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Ostermär-
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vom:
09.04.2002


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Rede bei der Osteraktion 2002 der Augsburger Friedensinitiative (AFI), 30.03.02

Den Terror überwinden

Dr. Hannelore Marcon (IPPNW)

- Es gilt das gesprochene Wort -



Liebe Freundinnen und Freunde,

Die Terroranschläge vom 11. September und der Krieg gegen Afghanistan haben die Welt verändert. Im Nahen Osten droht ein gefährlicher Flächenbrand und der Konflikt zwischen Indien und Pakistan um die Kaschmir-Region rückt die Bedrohung eines atomaren Krieges in erschreckend greifbare Nähe Die Prognosen sind düster. "Auch das nächste Jahr wird ein Jahr des Krieges sein", kündigt US-Präsident George W. Bush an.

Das Jahr 2001 hat der westlichen Zivilisation die eigene Zerbrechlichkeit drastisch vor Augen geführt. Die Chance, den Schock zu nutzen, und mit der besonnenen Mehrheit der islamischen Länder eine Solidarität der Vernunft zu schmieden, wurde verpasst - weil man die Waffen an der Stelle der Worte sprechen ließ.

Wir Ärztinnen und Ärzte wissen aus unserer täglichen Arbeit; Gewalt löst keine Konflikte. Natürlich müssen die Attentäter vom 11. September gefangen genommen und bestraft werden Doch Krieg ist dafür nicht das geeignete Mittel. Terrorismus lässt sich langfristig nur durch die Beseitigung der Ursachen bekämpfen. Eine ehrliche internationale Zusammenarbeit zur Beseitigung von Armut, sozialer Ungerechtigkeit, ökologischer Zerstörung und regionalen Kriegen ist ein mühsamer, aber erfolgversprechenderer Weg aus der Krise. Kein Raketenabwehrsystem, keine noch so gut gerüstete Armee und keine noch so großen inneren Sicherheitsmaßnahmen werden uns vor solchen Anschlägen schützen können. Sicherheit erreichen wir nur durch Abrüstung, die Stärkung des internationalen Rechtes und soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit Mit unserer Kampagne "Den Terror überwinden" wollen Wir über Alternativen zur militärischen Intervention informieren, über Kriegsursachen aufklären und eine Kultur des Friedens vorantreiben.

Der Westen muss endlich einsehen, dass auf dieser Erde alle gegenseitig aufeinander angewiesen sind und dass wir nur in Anerkennung dieser Verbundenheit jemals eine Kultur des Friedens erreichen können.

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