welt ist nötig!

Sascha Kimpel (attac Berlin)

Betr.: Attac Berlin ruft zur Teilnahme am diesjährigen Ostermarsch auf

Ostern 2002 stehen die Zeichen überall auf Krieg. Diverse Regierungen der Welt fühlen sich ermuntert den "Krieg gegen den Terror" weiterzuführen - Pälästina, Kolumbien, Tschetschenien und Georgien stehen dafür. Im Visier der USA steht jetzt der Irak. Die in den letzten Wochen bekanntgegebenen Einsatzpläne für Atomwaffen lassen die Horroszenarien aus der Zeit des Kalten Krieges wiedererstehen.

Als Teil der globalisierungskritischen Bewegung hat Attac sich in den vergangenen Jahren an den Protesten gegen die neoliberale Form der Globalisierung beteiligt. So, wie uns die Globalisierung als Sachzwang verkauft wird, wird jetzt auch der Krieg als alternativlos dargestellt. Die globalisierungskritische Bewegung hat die Reden von Regierungen und Konzernchefs entlarvt, die Wohlstand für alle durch Handelsliberalisierung und Privatisierungen versprechen, tatsächlich aber nur den Interessen Weniger dienen. "Deshalb treten wir einer Propaganda entgegen, die Kriege als humanitäre Einsätze und Aufrüstung als notwendige Sicherheitsmaßnahme deklariert", sagt Sascha Kimpel von Attac Berlin.

Wir sagen: Nur eine gerechte Welt ist eine sichere Welt!

Mit der Aufstockung der Rüstungsprogramme werden Ressourcen dauerhaft in die falsche Richtung gelenkt. Allein die 48 Milliarden Dollar, die die USA jetzt zusätzlich in die Rüstung stecken wollen, wären nach UN-Angaben mehr als genug, um die ärmsten zwei Milliarden Menschen für ein Jahr mit dem notwendigen Minimum an Nahrung, Gesundheit und Bildung zu versorgen. Statt dessen wird das Geld dazu verwendet, den Zugriff eines kleinen Teils der Weltbevölkerung auf den Großteil der Reichtümer der Erde zu sichern. Wirkliche Sicherheit ist auf diese Weise niemals möglich.

Gerade in der Golfregion zeigt sich der Zusammenhang von Militärpräsenz und Ölinteressen überdeutlich. Das Bild einer Bedrohung durch irakische Massenvernichtungswaffen wird aufrechterhalten, obwohl 1998 die UN-Inspekteure den nahezu vollständigen Vollzug der Abrüstungsmaßnahmen meldeten und Anfang 2001 der ehemalige US-Verteidigungsminister Cohen gegenüber dem neuen Präsidenten George W. Bush erklärte, Irak stelle keine Gefahr für seine Nachbarn mehr dar. Als wieviel größere Bedrohung müssen für den Rest der Welt die USA erscheinen, die sich den Einsatz von Massenvernichtungswaffen ausdrücklich vorbehalten!

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Schon lange bevor der "Krieg gegen den Terror" ausgerufen wurde, wurde der Umbau der NATO vom Verteidigungsbündnis zur weltweiten Interventionsmacht vorangetrieben, die ausdrücklich auch der Verteidigung wirtschaftlicher Interessen dienen soll. Dazu Kimpel: "Die "rot-grüne" Bundesregierung trägt die Verantwortung, dass Krieg wieder als Mittel der Politik in Deutschland hoffähig ist."

Keine Bombardierung des Irak! Aufrüstung stoppen! Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr!



Ostermarsch am Ostermontag, 1. April 2002

13 Uhr, Alexanderplatz Auftaktkundgebung

14.30 Uhr, Bahnhof Friedrichstraße

15 Uhr, Pariser Platz Abschlusskundgebung



Wenn sie Nachfragen zur Beteiligung von Attac Berlin am diesjährigen Ostermarsch oder zur Friedensarbeit haben, wenden sie sich bitte an: Sascha Kimpel unter 0160/851 84 64.

Mit freundlichen Grüßen, Sascha Kimpel



E-Mail:   kimsas@t-online.de
Internet: http://www.attacberlin.de
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